(openPR) Der Preis
von Peter Schönau
Lieferbar als Taschenbuch und e-book durch AMAZON
Die Jagd nach einem Bild durch die berühmtesten Museen der Welt.
Der Preis: Der Tod – Der Lohn: Die Unsterblichkeit
Ein Fantasy-Roman, in dem das MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires) einer der Schauplätze der Handlung ist
Romanauszug
Ich bin das Gestern, das Heute und das Morgen, und ich habe die Macht, auch ein zweites Mal geboren zu werden. Ich bin die göttliche, verborgene Seele, die die Götter schuf und die Bewohner der Tiefe, des Ortes der Toten und des Himmels versorgt. Huldige dem Herrn des Schreines, der im Zentrum der Erde steht. Er bin ich, und ich bin er!
(Ägyptisches Totenbuch)
Sie entkleideten sich im Dunkel, und Giovanni wartete auf ihn, Als er sich der Silhouette seines Körpers näherte, die sich fahlweiß von den azurblauen Laken abhob, drehte sich Giovanni auf den Rücken. Bruno legte sich auf ihn, presste seine Lippen auf Giovannis Nacken und zerwühlte mit beiden Händen sein krauses, schwarzes Haar.
In diesem Augenblick ging ein Zittern durch den Körper seines Liebhabers, Er warf sich herum, seine Lippen suchten Brunos Gesicht, er bedeckte es mit Küssen. Bruno glitt auf seinem Körper herab, umfasste mit seinen Händen und Armen Giovannis Rücken und presste ihn gegen sich.
"Sind Sie Jude?" fragte der Amerikaner interessiert.
"Man muss manchmal einen zweiten Blick auf ein Bild werfen, um zu sehen, dass es schief an der Wand hängt."
"Lenken Sie nicht ab. Ich fragte Sie, ob Sie Jude sind."
"Nein - Ich bin das Gestern, das Heute und das Morgen."
"Das sagten Sie schon, aber nicht was es bedeutet?"
"Unsterblichkeit."
"Ich bin Vertreter eines großen Werkzeugmaschinenherstellers. Ich verkaufe Maschinen, die allerdings nicht unsterblich sind."
"Ich dagegen verkaufe Unsterblichkeit."
"Und welchen Preis hat diese", er betonte das Wort durch eine abgehackte Sprechweise, "Unsterblichkeit?"
"Ihr Leben."









