openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Große Koalition gegen Recyclingpreller

28.09.200615:31 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Verpackungsnovelle auf dem Weg - Wirtschaftsverbände erwarten rasche Entscheidungen

Der Markenverband und die Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) be-grüßen, dass das Bundesumweltministerium und die Umweltministerinnen von Baden-Württemberg, Tanja Gönner, und Rheinland Pfalz, Margit Conrad, heute vor der Bundes-pressekonferenz gemeinsam eine zügige Änderung der Verpackungsverordnung zugesagt haben. Angesichts dieser großen Koalition des Bundes und der Länder sind die Wirtschaftsverbände zuversichtlich, dass die Wertstoffsammlung stabilisiert und den Recyclingprellern ein Riegel vorgeschoben wird. Mit einer Zustimmung von rund 90 Prozent der Verbraucher ist die von der Privatwirtschaft organisierte und finanzierte haushaltsnahe Wertstoffsammlung Inbegriff gelebten Umweltbewusstseins in Deutschland, ergaben repräsentative Befragungen der Marktforschungsinstitute VALID RESEARCH, Bielefeld, und FORSA, Berlin. Durch die geplante Novelle der Verpackungsverordnung ist nach Einschätzung der Wirtschaftsverbände zudem eine erhebliche finanzielle Entlastung der Unternehmen und der Verbraucher möglich, wenn künftig alle Marktteilnehmer einen verursachergerechten Beitrag für die Entsorgung ihrer Verpackungen leisten.



Die Verpackungsverordnung ist in Schieflage geraten, weil eine wachsende Zahl von Unternehmen entweder gar nicht für die Erfassung der von ihnen in Verkehr gebrachten Verpackungen aufkommt oder sich an wenig effektiven Entsorgungskonzepten beteiligt, bei denen die an private Haushalte abgegebenen – aber nicht zurückgebrachten – Verpackungen gegen Abfallmengen aus Gewerbebetrieben verrechnet werden. Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) hat in einem soeben abgeschlossenen Bericht festgestellt, dass dabei ein Missbrauch in Form einer „Umwidmung“ von Transport- und Umverpackungen durch Anrechnung auf die Quoten für Verkaufsverpackungen nicht ausgeschlossen, geschweige denn effektiv kontrolliert werden kann.

Um diese Probleme zu lösen, soll durch die Novelle der Verpackungsverordnung von den Unternehmen eine „Vollständigkeitserklärung“ abgefordert werden, worin eine ordnungsgemäße Verwertung sämtlicher Verkaufsverpackungen belegt und Transparenz hergestellt wird. Durch Trennung der Aufgabenfelder haushaltsnaher Sammelsysteme und der Selbstentsorger sollen künftig die Verbraucher die Sicherheit bekommen, dass alle im Laden gekauften Verpackungen nach Gebrauch in die Wertstofftonne gehören. Eine Untersuchung von TNS Emnid ist zu dem Ergebnis gekommen, dass nur eine winzige Minderheit von etwa 2 Prozent der privaten Endverbraucher bereit ist, Abfälle zurück zu den Verkaufsstellen zu bringen, die weit überwiegende Menge der Verpackungen wird in die haushaltsnahe Sammlung gegeben.

Die geplante Änderung der Verpackungsverordnung stärkt jedoch nicht nur die Systeme der haushaltsnahen Sammlung, sondern öffnet auch neue Betätigungsfelder für seriöse Selbstentsorgerkonzepte. Gewerbebetriebe, bei denen eine den Vorgaben der Verpackungsverordnung genügende Rücknahme von Verkaufsverpackungen in der Realität möglich ist, sollen in größerem Umfang als bisher in eigener Verantwortung die Entsorgung ihrer Verpackungsabfälle regeln können. Die geplante Novelle der Verpackungsverordnung bedeutet daher keine Einschränkung des Wettbewerbs, sondern ist vielmehr die Voraussetzung dafür, dass sich bei der Verpackungsverwertung echter Preis- und Leistungswettbewerb bei Wahrung der ökologischen Qualitätsstandards entfalten kann, wie dies von den Verbänden der Wirtschaft gewünscht wird.

Die heute von den Umweltministern vorgestellte Regelung greift in wesentlichen Punkten Vorschläge der von der Verpackungsverordnung verpflichteten Unternehmenskreise auf. Die Verbände weisen darauf hin, dass erheblicher Zeitdruck bei der Novelle der Verpackungsverordnung besteht, weil die weithin bekannten Schlupflöcher dazu führen, dass rechtstreue Unternehmen gegenwärtig Wettbewerbsnachteile in Millionenhöhe erleiden, so dass der haushaltsnahen Sammlung ein finanzieller Dammbruch droht. Handel und Konsumgüterindustrie sagen der Bundesregierung, dem Bundestag und den Ländern zu, bei dem weiteren Verfahren und der Klärung noch offener Detailfragen konstruktiv mitzuwirken, um möglichst noch vor Jahresende Rechtssicherheit zu gewinnen.

