(openPR) Der Kunde und dessen Bedürfnisse müssen im Mittelpunkt stehen. Wirtschaftskanzleien in Deutschland haben Nachholbedarf in einer Welt, in der Marketer, VertrieblerInnen, Kommunikatoren und Kommunikatorinnen im Prinzip schneller sein müssen als die viel beschworene „Echtzeitkommunikation“.
Berlin, den 22. Oktober 2018
Auch wenn digitales Marketing keine White Spots für Großkanzleien im deutschen Markt mehr sind, bietet die Nutzung und Orchestrierung digitaler Kommunikationsmaßnahen noch großes Optimierungspotential.
Zumindest laut der Studie „Wie nutzen deutsche Großkanzleien Social Media?“, die dieses Jahr zum zweiten Mal von der Berliner Boutique Agentur für Digitalstrategie Agentur Gerhard herausgegeben wurde.
Untersucht wurden u.a. 220 Social Media Accounts der Top 20 Wirtschaftskanzleien in Deutschland. 700 Messpunkte im digitalen Ökosystem der Großkanzleien erzeugen ein relativ detailliertes Bild von Status Quo der digitalen Marketingkommunikation in der Branche.
Die Ergebnisse sind aufgrund der ausgewählten Stichprobe nicht repräsentativ, geben aber dennoch ein aussagekräftiges Bild von Branchenstandards der Großkanzleien im deutschen Markt wieder.
Vor einem Jahr Standen folgende Fragen im Mittelpunkt:
- Welche digitalen Plattformen, Kanäle und Touch Points werden für die digitale Markenführung genutzt?
- Welche digitalen Kanäle setzen die PR-Abteilungen ein, um den Kontakt zur Fachpresse und zu breiteren Publikationen aufrechtzuerhalten?
- Wo können Marketing, Vertrieb und BizDev ansetzen, um neue Kunden zu gewinnen? Die diesjährige Studie zieht nun Bilanz: Was hat sich getan in der Branche?
Das ernüchternde Fazit von Reinhardt Neuhold, Geschäftsführer von Agentur Gerhard:
„Leider hat sich kaum etwas getan. Lediglich der Abstand von der Spitzengruppe zu den Nachzüglern ist größer geworden. Die vielen Potenziale der Digitalisierung von Markenkommunikation hat sich weiterhin in der Branche nicht wirklich verbreitet. Das ist aber auch eine Chance für Player, sich digital zu positionieren und zwar auf Themen, die sonst nur Großkanzleien besetzen können.“
Auch im Bereich HR und Employer Branding sieht der Digitalexperte noch viele Möglichkeiten für Wirtschaftskanzleien, im War for Talents zu punkten und die besten Köpfe anzuwerben.
Zu den Social Media Champions unter den Großkanzleien in Deutschland zählen laut dem Ranking:
- CMS (Platz 1)
- Noerr (Platz 2)
- Rödl & Partner (Platz 3)
Einige Kernergebnisse der Studie:
- Digitale Markenführung als Chance für Newcomer: Markenführung im digitalen Ökosystem funktioniert anders als klassische Markenführung von Wirtschaftskanzleien. Fachliche Themen stehen im Vordergrund und sorgen für Sichtbarkeit unter Mandanten.
- Google als wichtigstes digitales Marketinginstrument: Weit vor sozialen Netzwerken ist Google – also Suchmaschinenmarketing - die wichtigste digitale Handlungsfeld für Wirtschaftskanzleien bezogen auf deren Marketing-Kommunikation.
- YouTube legt in der Nutzung zu: Video als Kommunikationsformat liegt im Trend und wird mit einer hervorragenden Response von Kanzleien eingesetzt.
Website und Businessplattformen dominieren die B2B-Kommunikation im Kanzleibereich
Noch immer fokussiert sich die Social Media Kommunikation von Wirtschaftskanzleien auf wenige soziale Netzwerke.
Die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn werden unter Kanzleien als Kommunikations-plattform in der Breite akzeptiert.
Abgesehen von Business-Netzwerken ist die Social-Media-Nutzung über das Anfangsstadium noch nicht hinausgekommen.
Die Studie (inklusive Ranking) kann hier runtergeladen werden:
https://www.agentur-gerhard.de/wp-content/uploads/2018/10/2018_Social_Law_Studie_Agentur_Gerhard-2.pdf
Artikel zur Studie:
https://www.agentur-gerhard.de/digitale-strategie/digitale-transformation-und-wirtschaftskanzleien/








