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Vom Fotolabor zur Druckerei

26.08.201912:57 UhrIT, New Media & Software
Bild: Vom Fotolabor zur Druckerei
Birgit Dornbusch von Fujifilm freut sich mit Gebietsleiter Fred Zühlke über die Zuverlässigkeit des Klebebinders BQ-480.
Birgit Dornbusch von Fujifilm freut sich mit Gebietsleiter Fred Zühlke über die Zuverlässigkeit des Klebebinders BQ-480.

(openPR) Fujifilm in Willich setzt auf einzigartiges Know-how und maximale Flexibilität in der Weiterverarbeitung
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Individuell gestaltete Fotobücher in höchster Qualität, leistungsfähige Software zur Bildoptimierung und immer auf der Suche nach Verbesserungen: Fujifilm Imaging Products & Solutions erlebte einen ungewöhnlichen Wandel vom Fotolabor zur Druckerei. Der Erfolg basiert nicht zuletzt auf einer umfassend automatisierten Weiterverarbeitung mit Systemen von Horizon.



Meist waren es klassische Akzidenzdruckereien, die sich mit fortschreitender Digitalisierung neu erfinden mussten, aber trotzdem Druckereien geblieben sind - wenn auch mit einer vollkommen veränderten technischen Ausstattung. Bei Fujifilm war das anders. Um langfristig bestehen zu können, musste sich das einstige Fotogroßlabor nach und nach erst in eine Druckerei verwandeln.

Der digitale Wandel war dabei Fluch und Segen zugleich: Einerseits verdrängte die neue Kameratechnik in Windeseile das klassische "Foto vom Negativ" und machte damit das Kerngeschäft am Fujifilm-Standort Willich obsolet. Andererseits zählt der japanische Fuji-Konzern zu den Pionieren fotografischer Technik überhaupt und transferierte das gesammelte Know-how erfolgreich von der analogen in die digitale Welt. Statt Filmmaterial bildeten fortan Daten die Basis der ausgedruckten Bilder. Parallel dazu etablierte sich das Unternehmen als einer der weltweit führenden Anbieter von Fototerminals für den Sofortdruck in Selbstbedienung.

Kaum ein Jahrzehnt später folgte 2009 der nächste Kurswechsel. Mit der rasanten Verbreitung von Smartphones sank zugleich das Interesse am klassischen Fotoabzug - was sich wiederum unmittelbar auf die Auslastung des Maschinenparks am Fujifilm-Standort Willich auswirkte. Dieses Mal erforderte die Anpassung an veränderte Marktbedingungen faktisch den Wechsel in eine andere Branche: Wo früher Filme entwickelt und millionenfach Urlaubsfotos vergrößert wurden, produziert eine komplett neu geschaffene Digitaldruckerei seitdem hochwertige Fotobücher, für den B2B-Markt wie auch für Endkunden.

Schneller Aufstieg im Fotobuch-Markt
Als Fujifilm den Einstieg in die Druckbranche realisierte, lieferte Horizon die Grundausstattung für die Weiterverarbeitung: Einen 4-Zangen-Klebebinder BQ-470PUR, drei Hardcover-Bindesysteme HCB-2 und zwei Dreiseitenschneider HT-30. Kriterien wie leichte Bedienbarkeit, eine wirtschaftliche Produktion ab Auflage 1 sowie maximale Flexibilität und Schnelligkeit bei der Einrichtung neuer Druckaufträge spielten bei der Entscheidungsfindung eine wichtige Rolle. Mindestens ebenso wichtig war aber das Vertrauen in den Anbieter: "Mit Fotos kannten wir uns alle bestens aus, aber von Buchdruck hatten wir damals keine Ahnung", erinnert sich Uwe Raderschadt, Manager Customer Support / Terminal Logistic, der die Umstellung miterlebte und heute bei Fujifilm Imaging Products & Solutions den Kundendienst für Fototerminals leitet. Gleichwohl erfreuten sich Fujifilm-Fotobücher aufgrund der hohen Bildqualität sehr schnell großer Beliebtheit.

Der Erfolg spiegelt sich auch im stetigen Ausbau des Maschinenparks wider. Nach und nach wurden die Kapazitäten der Weiterverarbeitung mit der Installation eines zweiten Horizon Klebebinders BQ-470PUR sowie dem Einsatz eines Dreimesser-Vollautomaten Horizon HT-1000V deutlich erweitert. Und als Horizon mit dem BQ-480 vor gut zwei Jahren den schnellsten am Markt verfügbaren 4-Zangen-Klebebinder präsentierte, wechselte Fujifilm die beiden vorhandenen BQ470-PUR kurzerhand gegen zwei der Nachfolgemodelle aus.

