(openPR) Abgeordnete der CDU-Landtagsfraktion waren zum politischen Austausch in das Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen gekommen – und unterstützen die Klinikleitung in ihren Forderungen an das Bundesgesundheitsministerium.
Bad Essen, 19.12.2018. Am Freitag empfing Philipp Herzog, Verwaltungsdirektor des Dr. Becker Neurozentrum Niedersachsen fünf Abgeordnete der CDU-Landtagsfraktion in der neurologischen Reha-Klinik in Bad Essen. Bei einem Hausrundgang verschafften sich die Politiker/innen einen Eindruck von der Einrichtung, die erst vor kurzem mehrfach für ihre hervorragende Behandlungsqualität ausgezeichnet wurde. Herzog hatte Kontakt zu den Politikern/innen aus der Region aufgenommen und zum Dialog geladen, da die Reha-Branche in den aktuellen Gesetzen und Gesetzesentwürfen des Bundesgesundheitsministeriums ignoriert wird.
Pflegefachkräfte in Gesetzen vergessen
„Wir begrüßen sehr, dass Gesundheitsminister Spahn die Arbeitsbedingungen für Fachkräfte in medizinischen Berufen verbessern möchte. Aber die aktuellen Gesetzesfassungen sind lückenhaft und müssen dringend nachgebessert werden“, erklärt Verwaltungsdirektor Herzog. Im November war das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) im Bundestag verabschiedet worden, das bereits 2019 in Kraft treten wird. Krankenhäuser und Pflegeheime können dann u.a. Kosten für neu eingestelltes Personal von den Krankenkassen erstattet bekommen. Die 38.000 Pflegefachkräfte in der Reha werden im Maßnahmenpaket des Gesetzes aber nicht erwähnt – die Reha wurde vergessen. Trotz massiver Proteste von Verbänden, Fraktionen und dem Bundesrat wurde keine Verbesserung am Gesetz vorgenommen.
Reha-Branche erneut ignoriert
Letzte Woche hat das Gesundheitsministerium einen neuen Gesetzesentwurf vorgestellt, der die Arbeitsbedingungen von Therapeuten/innen verbessern soll. Auch dieses Vorhaben ist aus Sicht der Reha-Betreiber/innen zu unterstützen und ein Schritt in die richtige Richtung. Aber wieder werden die Fachkräfte, die in der Rehabilitation arbeiten, im Maßnahmenpaket nicht berücksichtigt. Es gebe keinen erkennbaren Grund dafür, Reha-Fachkräfte in den Gesetzen nicht zu berücksichtigen, da diese genauso wertvolle Arbeit leisten wie ihre Fachkollegen in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Praxen, erklärt der Verwaltungsdirektor. „Die Anreize, die die neuen Gesetze, insbesondere das PpSG, setzen, könnten zu einer Abwerbewelle der Fachkräfte führen, die im äußersten Fall die Schließungen von Reha-Kliniken zur Folge hätte“, so Herzog. „Dies wäre ein großes Problem, da die Rehabilitation in Zeiten des demografischen Wandels – und damit einhergehend, steigenden Lebensarbeitszeiten - sowie kürzeren Krankenhausverweildauern eine zunehmende Bedeutung für Gesellschaft und Wirtschaft bekommt“.
Unterstützung zugesichert
Gerda Hövel, MdL für den Wahlkreis Melle, möchte die Klinikleitung mit ihren Abgeordnetenkollegen/-innen in ihrer Forderung nach Nachbesserung unterstützen: „Die Rehabilitation ist eine wichtige Säule unseres Gesundheitssystems. Wenn diese wegbricht, ist die Versorgung von Hundertausenden Patienten nicht mehr sichergestellt.“ Zudem sei die Reha-Branche gerade für die Region Osnabrück ein wichtiger Arbeitgeber. Hövel und ihre Kollegen/innen sicherten daher zu, sich für die Reha einzusetzen und den Dialog mit der Bundespolitik zu suchen.






