(openPR) Der Beitrag „Richtig pipettieren“ von Dr. Roman Klinkner und Peter Pfeiffer wurde von der LABORPRAXIS in der Best of 2018-Ausgabe unter dem Titel „Thema des Jahres – Liquid Handling“ veröffentlicht und auf Platz 1 der Top 5 Fachartikel 2018 gelistet. Im Artikel erfahren die Leser, worauf es beim Pipettieren wirklich ankommt und wie die 10 häufigsten Fehler, die auftreten können, vermieden werden können. Für LABORPRAXIS-Chefredakteur Marc Platthaus definitiv ein Best of 2018, da das Pipettieren trotz aller Automation im Labor immer noch eine oft angewandte Technik ist und reproduzierbare Analysenergebnisse essenziell sind.
Kaum eine Tätigkeit ist in Laboren so allgegenwärtig wie das Pipettieren. Vielleicht ein Grund, warum dieser vermeintlich einfachen Aufgabe mitunter recht wenig Aufmerksamkeit gewidmet wird. Dabei ist sie entscheidend für richtige und reproduzierbare Analysenergebnisse und – es lauern viele Fallstricke. Worauf also ist zu achten? Reicht es, die Pipetten regelmäßig zu kalibrieren? Pipettiere ich wirklich richtig oder was sollte ich an meiner Technik verbessern? Der erste Teil unserer Artikelserie beschreibt wichtige Grundlagen zu Pipettenarten, ihren Einsatzmöglichkeiten und verschiedenen Pipettiertechniken.
Grundsätzlich lässt sich auf zwei verschiedene Arten pipettieren: vorwärts und
rückwärts (s. Abb. 3). Im Wesentlichen unterscheiden sich die beiden Techniken
durch den Zeitpunkt, an dem der erste und der zweite Druckpunkt genutzt werden.
Beim Vorwärts-Pipettieren wird die Pipettenspitze komplett entleert, während
beim Rückwärts-Pipettieren ein Teil der Flüssigkeit in der Spitze verbleibt. Die
am häufigsten angewandte Pipettiertechnik ist das Vorwärts-Pipettieren, besonders bei wässrigen Flüssigkeiten. Das Rückwärts-Pipettieren bietet Vorteile bei problematischen Flüssigkeiten mit hohem Dampfdruck oder hoher Viskosität. Auch bei stark schäumenden Substanzen erzielt man so die besseren Ergebnisse.
Immer wieder treten dieselben typischen Fehlerquellen beim Pipettieren auf.
In der Auflistung in Tabelle 1 wird erläutert, wie diese zustande kommen und vor
allem, wie Sie sie verhindern. Mit den Informationen dieses ersten Artikels sollte
es Ihnen gelingen, die häufigsten Fehlerquellen zu vermeiden und so den Pipettierstandard in Ihrem Labor zu festigen und zu verbessern. Die folgenden Beiträge befassen sich mit der Kalibrierung sowie der Wartung und Reparatur von Pipetten. Abschließend erhalten Sie einen Überblick über den Pipettenmarkt.
https://epaper.vogel.de/laborpraxis_81818/html5/index.html?pn=7







