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Europa: Geopolitische Risiken drücken die Stimmung

(openPR) Nach dem Bericht der UNO-Waffenkontrolleure an den Weltsicherheitsrat und der wahrscheinlichen Verlängerung der Inspektionen verlängert sich auch die Phase der Unsicherheit an den Kapitalmärkten. Somit bleibt die zugespitzte Irak-Krise zentraler Belastungsfaktor, während fundamentale Nachrichten nur begrenzt durchschlagen. So notierte der erwartete Ausgang des FOMC-Meetings nur als Randnotiz, wie auch positivere Konjunkturdaten derzeit kaum nachhaltige Wirkung entfalten. Erkennbare Verbesserungen würden bei negativem Ausgang der Irak-Krise und davon ausgehenden Ausstrahlungen auf Wachstum und Ölpreise kaum Bestand haben. Angesichts der fortbestehenden konjunkturellen und geopolitischen Risiken führte die feste Tendenz am Euro- Bondmarkt 10-jährige Staatsanleihen bis in den Bereich der Renditetiefs vom Frühsommer 1999. Im Sog der zum Irak-Konflikt korrespondierenden USD-Schwäche wurde der Safe haven-Status des Euro aufgewertet. Entsprechend ging der Spread zu US-Treasuries in den vergangenen Wochen weiter zurück auf zuletzt 10 Bp.



Erholung der Aktienmärkte abgebremst

Nachdem sich die europäischen Börsen den Tiefkursen vom Oktober des Vorjahres wieder deutlich angenähert hatten, London sogar noch erheblich darunter notierte, haben technische Erholungen die Marktverfassung wieder graduell verbessert. Gleichwohl müssen die Stabilisierungsansätze noch bestätigt werden, zumal die im vergangenen Dezember eingeleiteten Abwärtstrends noch intakt sind. Die Eintrübung wichtiger Geschäftsklimaindizes bzw. die fortlaufende Rücknahme der Wachstumsschätzungen für einzelne europäische Länder sowie diverse Umsatz- und Ertragswarnungen der Unternehmen führten auch zu nochmaligen Rev isionen in den Gewinnschätzungen. Eine erste Bestandsaufnahme zu den Ergebnissen für Q4/02 zeigt zwar, dass etliche Firmen die zuvor reduzierten Gewinnschätzungen übertreffen konnten. Beim Ausblick auf das nächste Quartal oder das Geschäftsjahr blieben die Unternehmen aber betont vorsichtig. Stattdessen verwiesen sie überwiegend auf die unverändert schwierigen bzw. von niedriger Visibilität gekennzeichneten Branchenbedingungen. Aufgrund der vorherrschenden geopolitischen Unsicherheit und den dadurch schwer kalkulierbaren Rückwirkungen auf die unternehmensspezifischen Rahmenbedingungen dürften die Analysten derzeit den Umfang potenzieller Gewinnrevisionen begrenzen.

Unsicherheit über Gewinnschätzungen sollte sich wieder zurückbilden

Aktuell deutet sich zumindest an, dass sich das Übergewicht negativer Gewinnrevisionen abzubauen beginnt und erste Aufwärtsrevisionen einsetzen. Dies rechtfertigt die Einschätzung, dass sich das Gewinnniveau 2003 schrittweise zu stabilisieren beginnt. Auf Basis dieser Gewinnschätzungen sind die europäischen Märkte sowohl zu ihrer Historie, als auch im Vergleich zum Rentenmarkt niedrig bewertet. Trotz dieser günstigen Bewertungsrelationen blieb die Zurückhaltung der Anleger offenkundig. In dem Maße, wie ein wieder verbessertes konjunkturelles Umfeld die aktuellen Gewinnszenarien untermauert, erweitert sich auch der mittelfristige Kursspielraum für die europäischen Börsen.

Angesichts der beschriebenen Unsicherheit wird sich die Bodenbildungsphase an den Börsen zunächst noch hinziehen. Ihr Abschluss würde sich auch in der Rückbildung der Volatilität dokumentieren, die seit Monaten auf extrem hohem Niveau verharrt. Bleibt eine Eskalation der Irak-Krise aus, erwarten wir, dass sich in den nächsten Monaten die Aufschwungkräfte an den Börsen, im Zuge schrittweise sich verbessernder Konjunktur- und Unternehmensnachrichten, allmählich wieder durchsetzen werden.

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