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Preisgekröntes Kunstwerk stellt Solarien an den Pranger

19.08.202016:20 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Preisgekröntes Kunstwerk stellt Solarien an den Pranger
Dennis Schnieber/Deutsche Krebshilfe
Dennis Schnieber/Deutsche Krebshilfe

(openPR) Zehnfache Auszeichnung für Hautkrebskampagne der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention

Bonn, Hamburg (sts) – „Eine Idee voll auf die Zwölf“, so lautete im Frühsommer der Kommentar der Jury des Art Directors Club-Wettbewerbs 2020. Beim bedeutendsten deutschen Kreativ-Wettbewerb wurde die Lichtinstallation „Spectrum. The most dangerous artwork“ gleich mehrfach ausgezeichnet: einmal Gold, dreimal Silber und viermal Bronze. Auch beim Best of Content Marketing Award überzeugte das Kunstwerk und erhielt im Juli Gold und Silber. Die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) machten Anfang des Jahres mit der Ausstellung von „Spectrum“ auf die Hautkrebsgefahr durch Solarien aufmerksam und leitete damit eine öffentliche Diskussion über ein bundesweites Solarienverbot ein. Die Lichtinstallation wurde vom Berliner Künstler Duo „LOW BROS“ entworfen. Eine Dauerausstellung des Kunstwerks ist vorgesehen.



Die gesundheitliche Gefahr, die von Solariengeräten ausgeht, sichtbar machen – das ist das Ziel der Kampagne der Deutschen Krebshilfe und der ADP. Denn: Künstliche UV-Strahlung aus Solarien erhöht nachweislich das Hautkrebsrisiko. Beide Organisationen raten gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Jahren davon ab, Solarien zu nutzen. „Egal, wie modern und technologisch hochwertig ein Solariengerät anmutet: Einen Schwellenwert für ein ungefährliches Maß an künstlicher UV-Strahlung gibt es nicht“, erklärt Professor Dr. Eckhard Breitbart, Dermatologe und Vorsitzender der ADP. Zu diesem Ergebnis kommt auch das Scientific Committee on Health, Environmental and Emerging Risks (SHEER) der Europäischen Kommission.

Doch wissenschaftliche Ergebnisse und Expertenempfehlungen sind oft wenig anschaulich. „Also haben wir überlegt, wie wir das, was in Studien belegt ist, erlebbar machen können und dafür Unterstützung aus der Kreativbranche erhalten“, erläutert Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. So entstand ein retrofuturistisches Kunstwerk in Form einer violetten Sonne aus 65 echten Solarienröhren, die über einem bizarren Altar schwebt. Zugang zur Ausstellung erhielt nur, wer eine spezielle UV-Schutzkleidung anlegte. Die Intensität der ultravioletten Strahlung entsprach an einigen Stellen des Installationsraumes einem UV-Index-Wert von 12. Dies ist vergleichbar mit der Intensität der Äquatorsonne zur Mittagszeit und erfordert laut WHO „besondere Schutzmaßnahmen“. Auch die gesetzliche Höchstbestrahlungsstärke von Solariengeräten (0,3 Watt/m²) entspricht diesem Wert.

Die extravagante Installation wirkte: „Ich finde das Kunstwerk wirklich großartig, ansehen möchte ich es mir trotzdem nicht noch einmal“, befand Susanne Klehn, Botschafterin für Hautkrebsprävention der Deutschen Krebshilfe nach ihrer Besichtigung. Auch viele andere Besucher berichteten von einem „mulmigen Gefühl im Bauch“ nachdem sie den Ausstellungsraum verlassen und ihre Schutzvisiere hochgeklappt hatten. „Das Thema Ausstellung wird dadurch auf den Kopf gestellt“, so beschrieb es die Jury des Art Directors Club (ADC). Auch beim Best of Content Marketing (BCM)-Wettbewerb überzeugte „Spectrum“. Im Kommentar der Jury des renommierten deutschen Werbekommunikationspreises heißt es: „Das ist mutig, bringt Aufmerksamkeit, spielt mit den Ängsten und wurde imposant inszeniert!“

„‚Spectrum‘ ist aufmerksamkeitsstark. Das Erlebnis dieser künstlichen Sonne soll in unbehaglicher Erinnerung bleiben und so zu einem Umdenken im Alltag führen“, resümiert Gerd Nettekoven. „Die Auszeichnungen für unser Kunstwerk spornen uns weiter an, denn bislang ist ein bundesweites Verbot von Solarien noch nicht in Sicht. Derzeit arbeiten wir daran, ‚Spectrum‘ im Rahmen einer Dauerausstellung der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“

Die Idee für das Kunstwerk hatten die Brüder Christoph und Florin Schmidt, die mit ihren Arbeiten als „LOW BROS“ Widersprüche der Moderne aufzeigen. Die Koordination der Ausstellung erfolgte durch die Werbeagentur Heimat. „Spectrum. The most dangerous artwork“ konnte am 22. und 23. Januar in den Berliner Reinbeckhallen besichtigt werden.

Fotos und Filme zur Ausstellung sowie weiterführende Informationen zur Hautkrebsgefahr durch Solarien sind im Internet abrufbar unter www.krebshilfe.de/uv-schutz und www.unserehaut.de.

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Bonn, 19. August 2020

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