openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Abgasskandal: Weiterer Rückruf bei Porsche. Ruiniert das Software-Update die Motoren?

18.05.201817:30 UhrTourismus, Auto & Verkehr
Bild: Abgasskandal: Weiterer Rückruf bei Porsche. Ruiniert das Software-Update die Motoren?
Porsche Panamera © HAHN Rechtsanwälte
Porsche Panamera © HAHN Rechtsanwälte

(openPR) Bremen/Stuttgart, 18.05.2018
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat am 14.05.2018 und 16.05.2018 für Porsche der Modellreihen Cayenne und Macan weitere Rückrufe wegen Abgasmanipulationen angeordnet. Betroffen sind V6 und V8 Diesel, die bereits mehrfach durch illegale Abschaltvorrichtungen aufgefallen sind. HAHN Rechtsanwälte führt im Zusammenhang mit beiden Motorenmodellen bereits Klageverfahren gegen Audi und Porsche. Betroffene Kunden müssen nun befürchten, dass sie gezwungen werden, ein Softwareupdate vornehmen zu lassen, das im Verdacht steht, wichtige Komponenten des Abgasrückführungssystem auf Dauer zu zerstören.



„Wir gehen davon aus, dass über die gesamte Modellpalette des VW-Konzerns hinweg die großen V6 und V8 Dieselaggregate mit illegalen Abschaltvorrichtungen ausgestattet wurden, um die Euro-Norm 6 zu erhalten. Dies betrifft auch Fahrzeuge, die noch nicht zurückgerufen wurden, z.B. den Audi A8. In diesem Zusammenhang führen wir bereits Klagen“, teilt Fachanwalt Lars Murken-Flato von HAHN Rechtsanwälte mit.

Besonders groß war offenkundig der Aufwand, den der VW-Konzern betreiben musste, um bei seinen leistungsstärksten Dieselmotoren im Prüfstandbetrieb normgerechte Ergebnisse vorzutäuschen. Der SPIEGEL berichtet, dass allein beim Porsche Macan fünf illegale Abschaltvorrichtungen verbaut wurden. Entsprechend schwer dürfte es dem Konzern fallen, dieses Rad zurückzudrehen. Bereits zuvor hatte Porsche über Rückrufe versucht die Abgasprobleme in den Griff zu bekommen. Diverse Audi-Modelle mit V6-Motoren wurden bereits am 23. Januar diesen Jahres zurückgerufen. Bis heute hat Audi die Anordnung des KBA aber nicht umgesetzt. Die bisherigen Erfahrungen bei Software-Updates dieser Motoren legen nahe, dass dies vor allem an technischen Problemen liegt. Die Änderung am Abgasrückführungssystem durch das Dieselupdate, so zeigen bisherige Erfahrungsberichte von Betroffenen, führen zu unzähligen technischen Folgeproblemen.

„Wir sind der Überzeugung, dass die Öffentlichkeit erneut getäuscht und belogen wird. Dem ADAC zur Folge werden die Abgasprobleme zwar gelöst, also der Stickoxid-Ausstoß im normalen Straßenverkehr reduziert. Die Folge für den Besitzer des Fahrzeuges ist aber ein höherer Verschleiß von Einzelteilen des Abgasrückführungssystems, bis hin zu Verrußung des Motors.“, äußert Fachanwalt Murken-Flato, der zahlreiche Betroffene vertritt.

Experten warnen schon seit langer Zeit, dass die Deaktivierung der Abschaltvorrichtungen durch ein Update zu schweren Schäden am Motor führen kann. Diese Unsicherheiten und die Einstellung der gesamten Produktion von Dieselfahrzeugen durch Porsche im Zuge des Abgasskandals führen derzeit zu dramatischen Wertverlusten bei einer Marke, die jahrzehntelang für Wertstabilität stand. „Updates werden daran nichts ändern. Wie bei einem Unfallfahrzeug tragen abgasmanipulierte Pkw einen Makel, den sie nie wieder loswerden“, so Murken-Flato.

