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Ungerechte Behandlung Taiwans während der Coronavirus-Epidemie

07.02.202009:26 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Frankfurt am Main, 06.02.2020 Im Zuge der derzeitigen Coronavirus-Epidemie zeigt sich erneut deutlich, wie ungerecht Taiwan von der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) behandelt wird und dass Taiwans Ausschluss von der WHO zu einer gefährlichen Lücke im weltweiten Gesundheitsnetz führt, was nicht im Interesse der internationalen Staatengemeinschaft ist.



Angesichts des sich weltweit immer mehr ausbreitenden Coronavirus 2019-nCoV hat die WHO am 30. Januar 2020 den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. In ihrem Bericht dazu zählte die Organisation das demokratische Taiwan aufgrund des Drucks aus Peking fälschlicherweise als Teil von China und damit auch als „Hoch-Risiko-Land“, obwohl Taiwan vergleichsweise wenige mit der neuartigen Lungenkrankheit infizierte Personen aufweist (derzeit 13). Dies führte für Taiwan zu ernsten Problemen. Am 31. Januar entzog Italien Flugzeugen aus Taiwan die Landeerlaubnis. Am Tag darauf hatte auch Vietnam aus Taiwan kommenden Flugzeugen die Landung verboten. Dieser Beschluss konnte jedoch durch diplomatische Verhandlungen des taiwanischen Außenministeriums wieder rückgängig gemacht werden.

Taiwans Außenminister Jaushieh Joseph Wu kritisierte am 02. Februar die Fehlinformation der WHO, die zu einer falschen Entscheidung der italienischen Regierung geführt habe. Zudem appellierte er an die WHO, die Gesundheitsrechte der 23 Millionen Taiwanerinnen und Taiwaner nicht weiter zu verletzen sowie die Realität anzuerkennen, dass Taiwan Taiwan sei.

Wu erklärte: „Taiwan steht nicht unter der Rechtsprechung Chinas, die Gesundheitsangelegenheiten von Taiwan und China werden von separaten und unabhängigen Gesundheitsbehörden verwaltet, und die Fluginformationsgebiete von Taiwan und China werden von separaten und unabhängigen Zivilluftfahrtbehörden verwaltet.“

Beim Coronavirus handelt es sich um eine globale Herausforderung, die nur gemeinsam von der internationalen Gemeinschaft bekämpft werden kann. Doch nach wie vor ist das in der Nähe von China gelegene Taiwan von Fach- und Sondersitzungen der WHO zum Coronavirus ausgeschlossen und erhält Informationen zur neuartigen Krankheit nicht aus erster Hand. Vor derlei politischen Restriktionen macht ein Virus keinen Halt.

Präsidentin Tsai Ing-Wen nahm am 30. Januar klar Stellung zur ungerechten Behandlung Taiwans während der Coronavirus-Epidemie: „Taiwans Abwesenheit in der WHO führt zu einer gefährlichen Lücke im weltweiten Gesundheitsnetz. Beim Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus steht Taiwan an vorderster Front. Die WHO sollte Taiwan nicht aus politischen Gründen ausschließen. Taiwan sollte an der WHO teilnehmen und sein Fachwissen mit allen teilen können.“

Dies sehen auch viele andere Länder so: Im Zuge der Coronavirus-Epidemie haben die diplomatischen Verbündeten Taiwans (Belize, Guatemala, Haiti, Paraguay, St. Kitts & Nevis und St. Lucia) sowie gleichgesinnte Partner wie Japan, Kanada, die USA und die Europäische Union (EU) die Bedeutung von Taiwans Beiträgen für das globale Netzwerk zur Krankheitsbekämpfung betont und dringend Taiwans Beteiligung an den Fach- und Sondersitzungen der WHO zum Coronavirus gefordert. Dafür möchten wir uns von ganzem Herzen bedanken.

Virginie Battu-Henriksson, die Sprecherin des Europäischen Auswärtigen Dienstes (European External Action Service, EEAS), erklärte im Namen der EU, man werde weiter nach Lösungen suchen, um Taiwan immer dort mit einzubeziehen, wo das technische Können und die Kapazitäten des Landes zusätzlichen Wert bieten könnten.

Wir bedauern zutiefst die Fehlentscheidungen sowie die ungerechte Behandlung Taiwans seitens der WHO und fordern die Organisation nachdrücklich auf, den willigen sowie fähigen Partner Taiwan zumindest wieder als Beobachter ihrer Konferenzen und weiteren Aktivitäten aufzunehmen. Aus politischen Gründen dürfen keine Menschenleben gefährdet werden.

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