(openPR) Die Existenz unterschiedlicher Ziele bzw. Zielsysteme kann viele weitere ungünstige Einflüsse hervorrufen, was an zwei Beispielen sichtbar wird:
Probleme in der Kreditorenbuchhaltung sind nicht selten auf nicht optimale Prozesse im Einkauf oder im Lager zurückzuführen. Es gelten hinsichtlich der Ziele unterschiedliche Prioritäten. Der Einkäufer argumentiert, dass er für die Materialbeschaffung zuständig sei und weniger für das lückenlose Ausfüllen eines jeden SAP Feldes in der Bestellmaske.
Somit ist das Verständnis für die Notwendigkeit der Daten in der Finanzbuchhaltung nicht immer gegeben.
Folgend muss der Kreditorenbuchhalter den Vorgang nicht selten mehrfach "in die Hand" nehmen. Das kostet Zeit und Geld und ist wenig produktiv.
Auch das Bewusstsein für die Datenqualität ist unterschiedlich ausgeprägt. Um eine valide Liquiditätsplanung vornehmen zu können, müssen u. a. auf der Einzahlungsseite die Zahlungsziele und die Warenausgangsdaten sorgfältig eingetragen und gepflegt werden. Hierdurch wird das Fakturierungsdatum festgelegt. Unter Berücksichtigung des hinterlegten Zahlungsziels lässt sich im Idealfall der voraussichtliche Zahlungseingang ermitteln. Aus den genannten Gründen ist auch hier häufig das Verständnis für die Belange des Finanzbereichs wenig ausgeprägt. In der Folge kann es zu Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und geplanten Warenausgang kommen. In einer derartigen Situation sind gemäß systemseitiger Auswertung beispielsweise 1598 Lieferungen tatsächlich um rd. ein 3/4 Jahr früher ausgeliefert worden, als geplant. Parallel wurden lt. System 110 Lieferungen um ein 3/4 Jahr später ausgeliefert, als geplant. Selbstverständlich wurde das mit dem Kunden abgestimmt, jedoch versäumt die Änderung in das System einzupflegen. Viele Mitarbeiter sind einfach für die konsequente Stammdaten- und Bewegungspflege nicht sensibilisiert. Die Konsequenz: Unabhängig von der Unmöglichkeit einer realistischen Liquiditätsplanungsfallen hohe Kosten für Abstimmung, Überprüfung aber auch für Finanzierungen an, die bei richtiger Planung nicht erforderlich gewesen wäre.
Die Bedeutung eines einheitlichen stringenten Zielsystems sowie deren flankierende Kommunikation werden eindeutig unterschätzt. Es mangelt nicht immer und überall an diesen. Jedoch wird eine bessere Kommunikation im Hinblick auf die Wechselwirkung zu anderen Bereichen gefordert.