Betroffene sind aber nicht rechtlos gestellt. In hunderten Fällen wurde der VW-Konzern bzw. dessen Händler bereits bundesweit durch zahlreiche Landgerichte wegen der Abgasmanipulationen zum Schadenersatz oder zur Rückabwicklung verurteilt. „Politik und Aufsichtsbehörden versagen. Aber die deutsche Justiz verhilft den Kunden immer mehr zu ihrem Recht. Wir raten allen Betroffenen, sich umgehend Rechtsrat einzuholen, da die Chancen auf Schadenersatz sehr hoch sind“, berichtet Rechtsanwalt Murken-Flato. Was viele Verbraucher zudem nicht wissen ist, dass sie ganz unabhängig von diesen Schadenersatzansprüchen Ihren Diesel bei finanzierten Fahrzeugen auch über den seit Jahren erprobten Widerruf von Darlehen loswerden können.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 1004556
 1145

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Abgasskandal: Weiterer Rückruf bei Porsche. Ruiniert das Software-Update die Motoren?“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Hahn Rechtsanwälte PartG mbB

Haspa zur Rückabwicklung von Darlehensvertrag vom 30.05.2011 verurteilt
Haspa zur Rückabwicklung von Darlehensvertrag vom 30.05.2011 verurteilt
Hamburg, 26.09.2018: Die Meldungen über positive Urteile gegen die Hamburger Sparkasse AG reißen nicht ab. Erneut hat das Landgericht Hamburg die Haspa zur Rückabwicklung eines neueren Darlehensvertrages verurteilt. Vorliegend ging es um ein Immobiliardarlehen vom 26./30. Mai 2011 über 50.000,00 Euro. Das Landgericht Hamburg entschied mit Urteil vom 24. August 2018 – 307 O 163/17 –, dass die klagenden Verbraucher ihre Willenserklärungen zum Abschluss des Darlehensvertrages wirksam widerrufen hätten. Die Widerrufsfrist habe bei Ausübung des Wi…
Dieselfahrer sollen Nachrüstung mitbezahlen
Dieselfahrer sollen Nachrüstung mitbezahlen
Bremen, 25.09.2018: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will offenbar Dieselfahrer an möglichen Nachrüstungskosten mit bis zu 600 Euro beteiligen. Den Rest sollen die Hersteller zahlen. Das berichtet das „Handelsblatt“. Staatliche Zuschüsse soll es nicht geben. Insgesamt kostet die Hardware-Nachrüstung eines Dieselfahrzeugs etwa 3000 Euro. Die Maßnahme verspricht, die Abgaswerte der Autos deutlich zu verbessern. Scheuers Plan: Nur solche Autos, bei denen die Umrüstung technisch sinnvoll sei, sollen umgerüstet werden. Das betreffe la…

Das könnte Sie auch interessieren:

