(openPR) Liebe Medienvertreterinnen und -vertreter,
wir freuen uns sehr, Ihnen den neuen Gedichtband des vielfach ausgezeichneten Wortakkrobaten, Kabarettisten und Poetry Slammers (Deutschsprachiger Meister 2009 & 2016) Philipp Scharrenberg vorstellen zu können: Das lyrische Lesebuch »Kann denn Liebe Syntax sein?« enthält ausgewählte Poesie aus dreizehn Jahren dichterischen Schaffens und zeigt die künstlerische Vielfalt Scharrenbergs als humoristischer Lyriker: Überraschende Inszenierungen des Alltäglichen als Bühne kleiner und großer Dramen, scharfsinnige Kritik an der Leistungs- und Konsumgesellschaft, gereimte Aphorismen mit Sinn fürs Groteske und immer wieder reflexive Poesie über Dichtung, Inspiration und Ausdrucksmöglichkeiten und -grenzen der Sprache - Scharrenbergs Dichtkunst lebt von überbordernder Freude am Sprachspiel und Mut zu gedanklichem Überschwang.
Auf die Gestaltung des sechsten Band unserer Reihe junger Lyrik wurde besonders Wert gelegt: Die Klappenbroschur wurde durch Cora Otté liebevoll illustriert und erscheint mit zahlreichen Audio-Links angereichert, die die Oralität von Scharrenbergs Dichtkunst erlebbar machen lassen. Besonderes Highlight: das interaktive Gedicht »Mork der Ork«, das erst durch die Entscheidungen der Leser*innen "geschrieben" wird. Ein - auch akustisch erfahrbares - Spiel mit Bedeutungen und Interpretationen, das zudem ein künstlerisches Plädoyer fürs Selberdenken ist.
Philipp Scharrenberg ist mit seinem aktuellen Programm »Germanistik ist heilbar« im gesamten deutschsprachigen Raum auf Tour zu erleben, Termine siehe www.philippscharrenberg.com/tour/
Philipp Scharrenberg
Kann denn Liebe Syntax sein? Korrekte Poesie
Klappenbroschur, 136 S.
ISBN: 978-3-947106-32-5, 13€
Erscheint am 23.9.2019 (Auslieferung ab KW37)
Produkttext: »Liebe auf den ersten Reim. Philipp Scharrenberg liebt die Sprache, selbst wenn sie an Rechtschreibung leidet. Und er hat eine Form gefunden, dies zu zeigen: Reimen! Der neue Band des Sprachakrobaten umfasst Gedichte aus zehn Jahren Poetry Slam und drei preisgekrönten literarischen Kabarettprogrammen.
Die Welt ist, wie sie ist, doch in Versform sieht sie gleich viel schöner aus. Getreu dem Motto »Ich scheiße nicht klug, ich defäkiere mit Anspruch« reimt und räumt Philipp Scharrenberg mit den Traumata seines Daseins als nerdiger Germanist auf. Dabei gerät ihm so manches hochtrabende Bildungsgut vor die verbale Flinte, das er in genüsslichen Wortspielen vom Sockel holt.
Scharrenberg sucht das Große im Kleinen und findet meist das Kleine im Großen: Verben, die im falschen Textkörper geboren wurden, kochende Philosophen, heimatlose Orks und modehungrige Maden. Liebesbriefe werden Korrektur gelesen, während die Oberhäupter der Weltreligionen zum Clantreffen rufen und die Herkunft des Einhornglitzers gelüftet wird. Wenn es hier einen roten Faden gibt, ist das die Liebe zur Sprache und zum Spiel mit ihr.«
Über den Autor:
Philipp Scharrenberg bewegt sich irgendwo zwischen Kabarett, Slam Poetry und Wortsport. Ein bisschen Philosoph, ein bisschen Querdenker, ein bisschen Klugscheißer.
Mit seinen sprachverspielten Gedichten macht er seit vielen Jahren die Bühnen unsicher. 2009 und 2016 wurde er deutschsprachiger Poetry-Slam-Champion. Für seine literarischen Kabarettprogramme wurde er vielfach ausgezeichnet (u. a. deutscher Kabarettmeister, Thüringer Kleinkunstpreis, Kleinkunstpreis Baden-Württemberg). Selbst als Moderator des Kleinkunstpreises »St. Ingberter Pfanne« kündigt er seine Künstlerkollegen in Reimform an, zu sehen regelmäßig in der Sendung »kabarett.com« im SR/SWR-Fernsehen.
Er ist Mitglied der Münchner Leseshow »Die Rationalversammlung« und tourt zurzeit mit seinem dritten Soloprogramm »Germanistik ist heilbar«. 2012 erschien sein erstes Buch »Der Klügere gibt Nachhilfe« (Fischer).
Wenn er nicht gerade im Zug sitzt, lebt der Autor in Bonn.
www.philippscharri.com
Stimmen
»Scharris Reime sind Champagner für die Ohren.«
(Bodo Wartke)
»Schier unerschöpflicher Sprachschatz, fantastische Assoziationslust und kreative Wortakrobatik.«
(Die Rheinpfalz)
»Pointenpower für Schnelldenker!«
(Neue Westfälische)
Leseprobe
Die Ballade von der Made
(Fortsetzung des Klassikers von Heinz Erhardt)
Auf eines Baumstumpfs mürbem Holz
Beim Müllplatz saß voll Bürgerstolz
Das letzte Madenexemplar,
Die lebte dort Im Speck 2a.
Ihr Leben war kein Pappelstiel,
Seitdem ihr Mann vom Appel fiel
Und ihrem Kind ein Buntspecht – hamm! –
Aufs Dasein jedes Grundrecht na(h)m.
Auch hinterließ des Waldes Kahlschlach
Vieles Kriechgetier sozialschwach:
Die, die nicht in Hainen steckten,
War’n in Banden und in Sekten …
Sie jedoch, die Bourgeoise,
Sah sich als Kulturoase
Dieses PreKäfariats:
»Zum Glück leb ich ja nicht von Harz!«
Nein, ohne ein Konsumbewusstsein
Fraß sie sich von Po bis Brustbein
Frust rein, litt dank Dosenfraß
Bereits an Madipositas.
Sie trug ’nen Look nach Madetrend,
Die Kleider neu (kein zecken-hand!),
Besaß ein Mad-Phone ganz aus Jade –
Made war die Avantgarde. (...)






















