(openPR) FDP wirbt für Zwei-Stufen-Plan, um den Schulcampus im Haarer Jagdfeld zukunftssicher aufzustellen
Haar – Lkr. München/ Die Debatte um den Ausbau des Ernst-Mach-Gymnasiums (EMG) in der vergangenen Sitzung des Haarer Haupt-, Umwelt- und Werkausschusses war auch zentrales Diskussionsthema am Offenen Forum für Kommunalpolitik der FDP Haar am 21.10.2020. Gemeinderat Dr. Peter Siemsen zeigte sich in der Online-Videokonferenz-Veranstaltung enttäuscht darüber, dass im Gremium trotz grundsätzlicher Einigkeit über den bestehenden Handlungsbedarf kein breiter Konsens über den zu beschreitenden Weg gefunden werden konnte.
Der in den von der Verwaltung vorgelegten Prognosen ausgewiesene Gastschüleranteil von rund 50%, schwerpunktmäßig aus der Landeshauptstadt München, ist aus seiner Sicht ein gewichtiges Argument, die Terminschiene des Ausbaus noch einmal zu überprüfen. Christian Franz, Schriftführer und Mitglied des Ortsvorstands der Haarer Liberalen, warnte vor einem gut gemeinten Schnellschuss. Angesichts der zu erwartenden Steuerausfälle und steigender Ausgaben im Sozialbereich infolge der Corona-Krise hätte die Gemeinde zukünftig keine breiten finanziellen Spielräume mehr. Bezirksrätin Dr. Gabriela Berg wies auf die Notwendigkeit von Schulerweiterungen und -neubauten in München hin und erklärte, dass die Gemeinde Haar nicht dauerhaft als „Mutter Teresa“ den Schulinvestitionsstau der Landeshauptstadt schultern könne.
Siemsen hatte bereits in der Ausschusssitzung die Möglichkeit einer stufenweisen Vorgehensweise ins Spiel gebracht, um trotz unsicherer Rahmenbedingungen zügig und mit überschaubaren, finanziellen Risiken voranzukommen. Die Ausführungen der Verwaltung aufgreifend, plädierte er am Forum für einen Zwei-Stufen-Plan. Die erste Stufe bezeichnete er als „Refresh-Konzept“. Dieses müsse neben notwendigen Sanierungsarbeiten umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen beinhalten, darunter auch räumliche Umgestaltungen und eine digitale Infrastruktur, um die Umsetzung moderner pädagogischer Konzepte zu unterstützen. Die Ausplanung und Entscheidung der zweiten Stufe solle aus seiner Sicht erst nach Abschluss des Refreshs und auf Basis der dann absehbaren Schülerzahlen erfolgen. „So können wir schnell und kostenbewusst handeln, ohne Handlungsspielräume zu verschenken“, stimmten Berg und Franz mit dem Haarer FDP-Chef überein. Siemsen erklärte am Forum, den Zwei-Stufen-Plan als Option in den Haarer Gemeinderat einzubringen.











