(openPR) SASBACH/BADEN-BADEN - Vor einer "Innovationsstarre" nach der Coronakrise hat der Zukunfts-Experte und Wirtschafts-Vordenker Dr. Klaus-Ulrich Moeller gewarnt. In einem jetzt veröffentlichten Fachartikel sieht der anerkannte Experte die große Gefahr, dass die Krise keineswegs zur Beschleunigung von Innovation und Digitalisierung, sondern eher zu einer Lähmung beiträgt, die den Standort Deutschland weiter zurückwirft. "Für große Investitionen in Digitalprojekte
fehlt Unternehmen derzeit das Geld, viele sind mental ermüdet und schon mit der Rückkehr zur früheren Normalität zufrieden", sagt Moeller. Auch die so oft beschworene digitale Revolution in Schulen und Bildungswesen sieht er kritisch: "Das extreme Engagement einzelner Schulen und Lehrer in der Krise darf nicht verdecken, dass die gesamte DNA unseres Bildungswesens innovationsfeindlich ist. Dass tausende von Lehrern nicht die digitalen Möglichkeiten nutzen, sondern ihre Schüler alleine im HomeSchooling belassen und nicht einmal dort begleiten, ist
nicht nur ein Skandal, sondern Zeichen einer völlig übersättigten Pädagogenschaft". Das, so sagt er, mache wenig Hoffnung für die Zukunft.
Moeller, der sich als Vortragsredner, Autor und Kommunikationschef großer Konzerne (Lufthansa, TUI, PricewaterhouseCoopers) einen Namen gemacht hat, fordert in dem Artikel eine grundsätzlich neue Form der Innovationskultur in Gesellschaft und Unternehmen. Diese habe innerhalb der bestehenden Kulturen und Strukturen keine Chance. Deshalb müsse parallel eine Innovations- Gesellschaft aufgebaut werden, die aus vielen dezentralen Einheiten, startups, grassroute-Bewegungen und mutigen Kapitalgebern bestehe, die die alte starre Organisationskultur in Deutschland ablöse, die zu grundsätzlicher Innovation und Erneuerung nicht mehr in der Lage sei.
"Die Gefahr, dass wir in unser altes Sicherheitsdenken zurückflüchten, ist gerade nach der Krise außerordentlich hoch", warnt der Zukunfts-Experte. "Sicherheit, Verlässlichkeit und Stabilität gewinnen als Werte - aber sie führen uns nicht in die Zukunft". Dass ein Wahlslogan der CDU aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts ("Keine Experimente") plötzlich wieder Mehrheiten
gewinnen würde, sollte uns nicht beruhigen, sondern nachdenklich machen, sagt Moeller. Er fordert mehr Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die sich für eine "verantwortliche innovative Zukunfts-Kultur" einsetzen. Denn nur das sichere uns unsereWettbewerbsfähigkeit im Weltmarkt.












