(openPR) Zunächst war war angedacht worden, dass Egan Bernal auch den Giro d'Italia fahren könnte. Ob der 22 jährige schon zwei große Rundfahrten hintereinander bestreiten kann ist allerdings fraglich. Jetzt wurde die Reißleine gezogen und Egan Bernal gab bekannt, dass er alle seine Anstrengungen auf die Tour de France richten wird. Das ist auch logisch. Denn zum einem ist er der Titelverteidiger und zum anderen ist die Tour de France die einzige Rundfahrt, die weltweit mediales Interesse erwirkt.
Team Ineos hat damit ein Luxusproblem. Drei Kapitäne und nur 5 Matrosen. Da werden irgendwann Entscheidungen getroffen werden müssen, die dem einen oder anderen nicht gefallen werden. Auch Froome und Geraint Thomas haben die Tour gewonnen und werden sicher nicht freiwillig den Edelhelfer spielen. Nachdem andere Team mit Doppelbesetzungen , was die Kapitäne anbelangt, an den Start gehen setzt Ineos noch einen drauf. Man aber auch nicht ganz sicher sein, dass der eine oder andere aus irgendwelchen Gründen die Segel streichen muss.
Eine Besonderheit hat die diesjährige Tour de France. Es gibt nur ein Zeitfahren, nicht mal einen Prolog. Dieses Zeitfahren ist ein Bergzeitfahren nach La Planche des Belles Filles hoch. Da es erst am vorletzten Tag der Tour stattfindet, könnte es die Grand Boucle entscheiden. Vorher treffen sich aber die Bergfahrer. Die diesmal sehr sehr berglastige Tour wird einem gewissen Typ Fahrer Vorteile verschaffen. Zwar hat man die Rundfahrt dieses Jahr offensichtlich so angelegt, dass Romain Bardet und Warren Barguil im Vorteil sind, aber auch bei Ineos und den anderen Teams wird es durch den Wegfall der Zeitfahren schnell eine schnelle Entscheidung geben. Egan Bernal wird sich deshalb gründlich auf die Tour vorbereiten. Er beginnt die Saison mit der Kolumbien Rundfahrt, will seinen Titel bei Paris Nizza verteidigen. Nach einem Trainingsaufenthalt in Kolumbien kommt dann die Tour de Suisse und die Dauphinee.
Der lange Trainingsaufenthalt in Kolumbien dürfte für Gesprächsstoff sorgen. In Kolumbien gibt es seit zwei Jahren kein anerkanntes Dopingprüflabor, nachdem den bestehenden wegen Unregelmäßigkeiten die Lizenz entzogen wurden. Falls doch irgendwelche Doping Proben gezogen werden, werden oft einige Fahrer erwischt, wie z.B. bei der Tour of Colombia 2017. Da erwischte man 8 Fahrer. Die Proben wurden damals von der Anti-Doping Cycling Foundation genommen.
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