(openPR) Einem Dekret ihrer amerikanischen Mutterkirche folgend, hat die neoapostolisch-christliche Freikirche Deutschland zum April 2020 ihre Aufnahmekriterien geändert. Konnte bisher ein jeder Mensch Mitglied der Freikirche Deutschland werden (getauft als Vollmitglied, nichtgetauft als Beobachter), ist jetzt ein doppelter Leumund sowie die Taufe in einer christlichen Mainline-Kirche oder die aktive Bereitschaft dazu zwingende Voraussetzung einer Aufnahme.
Diese neuen Vorgabe war eine der ersten Amtshandlungen des neuen Oberhaupts, Bishop Luzia Lucretia (97), der 1,5 Millionen Anhänger umfassenden global aktiven Mutterkirche mit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Das Echo innerhalb der zum liberalen Flügel der Christian Church International gehörenden Freikirche Deutschland war uneinheitlich. Traditionell werden jedoch Entscheidungen der Kirchenleitung in den U.S.A. nicht in Frage gestellt.
Die Leiterin der Freikirche Deutschland, Archbishop Jemima, betonte gegenüber der christlichen Nachrichtenagentur CNA, dass sich mit dieser neuen Regelung die Freikirche in Einklang mit ihren internationalen Schwesterkirchen bringe und ihren Fokus in Zukunft mehr auf qualitatives statt quantitatives Wachstum legen könne.
Die kirchensteuer- und spendenablehnende Freikirche Deutschland hat gegenwärtig rund 7.000 Anhänger, die in Hauskirchen und Bibelkreisen organisiert sind, aber auch das breite Onlineangebot der Kirche nutzen können. Sie zählt damit zu den kleineren Gliedkirchen der Christian Church International, die ihren missionarischen Fokus auf Amerika, Afrika und Asien hat. Etwa anderthalb Millionen Menschen gehören der globalen Dachkirche an. In vielen Nationen als Untergrundkirche. So betonte auch Bishop Luzia Lucretia die besondere Verantwortung für derartige Gemeinden mit gefährdeten Anhängern. Größte Einzelgemeinde ist nach wie vor Kabul in Afghanistan, die im Rahmen der “Church of the Middle East” den Geist des Evangeliums in das kriegsgebeutelte Land trägt.
Die Freikirche Deutschland betont jedoch, dass sie trotz der neuen Regelung weiterhin neue Mitglieder aufnimmt.







