(openPR) An der Ernst-Abbe-Hochschule in Jena gibt es bald einen Masterstudiengang für E-Commerce. Zu über 75 % wird der Studiengang durch Unternehmen der Jenaer Wirtschaft finanziert. Ist die Bezahlung der Bildung durch Unternehmen der freien Marktwirtschaft bald das Modell der Zukunft?
Am 29.06.2018 schlossen die Ernst-Abbe-Hochschule Jena, das Thüringer Wirtschaftsministerium, die STIFT und mehrere Unternehmen der Wirtschaft Jenas einen Vertrag über den Aufbau des Masterstudiengangs E-Commerce. Bereits der Bachelorstudiengang zu dieser Fachrichtung wurde durch Unternehmen und Privatpersonen unterstützt. Ist es legitim, dass Unternehmen in das Bildungswesen eingreifen und sogar völlig neue Studiengänge schaffen?
Die Ernst-Abbe-Hochschule Jena muss sparen - so wie wahrscheinlich fast jede staatliche Hochschule. Trotzdem wollen sie innovativ bleiben und sich weiterentwickeln. Dazu gehöre es eben auch, neue - praxisrelevante - Studiengänge anzubieten (Quelle https://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Jenaer-EAH-Rektorin-Beibst-im-Gespraech-Neue-Studiengaenge-trotz-Sparrunden-1715586021). Denn das (Haupt-)Ziel der akademischen Ausbildung an den meisten Hochschulen ist, dass die Absolventen den Unternehmen der freien Wirtschaft zur Verfügung stehen und dort Ihre Wirtschaftsleistung erbringen.
Deswegen ist es ein Vorteil für Hochschulen, wenn sich Unternehmen mit Input und finanzieller Unterstützung beteiligen: das Ergebnis sind innovative Studiengänge, die nicht nur für Studieninteressierte interessant sind, sondern die als Ergebnis auch Absolventen hervorbringen, die die Wirtschaft händeringend braucht. Genau das hat auch FLYACTS (Link https://www.flyacts.com/), eine App-Agentur aus Jena, bewegt, sich an dem Masterstudiengang E-Commerce zu beteiligen. Gern investieren sie in innovative Systeme und mit etwas Glück sogar in ihren eigenen Fachkräftenachwuchs (Link: https://www.flyacts.com/jobs-karriere).
Und es sei gesagt: es wird trotzdem nicht nur Ingenieure, Chemiker und E-Commerce-Manager in naher Zukunft geben - öffentliche Gelder werden nachwievor auch für Studiengänge zur Verfügung stehen, die nicht im Fokus der freien Wirtschaft stehen - und das ist auch gut so, für eine vielfältige Gesellschaft.










