(openPR) Die Rezession der Finanz-und Wirtschaftskrise sind noch heute in der gesamten EU spürbar (Bundeszentrale für politische Bildung, 2016). Die Bundeszentrale für politische Bildung gab bekannt, dass im Februar 2016 die Jugendarbeitslosenquote bei 19,4% in der EU lag. Nach Statista liegt die aktuelle Jugendarbeitslosenquote in der EU im März 2018 bei 17,1% (vgl. Statista, 2018).„Die Jugendarbeitslosenquote drückt die Zahl der arbeitslosen 15-24-Jährigen als Anteil der Erwerbspersonen der gleichen Altersklasse aus.“ (Statista 2018).
Allgemein war es für Personen mit einem Low-Skill-Level (Humankapital) schwierig in die Erwerbstätigkeit zu kommen. Nach der Finanzkrise 2008 scheint dies jedoch fast undenkbar geworden zu sein. Die Krise hat den Arbeitsmarkt mit solch einer gewaltigen und weltweiten Wucht getroffen, dass die Folgen bis heute noch andauern und es lange dauert bis sich die einzelnen Länder erholen können. Gerade die Arbeitslosenquote ist ein wichtiger Indikator für das Sozial-und Wirtschaftssysteme eines Landes. Vor allem die steigenden Sozialausgaben und gesunkenen Steuereinnahmen führen zu einer Belastung. Ein unmittelbarer Effekt auf die Bevölkerung stellen eine mögliche Verarmung sowie mögliche soziale Ausgrenzungen dar.
Inmitten dieser Diskussion verpflichtete sich das Projekt SMART (Skill Matching Assistance and Reporting Tool) der Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit. Diese Idee verfolgt es nun schon seit dem 01.04.2016. Das Team besteht aus folgenden Länderpartnern: Association Institutio Pro Educationem Transilvaniensis (Rumänien), Universität Paderborn und Ingenious Knowledge GmbH (Deutschland), School of Education and Social Work (Großbritannien) und die Jugendorganisation Neolea gia Antallagi kai Katanoisi (Zypern).
Das SMART Tool findet sich kostelos unter: https://kidsfreckles.com/smart/smart/site/index
Es bietet eine einfache und leicht verständliche Benutzeroberfläche, die einen Matching-Prozess zwischen Arbeitsgebern und Arbeitssuchenden durchführt. Hierzu erstellen die Jugendlichen ein Profil und können ihre Fähigkeiten und Kompetenzen testen, indem sie zu unterschiedlichen Aussagen, welche sich auf Videoszenarien mit betrieblichen Situationen beziehen, Stellung nehmen sollen. Durch eine Bewertungsskala neben den verschiedenen Aussagen bewerten sie die dort angebotenen Aussagen zu möglichen Handlungsalternativen entsprechend ihrer eigenen Einstellung . Hinter diesen Aussagen verbergen sich spezifische Fähigkeiten und Kompetenzen, die von jeder zu bewertenden Aussage getestet werden. Das System erhält die Information, wie diese Entscheidung zu messen ist, nachdem der betriebliche Benutzer und Jobanbieter die Wichtigkeit der Kompetenzen für seine angebotene Stelle festgelegt hat. Aufgrund der Messungen gibt das System ein Feedback inwieweit spezifische Fähigkeiten und Kompetenzen ausgeprägt sind und ermittelt inwieweit diese Fähigkeiten und Kompetenzen mit angebotenen Stellen matchen.
Das gleiche Verfahren wird für die Jobprofile der Unternehmen angewandt. Die Unternehmen gewichten eine Reihe von Fähigkeiten, die für ihre spezifische Stellenausschreibung benötigt werden, indem sie diese Fähigkeiten in Bezug auf die bestehende Position relativieren. Nun werden die Profile der Jugendlichen und der Unternehmen miteinander abgeglichen und das System versucht Grade von Übereinstimmungen zwischen dem Anforderungsprofilund dem Kompetenz- und Fähigkeitsprofil der Bewerber zu erstellen - ein sogenanntes „Matching“ . Beispielsweise wünscht sich ein Unternehmer einen Arbeitnehmer der viel Flexibilität mitbringt und möchte daher einen Nutzer, der mindestens 75 Punkte aufweist. Sobald das System einen Nutzer findet, der die gleiche Punktzahl oder höher erreicht, markiert das System sie als ein „Matching“. Dieser Matching-Prozess wird mit allen Jobprofilen durchgeführt, die auf der Plattform verfügbar sind, und dem Nutzer werden alle gefundenen Übereinstimmungen angezeigt. Der gesamte Grad des Matching ergibct sich durch die Betrachtung der verschiedenen Übereinstimmung in unterschiedlichen Bereichen.
Das international ausgerichtete Erasmus+ -Projekt im EU-Bildungsprogramm ERASMUS+ findet nun Ende Mai diesen Jahres einen sehr erfolgreichen Abschluss. Das Projekt wurde von der europäischen Kommission kofinanziert. Das Projektkonsortium ist zuversichtlich, dass das Matching-Tool von SMART sowohl Jugendlichen als auch betrieben hilft, einen Arbeitsplatz zu bekommen bzw. Arbeitpältze mit passenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu besetzen. Auch benachteiligten Jugendlichen soll das System eine Hilfestellung bieten und auf eine innovative Art und Weise die Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit fördern.
Bei Fragen zum Projekt oder zum Tool selbs, wenden Sie sich, an den genannten Kontakt. Die Website des Projektes finden Sie unter: http://eduproject.eu/smart












