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Masern noch nicht ausgerottet

12.07.201809:40 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Bochum: Masern sind gefährlich und gelten zu Unrecht als harmlose Kinderkrankheit. Zu oft kommt es zu schweren Verläufen mit Hirnschäden und auch tödlichen Folgen – gerade auch bei Jugendlichen und Erwachsenen. Die gefährliche Infektionskrankheit, die schon 2015 in Deutschland ausgerottet sein sollte, ist offenbar nicht totzukriegen. Nicht nur das Ruhrgebiet, München oder Berlin melden immer wieder Masernausbrüche. Jetzt ist aktuell Köln betroffen. Einen wirksamen Schutz bietet allein eine vollständige Masernimpfung.

Masern sind eine der ansteckendsten Infektionen. Die Erreger werden durch Tröpfchen übertragen, zum Beispiel beim Sprechen, Husten oder Niesen. In Afrika und Asien gehören Masern zu den zehn häufigsten Infektionskrankheiten. Der Anteil tödlicher Verläufe ist in sogenannten Entwicklungsländern besonders hoch. Auch in Europa – z. B. Frankreich oder Rumänien – kommen Masern häufiger vor. Touristen- und Flüchtlingsströme sorgen für eine weltweite Verbreitung. Zwar sind in Deutschland Masernerkrankungen selten, dennoch kommt es immer wieder zu regionalen Ausbrüchen. Aktuell warnt das Gesundheitsamt in Köln vor der Gefahr einer Erkrankung. Das Risiko eines schweren Verlaufes ist hoch und wird mit 1 pro 1000 Masern-Erkrankungsfällen angegeben.

Seit Einführung der Meldepflicht 2001 ging die Zahl der jährlich gemeldeten Masernfälle zwar beständig zurück, doch ist eine Ausrottung der Masern in Deutschland längst nicht erreicht. Allein 2017 wurden dem Robert Koch-Institut nahezu 1000 Fälle gemeldet, die Hälfte davon in Nordrhein-Westfalen. An Masern erkranken zunehmend Jugendliche und Erwachsene – 2013 waren rund 44 Prozent der Erkrankten mindestens 18 Jahre alt, 29 Prozent der Erkrankten mussten im Krankenhaus behandelt werden. Rund drei Viertel aller Erkrankten war nicht vollständig oder gar nicht gegen Masern geimpft.

Um einen ausreichenden dauerhaften Impfschutz aufzubauen, ist die zeitgerechte Impfung von Kindern notwendig. Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) soll die erste Impfung zwischen dem 11. bis 14. Lebensmonat, die zweite Impfung ab dem 15. bis 23. Monat erfolgen. Grundsätzlich sollten sich auch alle Versicherten, die nach 1970 geboren wurden, in der Kindheit aber gar nicht oder nur einmal geimpft wurden, oder deren Impfstatus unklar ist, impfen lassen – so die Empfehlung der STIKO.

„Leider werden nicht alle Kinder im vorgesehenen Alter vollständig geimpft“, bedauern die Gesundheitsexperten der VIACTIV Krankenkasse. „So haben wir bundesweit zwar eine Impfquote von 97 Prozent bei der ersten Impfung, bei der zweiten sind es allerdings mit 93 Prozent schon merklich weniger. Das erhöht das Erkrankungsrisiko des Einzelnen und begünstigt die Ausbreitung von Masern. Wir appellieren daher an alle, die von der STIKO empfohlenen Impfmöglichkeiten zu nutzen.“

Urlaubsreisenden empfiehlt die VIACTIV Informationen über Maserngebiete und Ausbrüche der Erkrankung im Urlaubsland zu beachten. Eine medizinische Beratung erhalten VIACTIV-Versicherte telefonisch rund um die Uhr unter 0800 1405541 22090.

Typische Symptome der Maserninfektion
Masern beginnen meist mit grippeähnlichen Symptomen – hohes Fieber, Husten, Schnupfen. Erst einige Tage später entwickelt sich der typische Masern-Ausschlag. Als häufige Komplikation sind Bronchitis, Mittelohr- und Lungenentzündung bekannt. Bei etwa einem von 1000 Erkrankten kommt es zu lebensbedrohlichen Gehirnentzündungen.

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