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Das Töten geht weiter - Versöhnungsprojekte machen Hoffnung

17.06.202015:41 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Das Töten geht weiter - Versöhnungsprojekte machen Hoffnung
Vereinbarung zum geplanten Kauf einer Farm zur Wiedereingliederung von FARC-Guerillas
Vereinbarung zum geplanten Kauf einer Farm zur Wiedereingliederung von FARC-Guerillas

(openPR) Leonberg/Medellin

Wie dringend notwendig Projekte zur Versöhnung der Menschen in den einstigen Gebieten des bewaffneten Konfliktes in Kolumbien sind, zeigt ein erschütterndes Ereignis. Am Wochenende sind in Santa Lucia/Ituango zwei Minderjährige und ein Busfahrer ermordet worden. Bei den getöteten 15- und 17-jährigen Jugendlichen handelte es sich um Kinder von ehemaligen Guerilla-Mitgliedern, die den Friedensvertrag unterzeichnet haben und in der Wiedereingliederungszone in Santa Lucia leben.


Sieben Tage vorher wurde eine Drohung veröffentlicht, dass die Familien das Gebiet innerhalb einer Woche verlassen müssen, ansonsten würden die ehemaligen FARC-Mitglieder und die umliegenden Farmer gewalttätig vertrieben. Die Familien hatten jedoch keinen anderen Ort, an dem sie sicher gewesen wären.
In der Vergangenheit ist es immer wieder zu solchen gewalttätigen Übergriffen auf ehemalige Guerilleros und deren Angehörige gekommen. Seit Unterzeichnung des Friedensvertrages wurden 200 ehemalige Mitglieder der FARC umgebracht, allein in Ituango waren es elf. Dabei sind die Familienmitglieder noch gar nicht mitgezählt. Insgesamt wurden auch mehr als 600 Mitglieder von sozialen Bewegungen und Friedensaktivisten von paramilitärischen Gruppen umgebracht.
Mit Unterzeichnung des Friedensvertrages hat die Regierung den FARC Mitglieder Sicherheit versprochen und Land das sie besiedeln und bewirtschaften können. Beides hat die Regierung nicht eingehalten. In vielen Gebieten hat die Regierung nicht genügend Präsenz, um für die Sicherheit zu sorgen.
Die FARC Mitglieder, die in der Wiedereingliederungszone in Ituango wohnen sind schon seit Monaten im Gespräch mit der Regierung, um in eine sichere Gegend umsiedeln können. Bisher ist hier nichts passiert.
Die Hoffnungsträger Stiftung ist im Gespräch mit Félix Muñoz, einer der Anführer der nationalen FARC und Jhon Taborda, einem Vertreter der lokalen FARC. Es ist beabsichtigt, dass die Hoffnungsträger Stiftung eine Farm in einem sichereren Gebiet kauft, um es dann den FARC Mitgliedern zu verpachten. So sollen weitere Morde verhindert werden. Gleichzeitig bekommen die FARC Mitglieder, die eine Genossenschaft gegründet haben, so dann die Möglichkeit, sich selbst zu versorgen.
Frank Heinrich, Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte im Bundestag dazu: „Ich unterstütze die Bestrebungen der Hoffnungsträger Stiftung, die Land kaufen möchte, um es an ehemalige FARC Rebellen zu verpachten. Dadurch soll für die ehemaligen Rebellen ein Leben in Sicherheit, wirtschaftlicher Selbständigkeit und die Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglicht werden.
Gleichzeitig rufe ich die kolumbianische Regierung dazu auf, landesweit für mehr Sicherheit zu sorgen. Das würde Leiter von sozialen und indigenen Bewegungen schützen. Gleichzeitig könnten so ehemalige FARC Mitglieder und ihre Familien gefahrloser auf dem versprochenen Land leben und so der Friedensprozess entscheidend vorankommen“.
Die Hoffnungsträger Stiftung aus Leonberg setzt sich zusammen mit ihrer Partnerorganisation Prison Fellowship Kolumbien seit Jahren für Frieden und Versöhnung ein. Dazu zählen Resozialisierungsinitiativen in Gefängnissen und die „Dörfer der Versöhnung“, in denen ehemalige FARC-Kämpfer und Opfer des Konflikts zunächst am Programm „Opfer und Täter im Gespräch“ teilnehmen und anschließend gemeinsam zerstörte Infrastruktur in ihren Dörfern wieder aufbauen. „Wenn Opfer und Täter sich zu diesen Gesprächen begegnen und für eine bessere Zukunft in ihren Dörfern arbeiten, kann Versöhnung erlebt und gelebt werden“, sagt Tobias Merckle, Gründer der Hoffnungsträger Stiftung. Das Projekt konnte schon an sieben Standorten erfolgreich durchgeführt werden. Dieses Jahr sollten drei solcher Projekte umgesetzt werden, durch die Corona-Situation ist dies derzeit jedoch nicht möglich.
Corona ist auch besonders in den überfüllten Gefängnissen ein großes Problem. In elf Gefängnissen ist der Virus schon ausgebrochen, 1.400 Gefangene sind infiziert, 4 sind gestorben. Um eine weitere Verbreitung zu verhindern verteilt Prison Fellowship Kolumbien Hygieneartikel und Schutzkleidung für Beamte und Gefangene, unterstützt die Familien von Gefangenen mit Lebensmittel und stellt Material zur Verfügung, dass die Gefangenen selbst die Bildungsprogramme durchführen können, bis wieder externe Mitarbeiter ins Gefängnis können. Für diese Maßnahmen hat die Ärztehilfsorganisation humedica aus Kaufbeuren 25.000 Euro an Soforthilfe zur Verfügung gestellt.

www.hoffnungstraeger.de
https://seehaus-ev.de/unterstuetzen/auslandsprojekte/kolumbien/

Fotos:
https://www.flickr.com/photos/seehausev/49232973306/in/album-72157712243897608/ Jhon Taborda (Leiter der lokalen FARC-Genossenschaft), Lacides Hernandez (Präsident Prison Fellowship Kolumbien), Félix Muñoz (Anführer der nationalen FARC) und Tobias Merckle (Hoffnungsträger Stiftung)
https://www.flickr.com/photos/seehausev/albums/72157712243897608/with/49232973306/
https://www.flickr.com/photos/seehausev/sets/72157672014586141/

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