(openPR) Das Jammern landauf, landab ist unüberhörbar. Von einem signifikanten Umsatzrückgang ist die Rede, sogar vom massenhaften Sterben im Textileinzelhandel. Amazon, Zalando und viele andere machen es dem kleinen Fachgeschäft zweifellos schwer, an ein langfristiges Überleben zu glauben. Und dennoch vertreten viele Experten die Meinung, dass es in weiten Teilen nur am Ideenreichtum mangelt, an neuen Konzepten und erkennbarer Kundennähe.
So ist auch Sepp Winklbauer überzeugt, dass er dem Internet auf lange Sicht Paroli bieten kann. Winklbauer gilt in der Branche des Trachtenmode-Einzelhandels seit Jahren als Querdenker und Visionär. Wettbewerber äußern sich neidlos über sein Konzept, das er seit der Gründung kompromisslos verfolgt. Er ist damit längst nicht mehr allein. Auch der Marketingleiter des renommierten Münchner Hauses Betten-Rid mit Sitz in der teuersten Einkaufsmeile Deutschlands ist ein Seelenverwandter von Winklbauer, wenn er sagt: „Wir verkaufen ja gar keine Betten und Kopfkissen, sondern Schlaferlebnisse“. Und genau hier hat auch der Erfolg dieser Händler seinen Ursprung: Das erkennbare Vermarkten eines Einkaufserlebnisses. Winklbauer hat mit seinem „Erlebnisdorf“ nicht gerade das, was man eine Lauflage nennt. In einem kleinen, verkehrstechnisch eher weit abgelegenen Ort im nördlichen Landkreis Traunstein herrscht aber gerade am Wochenende der Ausnahmezustand. Es sind nicht die anderswo angepriesenen Discountpreise – im Gegenteil. „Es ist neben der Auswahl an Tracht, Outdoor-Mode und Motorradbekleidung eine fachlich fundierte Beratung und zum Beispiel ein kostenloses Frühstücksbuffet am Samstag“, sagt der Inhaber und wird nicht müde, immer wieder neue Attraktionen zu erfinden. „Wir haben viel in eine eigene Kinderalm mit professioneller Betreuung investiert, Kunden können bei uns übernachten, es gibt einen Waldlehrpfad sowie das eine oder andere Fest unter den alten Bäumen“. So wurde an die Verkaufsräume eine eigene bayerische Wirtschaft angegliedert und den Kunden die Möglichkeit geboten, es sich auf den Terrassen bequem zu machen – Blick in die Alpen inklusive.
Winklbauer ist überzeugt, dass sein Konzept auch langfristig aufgeht: „Sie bekommen im Internet eben keine freundliche und fachlich versierte Beraterin, die Ihnen das Dirndl absteckt und den Rock kürzt. Und Sie werden auch nicht nach dem Einkauf im Netz zu bayerischen Köstlichkeiten eingeladen wie bei uns“. Tenor des rührigen Einzelhändlers: „Wer nur Kleider verkauft, ist austauschbar und hat es schwer. Er bekommt kaum Personal, muss sich dem Preisdiktat unterwerfen und wird dennoch in absehbarer Zeit vom Internet abgehängt. Wer dagegen Emotionen und Einkaufserlebnisse bietet, wer Kundenbeziehungen pflegt, muss keine Rabattschlachten mitmachen oder sich den Vorgaben großer Onlinehändler beugen und ist gerade deshalb auf Dauer erfolgreich“.
Das Winklbauer Erlebnisdorf hat seine Wurzeln im Jahr 1989, als Sepp Winklbauer auf dem elterlichen Bauernhof die ersten Lederhosen und Dirndl anbot. 2001 wurde Winklbauer aufgrund seiner Motorrad-Kombi „Anton“ zum Händler des Jahres gekürt. 2002 folgte der Umzug nach Asten in den Landkreis Traunstein, wo Winklbauer seine Idee mit alten Holzhäusern und einer urigen Wirtschaft realisieren konnte. Seit der Eröffnung bietet er seinen Kunden ein kostenloses Frühstücksbuffet am Samstag und eine bayerische Brotzeit am Freitag an. Lebensgroße Krippen an Weihnachten, eine professionelle Kinderbetreuung und Übernachtungsmöglichkeit komplettieren das Angebot des Einzelhändlers, der auch Sponsor des Fußballvereins SV Wacker Burghausen ist.














