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Erfolgreiche Nachwuchsforscher

09.05.201910:06 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Erfolgreiche Nachwuchsforscher
Die Preisträger Annika Scholtis und Johannes Vogg. © Sophia Scherm
Die Preisträger Annika Scholtis und Johannes Vogg. © Sophia Scherm

(openPR) Zwei Doktoranden der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) wurden auf dem 125. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin ausgezeichnet.

Erfolgreiche Tage für die Mitarbeiter der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des UKR. Vom deutschen Internistenkongress, der vom 4. bis 7. Mai 2019 in Wiesbaden stattfand, nehmen sie nicht nur die neuesten Erkenntnisse aus 375 Sitzungen sowie 1.215 Vorträgen und Posterpräsentationen mit. Es wurden auch zwei Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet. Annika Scholtis erhielt den 3. Preis beim Young Investigator Award und Johannes Vogg durfte sich über einen Posterpreis freuen. Klinikdirektorin Professor Dr. Martina Müller-Schilling kommentiert das Ergebnis: „Die erfolgreichen Platzierungen unserer Doktoranden zeigen, dass unsere Bemühungen, junge Mediziner für die Wissenschaft zu begeistern, gelingen. Ich bin sehr stolz auf die beiden Preisträger, die so ihre ersten Spuren in der Forschungslandschaft hin zu einer verbesserten medizinischen Versorgung setzen konnten.“



Dem Entstehungsmechanismus einer Komplikation bei Leberzirrhose auf der Spur

Annika Scholtis beschäftigte sich in ihrer experimentellen Doktorarbeit mit der Ursachenforschung für eine schwerwiegende Komplikation der Leberzirrhose, der Spontanen Bakteriellen Peritonitis (SBP). Ausgelöst durch eine Erkrankung der Leber wird dabei die Darmwand für Bakterien durchlässig, wodurch die Bakterien in den Bauchraum eintreten und eine massive Entzündungsreaktion auslösen können. Betreut wurde Frau Scholtis dabei in der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des UKR von Professor Dr. Müller-Schilling, PD Dr. Karsten Gülow und PD. Dr. Claudia Kunst.

Für ihre Studie untersuchte Frau Scholtis die Interaktion von Bakterien mit der Darmwand bei Patienten mit Leberzirrhose. Ein besonderes Augenmerk legte sie dabei auf die p53-Proteinfamilie, die auch als Wächter des Genoms bekannt ist.
Frau Scholtis konnte zeigen, dass bei einer SBP durch die Bakterien massiver Stress in den Zellen der Darmwand ausgelöst wird. Der Körper steuert zunächst dagegen und versucht eine Art Selbstmordprogramm zu initiieren, welches die Bakterien in den Tod treibt. Das Bakterium kann bei dieser Erkrankung aber Wege finden, diese zelluläre Antwort zu stoppen. Dadurch können sich die Bakterien ausbreiten und Patienten mit Leberzirrhose hochgradig gefährden.
Annika Scholtis ist es damit gelungen, die molekularen Grundlagen der Entstehung einer durch die Leberzirrhose induzierten SBP weiter aufzudecken. Basierend auf diesen Ergebnissen sollen nun neue Behandlungsstrategien entwickelt werden.

Der Young Investigator Award richtet sich an Nachwuchswissenschaftler unter 35 Jahren. Eine Jury wählte die neun besten Abstract-Einsendungen des Internistenkongresses aus, dessen Autoren die Gelegenheit bekamen, ihre Forschungsergebnisse für den Young Investigator Award vorzutragen. Mit ihrer Präsentation gelang es Annika Scholtis, die mit 23 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern gehörte, mit den Ergebnissen ihrer medizinischen Doktorarbeit den mit 1.000 Euro dotierten 3. Platz zu belegen.

Verbesserung der Prognose bei schweren Lebererkrankungen

Der Posterpreis in der Kategorie „Internistische Intensivmedizin“, mit dem Johannes Vogg ausgezeichnet wurde, ist ebenfalls mit 1.000 Euro dotiert. Gewonnen hat er den Preis für seine Studie, in der er eine Methode aufzeigt, um die Ergebnisse der intensivmedizinischen Behandlung von Patienten mit schwersten Lebererkrankungen weiter zu verbessern. Für die Studie wurde Johannes Vogg von Dr. Stephan Schmid betreut. Es erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit dem Ultraschallzentrum.

Herr Vogg hat bei 50 Patienten mit schweren Lebererkrankungen engmaschig die Durchblutung der wichtigsten Lebergefäße (Leberarterie und Pfortader) mittels einer Ultraschalluntersuchung direkt auf der Intensivstation bestimmt. Es konnte gezeigt werden, dass die Durchblutung der Leber einen entscheidenden Frühindikator für die Prognose in der intensivmedizinischen Behandlung darstellt, da in der Studie eine veränderte Durchblutung der großen Lebergefäße direkt mit der Überlebensrate der Patienten in Zusammenhang gebracht werden konnte.

Die Ergebnisse aus der Forschungsarbeit von Johannes Vogg können nun direkt in die Praxis überführt werden und durch eine sehr engmaschige Sonographie der Lebergefäße die Prognose von Patienten mit schwersten Lebererkrankungen weiter verbessert werden. Weitere Studien hierzu werden bereits durchgeführt.

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