Quellen:
VALID RESEARCH Marktforschung GmbH, Bielefeld, 2005
FORSA Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH, Berlin, 2006
TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH, Bielefeld, 2005


Markenverband e. V., Timothy Glaz, Schöne Aussicht 59, 65193 Wiesbaden,
Tel. 0611 / 58 67 34, Fax 0611 / 58 67 32

Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt e. V. (AGVU), Dr. Christina Hagengut,
Dorotheenstr. 35, 10117 Berlin, Tel. 030 / 206 42 66, Fax. 030 / 206 42 688


Die AGVU tritt für das gemeinsame Interesse ihrer Mitglieder aus dem Einzelhandel, der Konsumgüterindustrie, der Verpackungsindustrie und der Recyclingwirtschaft im Bereich Umweltschutz und Kreislaufwirtschaft ein. Sie hat sich in der Rechtsform eines für die Interessenwahrung behördlich anerkannten Berufsverbandes formiert, der auf funktional leistungsfähige, wirtschaftliche und umweltverträgliche Verpackungen und Verpackungssysteme spezialisiert ist.

Mit der AGVU ist in Rechtsform und Organisation erstmals in Deutschland ein Verband geschaffen worden, der die Interessen der gesamten Wertschöpfungskette des Produktes Verpackung - vom Rohmaterial über sämtliche Veredelungs- und Vertriebsstufen bis zum Recycling - zusammenfasst. Ihr Auftrag und ihre Aufgabe entspricht der Rechtslage, die durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz geschaffen ist.

Gemeinsam stark - Verpackung und Umwelt. Unseren Namen "Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt" nehmen wir wörtlich. Wir konzentrieren uns, das aber umfassend, auf das Thema Verpackung.

Als Wirtschaftsverband setzen sich die in der AGVU vereinigten Mitglieder selbstbewusst dafür ein, die hohen Umweltstandards für Verpackungen weiterzuentwickeln und unnötige Belastungen von Wirtschaft und Verbrauchern zu überwinden. Die AGVU will erreichen, dass Sondervorschriften wie kommunale Verpackungssteuern, Pfandpflichten und Mehrwegquoten entfallen und statt dessen der privatwirtschaftliche Wertstoffkreislauf der Verpackungen ökologisch und ökonomisch weiter verbessert wird.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 101953
 2486

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Große Koalition gegen Recyclingpreller“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von AGVU Arbeitsgemeinschaft Verpackung + Umwelt e.V.

Bild: Pressemitteilung AGVU e.V.Bild: Pressemitteilung AGVU e.V.
Pressemitteilung AGVU e.V.
Bundestag stimmt Verpackungsnovelle zu Zu der Entscheidung des Bundestags, der Novelle der Verpackungsverordnung ohne Änderungen zuzustimmen, erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt e.V. (AGVU), Prof. Dr. Dr. h. c. Werner Delfmann: „Die Novelle der Verpackungsverordnung ist kein großer politischer Wurf, aber sie ist geeignet und erforderlich, die ärgsten Probleme bei der Umsetzung des geltenden Rechts zu reparieren. Die Entscheidung des Deutschen Bundestags ist daher ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, gerad…
Pressemitteilung AGVU e.V.
Pressemitteilung AGVU e.V.
VALID RESEARCH Marktforschung: Verbraucher stehen zu Getrenntsammlung 92 Prozent der Verbraucher finden es grundsätzlich gut, Wertstoffe – wie zum Beispiel gebrauchte Verpackungen – getrennt vom sonstigen Abfall zu sammeln, um sie dem Recycling zuzuführen. Dies ergab eine repräsentative Verbraucherbefragung des Bielefelder Marktforschungsinstituts VALID RESEARCH, die vorige Woche im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt (AGVU) bei 1.000 Haushalten durchgeführt wurde. Dass die Bundesregierung durch eine Änderung der Verpacku…

Das könnte Sie auch interessieren:

