(openPR) Im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport entwickelte das Informatikzentrum Niedersachsen (izn) mit Unterstützung der Infora GmbH im Projekt „ComParo“ den elektronischen Beschaffungsprozess zwischen Öffentlichen Auftraggebern und der Wirtschaft. Die Ergebnisse sind erfolgreich in den Wirkbetrieb des izn überführt worden.
(Köln, 14.11.2006) Zukünftig wird die gesamte IT-Beschaffung der niedersächsischen Landesbehörden mit wenigen Mausklicks erfolgen. Dafür haben das izn und die Unternehmensberatung INFORA mit „ComParo“ eine in Deutschland bisher einzigartige Lösung entwickelt. Sie ermöglicht automatisierte und rechtssichere Prozesse für die Bestellung, Lieferung und Rechnungsstellung zwischen öffentlichen Auftraggebern und Wirtschaftsunternehmen. Nach erfolgreicher Realisierung mit dem Pilotbetrieb der Lösung wurde nun das Folgeprojekt „ComParo+“ ins Leben gerufen. Ziel von „ComParo+“ ist es, auch den bis zum Zuschlag erforderlichen Vergabeprozess ganzheitlich zu beleuchten, so dass dann die beschaffungsrelevanten Vorgänge umfassend und vollständig elektronisch abgebildet werden können.
Das 2003 auf Initiative der Niedersächsischen Landesregierung gegründete Signaturbündnis ist eine Kooperation von öffentlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen. Es befasst sich mit dem Einsatz unterschiedlicher Signaturen und Authentifizierungsverfahren, die einen vielseitigen Nutzen sowohl auf Seiten der Öffentlichen Verwaltung als auch auf Seiten der Wirtschaft erwarten lassen. Dafür sollen Lösungen für eine interoperable, medienbruchfreie und rechtssichere Kommunikation und Transaktion zwischen der öffentlichen Verwaltung und der Wirtschaft entwickelt werden. Der beabsichtigte Nutzen liegt wie im Falle von „ComParo“ vor allem in einheitlichen Schnittstellen zur Realisierung automatisierter und signaturgestützter Prozesse.
In der ersten Phase dieses Projekts führte das Informatikzentrum Niedersachen (izn), das die IT-Beschaffung der Landesbehörden zentral abwickelt, eine Ist-Analyse durch. Anschließend wurde mit Unterstützung der Infora GmbH eine Sollkonzeption als Umsetzungsgrundlage erarbeitet. Hierauf aufbauend wurde in der zweiten Phase die prototypische Implementierung als Funktionsnachweis für eine prozessoptimierte, interoperable, medienbruchfreie und rechtssichere Lösung beim izn gestartet.
Die erforderliche Interoperabilität von unterschiedlichen Signaturen und Business-Formaten wird einerseits durch den Einsatz von „Governikus 2.x“ als Basistechnologie erreicht. Andererseits beruht „ComParo“ auf einer von Infora entwickelten Konvertierungskomponente, die es ermöglicht, unterschiedliche Formate in der Datenkommunikation zu verarbeiten und die sich flexibel an neue Anforderungen anpassen lässt. „Die Herausforderung bestand darin, eine medienbruchfreie Kommunikation investitionsschützend zu erreichen und die in der Wirtschaft häufig verwendeten modernen Formate wie XML mit anderen Formaten der öffentlichen Verwaltung in Einklang zu bringen“, erläutert Juliane Weber, Projektleiterin auf Seiten der Infora. Gleichzeitig betont sie, dass „die definierten Sollprozesse generisch abgebildet wurden, damit sie auch von anderen Beschaffungsstellen genutzt werden können.“
Nach Auffassung von Dr. Norbert Kania, verantwortlicher Multimedia-Koordinator des Landes Niedersachsen im Ministerium für Inneres und Sport, wird mit dieser Lösung die behördliche IT-Beschaffung auf ein sehr modernes und für alle Beteiligten effizientes Niveau gehoben und die Standardisierung des Prozesses vorangetrieben. „Damit wird das Land nunmehr in die Lage versetzt, in der Fortführung einen vollständigen Vergabe- und Beschaffungsprozess zu modellieren und die technisch-organisatorischen und rechtlichen Grundlagen für die zukünftige zentrale Beschaffungsstelle des Landes Niedersachsen zu legen."
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