(openPR) Dankbar für die Hilfe von anderen zu sein, mag grundsätzlich jedem im Blut liegen. Doch im Falle einer Pflegebedürftigkeit verschieben sich mitunter die Gründe für die Dankbarkeit. Immerhin geht es hier nicht mehr nur um ein gesundes Mittelmaß von geben und nehmen. Jedenfalls nicht aus der Sicht von Pflegebedürftigen.
In unserer alternden Gesellschaft werden immer mehr Menschen pflegebedürftig. Wobei auch jüngere Menschen aufgrund einer Erkrankung oder auch eines Unfalls schnell zum Pflegefall werden können. Diese steigende Zahl an pflegebedürftigen Menschen liegt in erster Linie darin begründet, dass die Jahrgänge der sogenannten Babyboomer nun nach und nach das Alter erreichen, in denen sich mehr oder weniger die Alterserscheinungen und Erkrankungen einstellen, die schlussendlich für den jeweiligen Pflegegrad entscheidend sind. Denn wenn zwar der Körper noch fit und aktiv ist, indes aber die Erinnerungslücken immer größer werden, so dass ein selbstbestimmtes Leben im eigenen Haushalt kaum noch möglich ist, braucht man Hilfe. Ebenso können körperliche Einschränkungen dazu führen, dass man nicht mehr im eigenen Haushalt leben kann, da immer jemand zugegen sein muss, um zu helfen. Doch sehr oft ist es für Pflegebedürftige zu Beginn schwer, Dankbarkeit zu zeigen. Plötzlich sind sie dankbar für kleine und große Hilfestellungen, die sie vorher nicht nötig hatten. Und doch fällt es ihnen zunächst schwer, die Dankbarkeit unvoreingenommen zu zeigen, denn plötzlich fühlen sich viele Pflegebedürftige als Last für andere. Immerhin stellt die Pflegebedürftigkeit nicht nur Angehörige vor völlig neue Herausforderungen.
Es ist also grundsätzlich schwierig, doch pflegebedürftige Menschen sind sehr dankbar, auch wenn sie es vielleicht nicht mehr in einer Art und Weise zeigen können, wie andere es von ihnen erwarten. Sie sind dankbar für jede noch so kleine Zuwendung, jedes Gespräch und jeder noch so kleinen Begegnung auf Augenhöhe. Denn leider erleben immer noch viele ältere und kranke Menschen die Abschiebung auf eine mindere Stufe. Häufig fühlen sie sich ungebraucht, unnütz und im schlimmsten Fall sogar als ungewollt. Nicht selten kommt bei vielen pflegebedürftigen das Gefühl auf, dass sie nichts mehr wert sind und anderen nichts als mühevolle Pflegearbeit abfordern. Hier braucht es mitunter neben der fachlichen Pflege durchaus auch eine große Portion Einfühlungsvermögen.
Doch was nutzt das größte Einfühlungsvermögen und Verständnis, wenn auf der anderen Seite fachlich gut ausgebildete Pfleger und Pflegerinnen, sich ihrer eigentlichen Aufgabe nicht mehr stellen können? Wenn Bürokratie, Schreibarbeit und Fachkräftemangel nicht konträr zur Berufung stehen? Pflegebedürftige in den Heimen und ambulanten Einrichtungen oder auch in der häuslichen Pflege sind deswegen nicht minder dankbar, auch wenn es bei so manchem Pfleger oder Angehörigen oftmals ein schlechtes Gewissen hinterlassen mag. Denn der Zeitmangel, der häufig aufgrund der fehlenden Fachkräfte entsteht, ist nicht wieder aufzuholen. Denn es braucht mehr, als nur fadenscheinige Versprechungen durch die Politik, um aus dem Pflegeberuf wieder eine allseits anerkannte Berufung machen zu können, bei der Pflegebedürftige ihre Dankbarkeit auch zeigen können.
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