direct/FAZ: Merkel gegen eine große Koalition
direct/FAZ: Merkel gegen eine große Koalition
Merkel gegen eine große Koalition Die Kanzlerkandidatin der Union plant ein "Kompetenzteam" Die Kanzlerkandidatin der Union, die CDU-Vorsitzende Merkel, hat sich gegen eine große Koalition nach einer vorgezogenen Bundestagswahl ausgesprochen. "Mein gesamter Anspruch, es wirklich grundlegend anders zu machen", lasse sich mit einer großen Koalition nicht …
Alternativen zu Schwarz-Gelb und Rot-Grün: Die linken Tendenzen der Mitdreißiger
Alternativen zu Schwarz-Gelb und Rot-Grün: Die linken Tendenzen der Mitdreißiger
… Alternativen zu Schwarz-Gelb und Rot-Grün lohnt ein Blick auf die verschiedenen Altersgruppen. Besonders interessant: die 31 bis 40-Jährigen. Während in allen übrigen Altersgruppen die Optionen Große Koalition und „Rot-Rot-Grün“ auf Platz 1 und 2 der Alternativen stehen, hält jeder fünfte Befragte aus den Reihen der 31 bis 40-Jährigen die Option „Rot-Rot“ für …
DSD-Lobbynetzwerk täuscht gezielt Politik und Öffentlichkeit über Wettbewerbssituation bei Verpackungsentsorgung
DSD-Lobbynetzwerk täuscht gezielt Politik und Öffentlichkeit über Wettbewerbssituation bei Verpackungsentsorgung
… in Milliardenhöhe gezwungen haben, als ernst zu nehmende Wettbewerber vom Markt verschwinden. Im Stile übelster Volksverdummung verleumdet die AGVU Selbstentsorger als „Recyclingpreller“. Die AGVU verschweigt ganz bewusst, dass Selbstentsorger exakt die gleichen Verwertungsquoten erfüllen wie duale Systeme. So erfasst BellandVision große Mengen gebrauchter …
direct/FAZ: Stoiber - Die große Koalition muß solide sein
direct/FAZ: Stoiber - Die große Koalition muß solide sein
Stoiber: Die große Koalition muß solide sein CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident fordert eine solide Gestaltungskoalition und bekundet Interesse an Finanzressort MÜNCHEN, 3. Oktober. Einen "Stimmungswechsel" in Deutschland erhofft sich der CSU-Vorsitzende Stoiber von einer großen Koalition. Gegenwärtig sei in der Bevölkerung nicht nur …
Kommentar: Der Grüne Punkt und das Trittbrettfahrer-Theater
Kommentar: Der Grüne Punkt und das Trittbrettfahrer-Theater
… Politik nehmen können“. Firmen wie Rossmann, die sich vom Grünen Punkt mit Teilmengen getrennt haben, waren im Sommer 2006 Zielscheibe einer „Recyclingpreller-Aktion“ des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Das PR-Magazin macht auf einen interessanten Gleichklang in der politischen Kommunikation aufmerksam: „Wie der Berliner Tagesspiegel berichtete, …
Bild: SPD Hessen-Süd will keine große Koaltion - Thorsten Schäfer-Gümbel widerspricht Tagesspiegel-ZitatBild: SPD Hessen-Süd will keine große Koaltion - Thorsten Schäfer-Gümbel widerspricht Tagesspiegel-Zitat
SPD Hessen-Süd will keine große Koaltion - Thorsten Schäfer-Gümbel widerspricht Tagesspiegel-Zitat
… zur Aussage des „Tagesspiegels“ Thorsten Schäfer-Gümbel, MdL, stellvertretender Bezirksvorsitzender, erklärt nach der Sitzung des Bezirksvorstandes Hessen-Süd zu den Spekulationen über eine große Koalition im „Tagesspiegel“ von heute. „Wir haben in Ruhe im Bezirksvorstand darüber diskutiert, wohin uns der Weg führt. Dabei wurde klar, dass niemand eine …
Bundestagswahl - Frauen halten schwarz-gelbe Koalition für deutlich unwahrscheinlicher als Männer
Bundestagswahl - Frauen halten schwarz-gelbe Koalition für deutlich unwahrscheinlicher als Männer
43 Prozent der Bundesbürger erwarten Fortsetzung der ungeliebten Großen Koalition Auch die Endphase des Bundestagswahlkampfs 2009 wird weniger durch inhaltliche Auseinandersetzungen als durch politische Farben- und Rechenspiele beherrscht. Kommt es zu einem schwarz-gelben Regierungsbündnis oder bleibt die große, schwarz-rote Koalition?, lautet die zugespitzte …
Großes Koalitionspoker in Hessen
Großes Koalitionspoker in Hessen
… die SPD die Regierungsbildung für sich. Eine Einigung ist, genau wie ein Ergebnis, nicht in Sicht. Beim Online-Dienstleister PartyBets kann man jetzt auf mögliche Koalitionen wetten. Gibraltar. Knapper konnte die Wahl nicht enden. Nur 0,1 Prozentpunkte liegen zwischen den beiden Volksparteien. Eine Regierungsbildung ist derzeit nicht in Aussicht. Alle …
40. PEAG PERSONALDEBATTE zum FRÜHSTÜCK „Große Koalition - Wirtschaftspolitik ade?“
40. PEAG PERSONALDEBATTE zum FRÜHSTÜCK „Große Koalition - Wirtschaftspolitik ade?“
Berlin – Das Urteil der Wirtschaft über die Politik der schwarz-roten Bundesregierung fällt verhalten aus: Während die Koalition im Eiltempo teure sozialpolitische Neuerungen, wie die Ausgestaltung der Rente und den Mindestlohn beschließt, warnt die Wirtschaft vor einer Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Anlässlich der heutigen PEAG …
direct/ FAZ: Union stellt große Koalition in Frage
direct/ FAZ: Union stellt große Koalition in Frage
… CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Norbert Röttgen, hat dem SPD-Vorsitzenden Kurt Beck vorgeworfen, Politik für sich, aber nicht für Deutschland zu betreiben. Sollte die Koalition Becks Politik folgen und die SPD - Parteitagsbeschlüsse umsetzen, würde die Koalition "sinnlos", sagte Röttgen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagausgabe). Die SPD …
Sie lesen gerade: Große Koalition gegen Recyclingpreller