(openPR) Das wird nicht besser. Ich sehe es schon kommen. Die Belgier werden sich angewidert vom Cyclo Cross abwenden und sich dem Hallenhalma zuwenden. Es macht sicher keinen Spaß. Jedesmal die Fliegenklatsche mitzubringen und sich dann gegenseitig zu verkloppen.
Belgien in Not!!! Das Kernland des Cyclo Cross wird von einem einzigen Holländer besetzt. Gut, der kann fliegen. Aber ist das ein Trost? Ich selber kann das Elend nicht mehr mit ansehen. Weinende Männer, die ihre schwarz gelb rote Flagge jedes Wochenende verbrennen müssen. Da gehen sicher bald die Fähnchen aus.
Habe diesen 2. Weihnachtstag deshalb ein wenig die Deutschland Tour revivallt. Von Koblenz über die Lahn und das Gelbachtal hoch nach Montabaur. Im Sommer war es genauso sonnig. Allein die Temperaturen waren heute etwas im Keller. Also im Schatten, da war es wirklich arschkalt. Gut, das unser Auto ein Automatik namens Jo hat. Die neueste Technik. Man sagt einfach:" Jo, fahr wieder auf dem schnellsten Weg nach Hause!" Und der machts es. Sofort!. Nur blöd, dass ich Jo bin.
Reden wir also lieber über Mathieu Van der Poel und sein ambivalentes Verhältnis zu den Belgiern. Der Junge hat auf der Rennstrecke von Heusden Zolder mal wieder alles in Grund und Boden gefahren. Und der Boden war sicherlich nicht so matschig wie am Sonntag in Namur. Aber der Asphalt ist nun gerade auch nicht geschmolzen. Regenreifen wurden jedenfalls nicht benötigt. Der Held der Belgier, Wout Van Aert, verschlief diesmal den Start nicht. Doch als schon die Nation halbwegs aufatmete, fing er sich einen Platten ein. Den Keller für die Stimmung musste man nicht lange suchen.
Heusden Zolder ist ein Wettbewerb, der wie Namur zum Weltcup zählt. Das heißt, Toen Aerts ist noch immer der Führende. Und Mathieu Van der Poel, der die ersten beiden Wettbewerbe in Belgien und Amerika nicht bestritten hatte, liegt ein wenig zurück. Bislang hat Wout van zwei Rennen gewonnen. Die ersten beiden, ohne dass Van der Poel teilgenommen hätte. Die nachfolgenden 5 gehen allerdings alle auf Mathieu van der Poels Kappe. In Führung liegt aber Toen Aerts, der die ganze Zeit mit guten Platzierungen Punkte gesammelt hat. Auch heute ließ er sich nicht lumpen, wurde Vierter und sammelte genügend Punkte, um weiterhin das Klassement des Weltcups anzuführen.
Wout van Aert bekrabbelte sich wieder. Wie es seine Art nun mal ist. Gegen Ende des Rennens kommt er noch mal stark auf. Er schüttelt seine Begleiter ab. Dabei hat Michael Vanthourenhout mal wieder richtig Pech. Van Aert näherte sich immer mehr dem fliegenden Holländer. Am Ende sind es aber 16 Sekunden, die die beiden trennen.
Mathieu Van der Poel vom Team Corendon kann mal wieder die Hände zum Himmel strecken und das Konfetti auf sich herabregnen lassen. In der Gesamtwertung des Weltcups liegt er nun auf Rang 3 mit 75 Punkten Rückstand auf Toen Aerts und 68 Punkten auf Wout van Aert. Noch stehen 2 Wettkämpfe a 80 Punkte für den Sieger aus und eigentlich kann es nur noch zwischen Aerts und Van Aert um den Sieg in der Gesamtwertung gehen. Da sehe ich doch nun einige strahlende Gesichter bei unseren belgischen Nachbarn.













