(openPR) Oppenheim / Rhein. Der November hat sich bei uns gleich mit einem Paukenschlag eingeführt. Sturmtief Britta hat uns wie erwartet auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und uns die tatsächliche Jahreszeit nur zu deutlich spüren lassen. Nicht nur in den Mittelgebirgen, sondern auch im Flachland der Nordosthälfte gab es den ersten Flockenwirbel dieser Saison. Damit noch nicht genug, fegte Britta mit Orkanböen bis 156 km/h auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog über die Nordseeküste und Norddeutschland hinweg und brachte so manches Schiff in äußerste Bedrängnis. Das berichten die Meteorologen des privaten Wetterdienstes meteoXpress Ltd.
Bis zu 16 Meter türmten sich in der aufgepeitschten Nordsee die Wellen auf. Trotzdem verlief der Tag unter dem Strich noch relativ glimpflich ab und auch die dadurch ausgelöste Sturmflut ließ es nicht zum Schlimmsten kommen. Entwurzelte Bäume bereiteten Autofahrern und Fußgängern Probleme, doch meist kamen sie mit einem blauen Auge davon. In Dresden wurde allerdings ein Mann durch einen umstürzenden Baum schwer verletzt.
Weitaus schlimmer traf es jedoch unsere skandinavischen Nachbarn, wo es auch auf dem Festland Südskandinaviens schwerere Schäden gab. In der aufgewühlten Ostsee sank zudem ein Frachter - ein Besatzungsmitglied wird noch vermisst, ein weiteres erlag mittlerweile seinen Verletzungen.
Unterdessen ist Orkantief Britta nach Nordosten abgezogen, und der Wind flaut stark ab. Der Sturm des Vortages ist nun jedoch der Kälte gewichen. In weiten Teilen unseres Landes ist heute Früh leichter Frost, zumindest aber Bodenfrost eingekehrt und erinnert uns jäh und erschreckend unsanft an die fortgeschrittene Jahreszeit. Das stellte in der vergangenen Nacht und heute Früh allerdings einige Autofahrer unter uns vor erhebliche Probleme. Die ersten Unfälle auf schnee- oder eisglatter Fahrbahn wurden von der Polizei registriert. Tagsüber sind vor allem über den östlichen Mittelgebirgen und im Nordosten in der Nähe der Ostsee noch Schneeschauer zu erwarten. In den Nordwesten ziehen ab den Mittagsstunden Regenschauer von der Nordsee und leiten zum Wochenende Milderung ein.
Vermeidbare Gründe hierfür wiederholen sich - abgesehen von allgemeinen Fehlern wie Unaufmerksamkeit, Ermüdung oder Fehleinschätzungen - jeden Winter aufs Neue:
Zu kurze Abstände zum Vordermann, ein Ignorieren der wetterbedingten Straßenverhältnisse, Selbstüberschätzung, unangepasste Geschwindigkeit und das leichtfertige Auslassen des um diese Jahreszeit obligatorischen Reifenwechsels sowie fehlende Fahrpraxis auf glatten Straßen. Dabei bieten die meisten Automobilclubs ein Sicherheitstraining an.
Für das Wochenende steht schon mildere, aber auch feuchtere Luft von der Nordsee bereit, um vor allem in der Nordwesthälfte die Temperaturen steigen zu lassen und uns das Wochenende zu vermiesen. Trüb und feucht-kühl wird sich das Wochenende somit voraussichtlich in weiten Teilen Deutschlands präsentieren.
Bis zum nächsten Mal,
Udo Baum, Meteorologe bei meteoXpress
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Herr Florian Hirschmann
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