Automatisierte Systeme reduzieren Produktionskosten
Die Entscheidung zum kurzfristigen Umstieg auf Systeme vom Typ BQ-480 kam nicht von ungefähr. Einerseits konnte Fujifilm aus dem Stand heraus den Output an Fotobüchern innerhalb weniger Jahre vervielfachen. Auf der anderen Seite hat sich der Markt für Fotobücher in jüngster Zeit deutlich verändert und steckt momentan in einer Phase der Stagnation. Damit nicht genug, machen die Schnäppchenpreise unzähliger kleiner Online-Druckereien den Premium-Anbietern das Leben schwer. Fujifilm setzt dem ein schwer zu überbietendes Know-how der Fotografie entgegen: Eine bis ins letzte Detail ausgetüftelte und weltweit einzigartige Software zur Bildverbesserung, die aus tausenden von Bilddateien die qualitativ besten Aufnahmen herausfiltert und nicht nur Urlaubsfotografen damit viel Zeit erspart.

Gleichwohl gilt: "Bei der Preisgestaltung haben wir keinen großen Spielraum", sagt Birgit Dornbusch, Betriebsleiterin von Fujifilm Imaging Products & Solutions in Willich. "Auf Dauer können wir uns nur am Markt behaupten, wenn wir die Produktionskosten bei gleichbleibend hoher Qualität möglichst niedrig halten", stellt Dornbusch fest, "und mit den umfassend automatisierten Systemen von Horizon fühlen wir uns da gut bedient."

Sichtbarer Barcode unerwünscht
Ihre Anforderungen sieht Birgit Dornbusch vor allem in der Kombination aus BQ-480 und HT-1000V voll und ganz erfüllt, zumal die Maschinen problemlos den besonderen Wünschen des Kunden angepasst werden konnten. Konkret geht es dabei um die eindeutige Zuordnung eines jeden Fotobuches zum jeweiligen Auftraggeber, was üblicherweise über einen aufgedruckten Barcode sichergestellt wird. Die Kunden empfinden einen sichtbaren Barcode jedoch als störend - und so mussten sich Birgit Dornbusch und ihr Team eine Alternative einfallen lassen. Die Lösung: Die korrekte Zuordnung von Buchblock und Umschlag erfolgt nach wie vor via Barcode, der aber nur auf das Vorsatzpapier gedruckt wird und nach dem Verkleben mit dem Cover nicht mehr sichtbar ist. Nachdem Buchblock und Umschlag im BQ-480 per Barcode richtig zugeordnet und zusammengefügt wurden, werden die Produktinformationen automatisch an einen Etikettierer gesendet, der am Beginn der Kühlstrecke zum HT-1000V verbaut ist. Der Etikettierer wiederum überträgt die Daten an einen selbstklebenden RFID-Chip, der sodann auf der Rückseite des hinteren Vorsatzpapiers angebracht wird. Das fertige Buch kann von nun an bis zur Ankunft beim Empfänger lückenlos nachverfolgt werden, ohne dass die Informationsquelle von außen sichtbar ist.

Pluspunkt leichte Bedienbarkeit
Auf den Horizon Systemen verarbeitet Fujifilm Fotobücher in unterschiedlichen Formaten von A6 bis A4, als Hoch- oder Querformat sowie in quadratischer Form bis maximal 30 x 30 cm. In der Masse geht es um Auflagen zwischen 1 und 5 Exemplaren mit Umfängen zwischen 24 und 120 Seiten, die Bestellungen laufen B2C über den eigenen Webshop oder B2B über Partner aus dem filialisierten Einzelhandel ein. Von der Bestellung bis zur Lieferung dauert es meist zwei bis drei Tage, den größten Ansturm müssen die insgesamt rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fotobuchproduktion in Willich stets kurz vor Weihnachten bewältigen. Saisonale Schwankungen bringen es auch mit sich, dass es Betriebsleiterin Birgit Dornbusch häufig mit angelernten Kräften zu tun hat. Sie selbst ist Dipl.-Ing. Technologie für Kunststofftechnik, absolvierte später noch ein Studium der Betriebswirtschaft und landete als Seiteneinsteigerin bei Fujifilm. Die leichte Bedienbarkeit der Horizon Systeme habe für alle Beteiligten ein wichtiges Entscheidungskriterium dargestellt, stellt Birgit Dornbusch fest, "und als Neuling in der Druckbranche kommt uns das sehr entgegen."




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Frau Michaela Schöber
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