(openPR) Der STIKO-(Ständige Impfkommission)-Vorsitzender Friedrich Hofmann prangert auch dieses Jahr wieder die allgemeine Impfmüdigkeit der Deutschen an. Diese verhindere die Ausrottung gefährlicher Krankheiten und wäre mit einer der Gründe für wiederkehrende Epidemien. „Das Thema Impfung wird meist nur mit Kindern in Verbindung gebracht. Das müssen wir ändern“, appellierte der Experte. Nur wenn viele Menschen durch eine Immunisierung geschützt seien, ließen sich Viruserkrankungen regional erfolgreich eindämmen.
Hofmann regt an, in Sachen Impfung die Arbeitgeber stärker einzubinden. Betriebsärzte müssten noch effektiver die Angestellten im Unternehmen bei jeder arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung auf die Wichtigkeit von Impfungen hinzuweisen und den Probanden eine Impfung direkt anbieten. „Ich empfehle jedem Bürger, sich impfen zu lassen. Vor allem dann, wenn der Beruf entsprechende Risiken birgt, sich selbst oder andere anzustecken“, so der Experte.
Aufgabe der STIKO ist es, auf wissenschaftlicher Grundlage ständige Empfehlungen für die notwendigen Schutzimpfungen in Deutschland zu erarbeiten. Diese werden unter anderem auf der ersten Nationalen Impfkonferenz vorgestellt, die vom 5. bis 7. März 2009 in der Rheingoldhalle in Mainz stattfindet.

