(openPR) Drei Wochen nach Unterzeichnung des Gute-KiTa-Vertrages durch Herrn Ministerpräsident Dr. Markus Söder wurde das Bündnis für Kindertagespflege in Bayern gegründet. Die Initiatoren wollen damit erreichen, dass diese besondere Betreuungsform gestärkt und aufgewertet wird.
Bayern erhält aus dem Gute-KiTa-Vertrag rund 861 Millionen Euro bis zum Jahr 2022. Derzeit ist geplant, etwa 40% dieser Mittel in den Ausbau der Betreuungsqualität zu investieren. Eine Stärkung der klassischen Kindertagespflege ist jedoch kaum vorgesehen. Stattdessen sollen Einrichtungen künftig bis zu 2.000 Tagespflegepersonen für die Randzeitenbetreuung einstellen, um so die Erzieherinnen zu entlasten. Den Trägern entstehen damit zusätzliche Personalkosten. Gleichzeitig besteht aber auch die Gefahr, dass tausende Betreuungsplätze in der Kindertagespflege verloren gehen. Das Bündnis verweist auf die Statistik: Bayernweit werden dort etwa 12.800 Kinder betreut.
„In Bayern sind nur 3.400 Kindertagespflegepersonen tätig und bis 2023 fehlen bis zu 30.000 Fachkräfte in der Kinderbetreuung insgesamt. Daher sind erhebliche Anstrengungen nötig, um die vorhandenen hochwertigen Betreuungsplätze zu sichern und die klassische Kindertagespflege auszubauen.“ erläutert Stephan Kapellner, Sprecher des Bündnisses.
Das Bündnis fordert die Sicherung der vorhandenen und die Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen in der Kindertagespflege sowie Investitionen in Qualität und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen.
Im U3-Bereich ist die Kindertagespflege gesetzlich gleichrangig zur Betreuung in einer Einrichtung und erfüllt denselben Bildungsauftrag. Für Kinder bietet sie Kleingruppen sowie familiennahe und individuelle Betreuung.












