(openPR) Wir leben in fordernden Zeiten. Die Nachrichten überschlagen sich mit negativen Schlagzeilen, die Stimmung der Menschen wird langsam schlechter. Lagerkoller kündigt sich an, die Frauenhäuser warnen vor innerhäuslichen Konflikten und daraus resultierender Gewalt.
Ebenso kann Mediation dabei helfen, bereits begonnene Trennungen auch in der Zeit der gemeinsamen Quarantäne für die betroffenen Partner noch erträglich zu machen.
Nachdem hinsichtlich der Praxis des Kontaktrechts Unsicherheit besteht, bzw die von den Gerichten vorgeschlagene Variante nicht immer zu befriedigenden Ergebnissen führt, kann Mediation auch dazu beitragen, einen Weg für die Bedürfnisse aller Betroffenen zu vereinbaren.
Mediation kann hier einen entscheidenden Beitrag helfen, die Situation zu deeskalieren. Geschulte Mediatoren können helfen, Konflikte zwischen Nachbarn, oder auch innerhalb einer Wohnung zu entschärfen, indem sie eine gewisse Ventilfunktion einnehmen. Wenngleich keine herkömmlichen Mediationen stattfinden können, nachdem diese die persönliche Gegenwart der Medianden erfordern würden, so ermöglicht doch die Erfahrung des Mediators bzw. der Mediatorin eine Stimmung des Verständnisses und der Akzeptanz, wenn diese im Familienkreis nicht mehr möglich scheint.
In dieser besonderen Zeit wird Mediation oder werden mediative Gespräche auch über diverse Onlinedienste angeboten. So können Messenger wie Skype, Signal, Wire oder andere dabei helfen, auch durch Videotelefonie die Präsenz der handelnden Personen zu ersetzen.
Online-Mediation kann nicht auf sämtliche Tools der Mediation zurückgreifen, schließlich fehlt der unmittelbare körpersprachliche Eindruck der Medianden, doch kann die Erfahrung der Mediatoren deeskalieren. Daher ist Mediation gerade in Zeiten der Unsicherheit und der Krise wichtiger denn je.
Mag. Ulrich Wanderer, Mediator, Jurist








