(openPR) Wie geraten Kinder in den Teufelskreis Lernstörung? Was ist ein Teufelskreis Lernstörung überhaupt?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 1. Vortrag des 2. LRS-Kongresses, der heute beginnt.
Kann das Wissen der Menschen von Gehirn zu Gehirn übertragen werden? Das würde der Menschheit viel Mühe ersparen. Wissen können wir von Computer zu Computer übertragen, jedoch nicht von Gehirn zu Gehirn. Das Lernen ist immer individuell – jeder muss Wissen selbst erwerben.
Jedes Kind muss lernen
– doch das Lernen wird von vielen Faktoren beeinflusst, von den Rahmenbedingungen. Emotionen und Vorbilder spielen beim Lernen eine große Rolle. Wie verhalten sich die Vorbilder, die Erwachsenen? Lernen sie selber noch, wie lernen sie, lesen sie ihren Kindern vor?
Beim Lernen sind positive Emotionen von großer Bedeutung – man lernt am besten und erfolgreichsten, wenn das Lernen Spaß und Freude macht, man dabei Erfolg hat. Deshalb ist eine positive Lernstruktur so wichtig.
Betz und Breuninger, die den Begriff Teufelskreis Lernstörung in ihrem Buch 1998 prägten, unterscheiden zwischen einer positiven und negativen Lernstruktur.
Doch geraten in der Schule zu viele Kinder in eine negative Lernstruktur, und das kann ihr Lernverhalten das ganze Leben über prägen. So können sie in eine Anstrengungsvermeidung geraten, die ein Leben ohne Erfolg nach sich ziehen kann.
Wie passiert so etwas?
Nicht jedes Kind, das in die Schule kommt, ist bereits schulreif.
Besonders groß ist die Gefahr, wenn Kinder bereits mit 5 Jahren eingeschult werden. Kinder werden zwischen dem 4. und 10. Lebensjahr schulreif. Oft haben sie Entwicklungsverzögerungen. Darauf nimmt die Schule, unser derzeitiges Bildungssystem, keinerlei Rücksicht. Auch nicht auf Kinder, die länger brauchen, langsamer oder schüchtern sind.
Es gibt Schüler, die bereits in den ersten zwei Schuljahren die Freude am Lernen verlieren, und das sind nicht wenige. Die Kinder merken selber, dass sie nicht so funktionieren, wie sie sollen. Sie sehen in den Augen der Erwachsenen, egal ob es in der Schule oder zu Hause ist, dass diese Erwachsenen enttäuscht sind von ihnen oder unter Stress stehen.
Kinder sind vom Urteil der Erwachsenen abhängig
Sag einem Kind, dass es dumm ist, und es wird es glauben. Daraus entstehen dann Glaubenssätze, über die uns Eleni Iatridi einen Vortrag hält.
Glaubenssätze bestärken das Gefühl der Unfähigkeit und können die Menschen ihr Leben lang negativ begleiten.
Es ist deshalb wesentlich, über diese Zusammenhänge mehr zu erfahren. Deshalb veranstaltet Sabine Omarow den 2. LRS-Kongress, um darüber zu informieren und aufzuklären. https://elopage.com/s/LRSKongress/lrs-kongress2
Quelle: Betz, D. & Breuninger, H. (1998). Teufelskreis Lernstörungen. 5. Aufl., Weinheim: Beltz.











