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Masernepidemien durch Impfmüdigkeit - Impfung kann Leben retten

05.06.200913:19 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Masernepidemien durch Impfmüdigkeit - Impfung kann Leben retten
Die Masernimpfung - von der STIKO seit Jahren empfohlen - kann Leben retten. Masern sind deutscher Export-Schlager. Die Impfmüdigkeit hier zu Lande behindert die Ausrottung der Infektionskrankheit wel
Die Masernimpfung - von der STIKO seit Jahren empfohlen - kann Leben retten. Masern sind deutscher Export-Schlager. Die Impfmüdigkeit hier zu Lande behindert die Ausrottung der Infektionskrankheit wel

(openPR) Zärtlich begrüßt Leon sein Geschwisterchen. Er freut sich schon darauf, bald nach Herzenslust mit ihm spielen zu können. Um die Spielfreude der beiden nicht zu gefährden, haben die Eltern schon frühzeitig an den Schutz vor bedrohlichen Krankheiten gedacht und Leon gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken impfen lassen. So ist nicht nur er geschützt, sondern auch sein Geschwisterchen. Insbesondere Babys, die noch zu klein für die Impfung sind, sind so nämlich indirekt vor Infektionen gefeit.



Ab elf Monaten sollten alle Kleinkinder die erste Impfdosis gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken erhalten - empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission). Mit einer Vierfach-Impfung ist das mit nur einem Pieks möglich. Vier Wochen danach, aber spätestens zum zweiten Geburtstag sollte die wichtige zweite Impfung erfolgen, die vor den Erkrankungen und deren möglichen Komplikationen schützt. Eltern, die sich fürs Impfen entscheiden, übernehmen zudem soziale und gesellschaftliche Verantwortung: Sie tragen dazu bei, dass die Durchimpfungsraten höher werden und die so genannte indirekte Herdenimmunität - auch Kollektivschutz - zunimmt. Denn auch Ungeimpfte profitieren davon, z.B. Säuglinge, Schwangere, Menschen mit schwachem Immunsystem und Ältere.

Weitere Informationen findet man auch im Internet unter http://www.kinderaerzte-im-netz.de und unter http://www.gesundes-kind.de.

Die Weltgesundheitsorganisation meldete am 03.02.2009: Zu wenige Schutzimpfungen gegen Masern in Deutschland - Masern sind deutscher Export-Schlager. Die Impfmüdigkeit hier zu Lande behindert die Ausrottung der Infektionskrankheit weltweit.

Solche und ähnliche Schlagzeilen konnte man im Januar und Februar 2009 in der Presse und im Internet finden, denn die Masern sind schon wieder auf dem Vormarsch: In Gelsenkirchen wurden am 22.01.09 vorsorglich drei Schulen für fünf Tage geschlossen. Fünf Kinder waren an Masern erkrankt und man wollte eine mögliche Infektionskette gleich im Keim ersticken.

In Hamburg waren Mitte Januar die ersten Masernfälle aufgetreten, die zunächst junge Erwachsene im Alter von 20 bis 35 betrafen. Inzwischen ist die Zahl der Masererkrankungen im Raum Hamburg auf 47 angestiegen. Auch hier haben die Behörden reagiert und vorsorglich Eltern-Kind-Gruppen mit Kleinkindern bis zu 18 Monaten für sechs Tage geschlossen.

Eigentlich wollte die WHO im nächsten Jahr melden, dass die Masern ausgerottet sind. "Impfmüde und Impfgegner" nehmen in Kauf, dass es immer wieder zu Masernepidemien kommen kann. Ein Team von Infektionsepidemiologen am Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin berichtet im "Bulletin of the World Health Organization": Vier von fünf erkrankten Kindern waren gar nicht oder nicht ausreichend immunisiert. 36 Prozent der Eltern gaben an, sie hätten die Impfung vergessen. Die Wissenschaftler folgern in ihrem Bulletin: "Die Ansammlung von Personen ohne Immunität führte zu diesem Ausbruch".

Leider scheint noch nicht ausreichend bekannt zu sein, dass die Masern alles andere als eine harmlose Kinderkrankheit sind. "Eine Maserninfektion kann nicht nur akut gefährliche Folgen wie Enzephalitis (Hirnentzündung) oder Lungenentzündung, sondern auch tödliche Spätfolgen haben. Vor kurzem erst erkrankte ein sechsjähriger Junge aus Bielefeld nach einer Maserninfektion an der tödlichen Folgekrankheit, einer Gehirnentzündung namens SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis). Der Junge hatte sich als Säugling mit dem Masernvirus angesteckt." Damals war der Junge noch zu jung für die Impfung, so dass er von einem ungeimpften älteren, an Masern erkrankten Kind infiziert wurde.

Masernimpfung - von der STIKO seit Jahren empfohlen - kann Leben retten
Die Impfung ist so einfach, so sicher und so gut verträglich. Mit nur einem Pieks ist es möglich, gegen vier vermeintlich harmlose Kinderkrankheiten zu schützen, denn es gibt die Vierfach-Impfung. Sie schützt "auf einen Streich" gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Für die Kleinen empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut) generell die Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken, die entweder als Vierfach-Impfung oder Dreifach-Impfung plus Windpocken-Einzelimpfung erfolgen kann. Es sind jeweils zwei Impfdurchgänge nötig: Der erste ist ab dem vollendeten 11. Lebensmonat möglich, der zweite Impfdurchgang kann bereits vier Wochen danach erfolgen, spätestens aber vor dem zweiten Geburtstag. Denn erst die zweite Impfdosis macht den Impfschutz komplett. Es ist übrigens ganz einfach, wichtige Impfungen nicht zu vergessen. Unter http://www.gesundes-kind.de können Eltern sich über den "Vergissmeinnicht-Service" per E-Mail an Impf- und Vorsorgetermine erinnern lassen.

Vergessene Impfungen können zudem jederzeit - auch im späteren Alter - nachgeholt werden. Dies gilt besonders für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die bislang nicht geimpft sind oder die Krankheit nicht "durchgemacht" haben.

Impfung - gesellschaftliche und soziale Verantwortung
Eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent müsste erreicht werden, um Masernepidemien und ihre gravierenden Folgen auszumerzen. Tatsächlich aber erhalten in Deutschland zwar etwa 93,5 Prozent aller Kinder die erste Impfung, aber nur 77,4 Prozent die wichtige und für den Schutz entscheidende zweite Impfung.

Dabei leisten Impfungen nicht nur individuellen Schutz, sondern auch den Schutz anderer. So ist es beispielsweise nachgewiesen, dass ungeimpfte Kinder das Kollektiv gefährden können. Säuglinge, die noch zu jung sind, um geimpft zu werden, können nur durch eine hohe Durchimpfungsrate geschützt werden. Auch Kinder, die aus irgendwelchen Gründen nicht geimpft werden dürfen, bekommen Sicherheit und Schutz durch geimpfte Mitmenschen. Denn diese nehmen ihre soziale und gesellschaftliche Aufgabe ernst. Davon profitieren übrigens auch Impfgegner. Nur diese so genannte Herdenimmunität - also der Infektionsschutz vieler - ist in der Lage, Krankheiten wie die gefährlichen Masern auszurotten.

Für Redaktionen:
Zusätzliche Informationen und Bildmaterial können bei WEDOpress GmbH abgerufen werden. Ihr Ansprechpartner: Angelika Lemp, Telefon: 06171 - 9141-0

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