(openPR) Die ab Januar 2007 zu entrichtende Rundfunkgebühren belastet auch die über 500.000 deutschen Vereine und Verbände in Deutschland
Für die Mehrzahl der in Deutschland eingetragenen Vereine und Verbände wird es ab Januar 2007 teurer: auch von ihnen werden künftig Rundfunkgebühren abverlangt. Oft auch mehrmals pro Verein. Dann nämlich, wenn der Verein dezentral organisiert ist und teilweise die Vereinsarbeit auch von Mitgliedern oder Vereinsbeauftragten per PC erledigt wird. Beispielsweise würde ein Kassenwart, der seinen privaten PC zur Übermittlung steuerrelevanter Daten an das Finanzamt (z. B. Umsatzsteuererklärung) benötigt, seinen privaten PC also „nicht mehr nur ausschließlich privat“ nutzt, zur GEZ-Anmeldung und Zahlung der Rundfunkgebühren verpflichtet.
Teuer kann es für Vereine dann werden, wenn sie mehrere „Betriebsstätten“ unterhalten. Dies kann beispielsweise zutreffen, wenn der Sportverein ein oder mehrere PCs in seiner Geschäftsstelle betreibt und auf einem entfernt gelegenen Sportplatz zusätzlich ein PC, Notebook oder UMTS-Handy betreibt. Oder bei einem Verein mit mehreren „Zweigstellen“. Beispielsweise ein Kreisverein der mehrere (auch nicht selbständige) Ortsgruppen mit eigener Geschäftsstelle unterhält.
Selbst Mitarbeiter oder Mitglieder, die ihren PC „nicht nur ausschließlich“ privat nutzen, müssen diesen Internet-PC anmelden. Dann sind auch für den privaten PC Gebühren zu entrichten.
„Es kann nicht sein, dass ehrenamtliche Vereinstätigkeit damit bestraft würde, dass Vereine monatlich 5,52 Euro, möglicherweise sogar pro PC, bezahlen müssen“, protestiert Peter Knuff, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Vereine & Verbände (bdvv). „Einerseits wird auch von Vereinen verlangt, dass sie ihre Steuerklärung online mit ihrem PC abgeben, andererseits werden sie ab Januar auch noch dafür zu Kasse gebeten“.
bundesverband deutscher vereine & verbände e.V. (bdvv)
c/o Wolfgang Happes
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