Rückruf Porsche Cayenne mit der Abgasnorm Euro 5 – KBA verhängt Zwangsgeld
Rückruf Porsche Cayenne mit der Abgasnorm Euro 5 – KBA verhängt Zwangsgeld
… Vollzug angeordnet hatte, ist auch nach über einem Jahr nichts passiert. Laut Porsche sei der enorme technische Aufwand für die Verzögerung verantwortlich, so dass ein Software-Update erst jetzt vorgelegt werden könne, berichtet der BR. Inzwischen will sich offensichtlich selbst das KBA nicht länger hinhalten lassen. Es verhängte ein Zwangsgeld in Höhe …
Abgasskandal bei VW, Audi oder Porsche – Ansprüche rechtzeitig durchsetzen
Abgasskandal bei VW, Audi oder Porsche – Ansprüche rechtzeitig durchsetzen
Rückrufaktionen für den Porsche Cayenne und Audi-Modellen der Baureihen A7 und A8, drohender Verkaufsstopp für den VW Touareg mit dem 3-Liter Dieselmotor – der Abgasskandal hat VW und seine Konzerntöchter weiter fest im Griff. Immer häufiger geraten nun die großen 3-Liter-Dieselmotoren in den Fokus. So ordnete das Bundesverkehrsministerium den Rückruf …
Bild: KBA ordnet Rückruf für eine Vielzahl von Mercedes-Modellen anBild: KBA ordnet Rückruf für eine Vielzahl von Mercedes-Modellen an
KBA ordnet Rückruf für eine Vielzahl von Mercedes-Modellen an
… Roadster SLK. Im Bereich der Transporter wurde der Rückruf neben dem Vito auch für die V-Klasse und den Sprinter angeordnet. Bei allen Modellen soll ein Software-Update aufgespielt werden, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Daimler steht auf dem Standpunkt, dass es sich um keine illegalen Abschaltfunktionen handelt. Der Autobauer werde Widerspruch …
Abgasskandal – 3-Liter-Motoren EA 897 und EA 896 EURO 5 geraten in den Fokus
Abgasskandal – 3-Liter-Motoren EA 897 und EA 896 EURO 5 geraten in den Fokus
… Bemerkenswert: Für beide Fahrzeuge liegt bislang kein verpflichtender Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes vor. Allerdings hat der Hersteller sich freiwillig bereit erklärt, ab Sommer 2016 ein Software-Update bereitzustellen. Die Klagen hatten in der ersten Instanz vor dem Landgericht Heidelberg (Az. 17 U 257/18) und dem Landgericht Karlsruhe (Az. 17 U 294/18) …
Abgasskandal – Pleite für Porsche vor dem OLG Düsseldorf
Abgasskandal – Pleite für Porsche vor dem OLG Düsseldorf
… durch den Rückruf des KBA belegt, so das OLG Düsseldorf. Der Mangel sei auch erheblich und der Kläger müsse sich nicht auf eine Nachbesserung durch ein Software-Update einlassen. Zumal dieses Update von Porsche durchgeführt werden müsste und das Vertrauensverhältnis zu dem Hersteller zerstört sei, führte das Gericht aus. Der Kaufvertrag müsse daher rückabgewickelt …
Bild: Rückruf Porsche Macan – Rechtsschutzversicherung in der PflichtBild: Rückruf Porsche Macan – Rechtsschutzversicherung in der Pflicht
Rückruf Porsche Macan – Rechtsschutzversicherung in der Pflicht
… Porsche bleibt vom Abgasskandal nicht verschont. Wie Ende Januar bekannt wurde, soll der Porsche Macan mit 3-Liter-Dieselmotor in die Werkstätten zurückgerufen werden, um ein Software-Update aufspielen zu lassen. Nach der Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) soll der Rückruf beginnen. Auch bei dem Geländewagen gibt es laut Medienberichten Hinweise …
Abgasskandal bei VW, Audi oder Porsche – Ansprüche rechtzeitig durchsetzen
Abgasskandal bei VW, Audi oder Porsche – Ansprüche rechtzeitig durchsetzen
Rückrufaktionen für den Porsche Cayenne und Audi-Modellen der Baureihen A7 und A8, drohender Verkaufsstopp für den VW Touareg mit dem 3-Liter Dieselmotor – der Abgasskandal hat VW und seine Konzerntöchter weiter fest im Griff. Immer häufiger geraten nun die großen 3-Liter-Dieselmotoren in den Fokus. So ordnete das Bundesverkehrsministerium den Rückruf …
Bild: LG Stuttgart: Porsche muss Cayenne Diesel 3.0 EU6 wegen Abgasmanipulationen zurücknehmenBild: LG Stuttgart: Porsche muss Cayenne Diesel 3.0 EU6 wegen Abgasmanipulationen zurücknehmen
LG Stuttgart: Porsche muss Cayenne Diesel 3.0 EU6 wegen Abgasmanipulationen zurücknehmen
… dem Schluss, dass in dem Porsche Cayenne eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut sei. Dafür spreche schon ein Schreiben von Porsche an die Kunden, dass das Fahrzeug ein Software-Update benötige, weil in dem Cayenne eine Software verbaut sei, die dazu führe, dass im regulären Fahrbetrieb mehr Stickoxide ausgestoßen werden als auf dem Prüfstand. Mit …
KBA ordnet Rückruf für Porsche Cayenne im Abgasskandal an
KBA ordnet Rückruf für Porsche Cayenne im Abgasskandal an
München, 29.09.2020. Der Porsche Cayenne steckt tief im Abgasskandal. Unter den Codes ALA1 und ALA9 veröffentlichte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im März bzw. September 2020 zwei Rückrufe für den SUV. Betroffen ist sowohl der Porsche Cayenne S Diesel V8 4,2 Liter TDI der Baujahre 2013 bis 2018 mit der Schadstoffklasse Euro 5 (Code ALA1) als auch der …
VW-Porsche-Skandal: LG Potsdam vertraut dem KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) nicht beim Porsche Cayenne
VW-Porsche-Skandal: LG Potsdam vertraut dem KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) nicht beim Porsche Cayenne
… junge Richterin des LG Potsdam offensichtlich das KBA auch hinsichtlich der angeordneten Rückrufaktion für den Porsche Cayenne nicht für vertrauenswürdig. Das bedeutet im VW-Abgasskandal verliert die Bundesregierung zunehmend an Vertrauen auch bei der Justiz. Schmidt rät grundsätzlich allen Betroffenen, das Update des KBA nicht installieren zu lassen und …
Sie lesen gerade: Abgasskandal: Weiterer Rückruf bei Porsche. Ruiniert das Software-Update die Motoren?