(openPR) Die Halte- oder Retentionsphase ist nach einer aktiven kieferorthopädischen Behandlung notwendig, da die Zähne und Kiefer nach der Korrektur der Fehlstellung die Neigung haben, in die alte Position zurückzukehren (Rückfall/Rezidiv).
Es gibt zum einen herausnehmbare Haltegeräte wie die durchsichtigen Retentionsschienen und zum anderen die Retentionsplatten. Letztere sind stabiler und können länger getragen werden. Die herausnehmbaren Haltegeräte werden meist zwei Jahre lang nachts getragen. Danach sollten sie langsam und schrittweise weniger getragen werden. (Abgewöhnung/Ausschleichphase)
Die Reinigung der Schienen erfolgt außerhalb des Mundes mit einer Zahnbürste und lauwarmem Wasser. (bei heißem Wasser können sich die Schienen verziehen)
Die Reinigung der Platten erfolgt außerhalb des Mundes mit Zahnbürste und Zahnpaste. Dabei besonders auf der Unterseite und an den Drähten gut reinigen, da sich hier schnell Kalkablagerungen absetzen, die nicht mit der Bürste entfernt werden können.
Der festsitzende Retainer ist ein Draht, der von innen an den vorderen Zähnen befestigt wird. Dieser Draht hält die Stellung der Frontzähne und manchmal auch die der Eckzähne. Der feste Retainer sollte auch mindestens zwei Jahre im Mund verbleiben. Die meisten Patienten gewöhnen sich relativ schnell daran und lassen ihn sechs bis acht Jahre im Mund. Die häusliche Zahnpflege und die professionelle Zahnreinigung können normal erfolgen. Jährliche Kontrollen beim Hauszahnarzt sind weiterhin notwendig. Die Benutzung der Zahnseide im Frontzahnbereich ist zum Teil möglich.
Die Halte- bzw. die Retentionsphase soll das erreichte funktionelle und ästhetische Ergebnis der kieferorthopädischen Therapie aufrechterhalten und stabilisieren, damit es nicht zum Rückfall bzw. Rezidiv kommt.











