(openPR) Psychopath des Monats
Der „Psychopath des Monats“ wird nicht jeder, sondern nur die Besten. Gäbe es eine Liste mit Personen, die unter Psychopathie leiden, wäre sie sicher gefüllt mit bekannten Persönlichkeiten. Aber auch Menschen mit psychopathischen Zügen, die nicht medial in Erscheinung treten, existieren in einer nicht unbedenklichen Größenordnung. Auf der Webseite der Save Society unter „https://save-society.org/home/kennst-du-einen-psychopathen/“, einer Organisation, die sich gegen Diskriminierung einsetzt, unter der Rubrik Psychopathie, findet jeder ab heute eine Möglichkeit einen Selbsttest zu absolvieren. Dabei können Interessierte, Fragen für sich oder fremde Personen beantworten und sich dadurch mit den typischen Symptomen der Psychopathie auseinandersetzen.
Die meisten Psychopathen, selbst wenn diese Verbrechen begehen, führen ein „normales“ und unbehelligtes Leben. Es ist nicht selten festzustellen, dass gerade gehobene Positionen in Unternehmen von Psychopathen besetzt sind. Aber auch in Schulen, Krankenhäusern und in der Politik finden sich Menschen mit entsprechenden Symptomen. Darunter leidet dann meist das Lebensgefühl oder das Arbeitsklima und manche Menschen bekommen dadurch gesundheitliche Defizite wie z.B. Depressionen. Psychopathen sind meist verantwortungslos und missachten die sozialen Normen. Sie können sich nur schwer an Regeln und Verpflichtungen halten und es fehlt ihnen an Schuldbewusstsein, sowie dem richtigen Einfühlungsvermögen (Empathie). Oft besteht zudem eine niedrige Schwelle zu aggressivem Verhalten, da sie eine geringe Frustrationstoleranz besitzen. Diese Menschen gehen zwar Beziehungen ein, jedoch sind diese nicht sehr langfristig und stabil.
Leider lassen sich Psychopathen nur schwer therapieren. Ihnen fehlen die grundlegenden Voraussetzungen für eine Therapie, wie beispielsweise die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen, Einfühlungsvermögen oder die Einsicht, dass Verhaltensänderungen nötig sind. Zudem wird durch ihr krankhaftes Lügen, ihre manipulative Redegewandtheit und das charmante Auftreten eine Therapie sehr schwierig. Diese Menschen können sich der Therapie leicht entziehen und den Therapeuten täuschen. Ihnen fällt es leicht, einen vermeintlichen Erfolg vorzuspielen. Daher ist eine der besten Lösungsansätze, Psychopathen zu meiden und nötigenfalls den Arbeitsplatz zu wechseln.
Durch die 20 Fragen, die während des Tests auf der Webseite der Save Society gestellt werden, sollen Verhaltensweisen von potenziellen Psychopathen beschrieben werden. Wer dann dieses Verhalten an sich selbst oder einem anderen Menschen beobachtet, könnte ein Psychopath sein. Dieser Selbsttest wurde angelehnt an das bekannte Instrument des Psychologen Robert D. Hare, die „Psychopathy Checklist Revised (PCL- R)“. Mit diesem umfangreichen Test lassen sich Psychopathen identifizieren und bewerten. Untersuchungen der Organisation haben ergeben, dass es eine hohe Anzahl unerkannter Psychopathen in unserer Gesellschaft gibt.
Ob nun jemand zum Psychopathen des Monats gekrönt werden könnte, bleibt wohl eher unwahrscheinlich. Trotzdem lässt das Verhalten und das antisoziale Auftreten nur eine Konsequenz zu: Psychologische Hilfe.










