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Von Netzwerken und Simulationen

18.05.201812:17 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Von Netzwerken und Simulationen
v.l.n.r.: Gregor Frick, Thomas Beiderwieden, stv. Vorsitzender VDE Rhein-Main, und Jerome Fietz.
v.l.n.r.: Gregor Frick, Thomas Beiderwieden, stv. Vorsitzender VDE Rhein-Main, und Jerome Fietz.

(openPR) Absolventen der Frankfurt UAS mit Friedrich-Dessauer-Preis des VDE ausgezeichnet

Zwei Studierende am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben Ende April 2018 den Friedrich-Dessauer-Preis des VDE Rhein-Main erhalten. Der gemeinnützige, technisch-wissenschaftliche Verein verleiht den mit insgesamt 1.500 Euro dotierten Preis einmal pro Jahr für die besten Abschlussarbeiten an mehreren Hochschulen in Hessen in den Bereichen Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik. Damit sollen hervorragende Leistungen auf technisch-wissenschaftlichem Gebiet anerkannt, der Nachwuchs motiviert und ein Zeichen für die gesellschaftliche Bedeutung von Ingenieurinnen und Ingenieuren und deren Arbeit gesetzt werden. Der VDE Bezirksverein Rhein-Main ist Teil des VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik).



Gregor Frick erhielt den mit 1.000 Euro prämierten Friedrich-Dessauer-Preis für seine Master-Thesis, die sich mit der Realisierung dezentraler Dienste-Kombinationen, das heißt dem Verbinden einzelner Dienste (z.B. Steuerungsdienste für Smart Homes, Alarmierungs- und Überwachungssysteme), zu komplexeren Anwendungen, befasst. Das Anwendungsfeld umfasste die sogenannte „Machine-to-Machine Communication“ (M2M). Sie ermöglicht in diesem Fall eine Kommunikation zwischen Endgeräten wie Thermostaten und Luftfeuchtigkeitssensoren ohne oder mit nur minimaler menschlicher Interaktion mittels verschiedener Kommunikationsprotokolle (z.B. CoAP, SIP, MQTT). Der Aufbau der gesamten Systeminfrastruktur erfolgte unter Vermeidung jeglicher zentraler Komponenten, also ohne Steuerungszentralen oder zentrale Datenbanken, durch den Einsatz von verschiedenen Peer-to-Peer Overlay-Netzwerken (z.B. Chord, Gnutella). Dies dient der Umsetzung einer dezentralen Datenhaltung und Ende-zu-Ende Kommunikation zwischen allen beteiligten Einheiten, zum Beispiel zwischen dem Dienstanbieter und dem Dienstnutzer. „Als Ausführungsumgebung der dezentralen Dienste wurde eine Emulationsumgebung konzipiert, basierend auf der Container-Virtualisierung Docker. Zur Evaluierung der dezentralen Dienste, unter verschiedenen Netzwerkeinflüssen, wurden unterschiedliche Zugangsnetze implementiert und deren Einfluss anhand verschiedener Szenarien untersucht“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Trick, Professor am Fachbereich Informatik und Ingenieurwissenschaften an der Frankfurt UAS, der die Abschlussarbeit von Frick betreute, die den Titel „Development and Evaluation of an Emulation Environment for P2P-based M2M Applications” trägt.

Die Bachelor-Arbeit „Integration einer Instruction Trace-basierten Methode zur Messung von Software-Ausführungszeit in eine Continuous Testing-Umgebung“ von Jerome Fietz wurde mit einem Preisgeld von 500 Euro ausgezeichnet. Der Absolvent des Studiengangs Mechatronik fertigte seine Arbeit bei der Continental AG am Standort Frankfurt-Rödelheim an. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Karsten Schmidt, Studiengangsleiter des Bachelor-Studienganges Mechatronik. Der Inhalt der Arbeit unterliegt noch der Geheimhaltung.

Der Namensgeber des Preises, der Biophysiker Friedrich Dessauer (1881-1963), befasste sich den größten Teil seines Lebens mit der Erforschung radioaktiver Strahlen mit besonderem Fokus auf der Anwendbarkeit in der Medizintechnik. Um finanzielle Mittel für die Fortsetzung seines Studiums zu erwerben, gründete er in Aschaffenburg, später auch in Frankfurt, ein „Elektrotechnisches Laboratorium“, das sich unter anderem der Erforschung der Röntgenstrahlen sowie dem Bau von Röntgenapparaten widmete. Dessauer bereiste das Land, nicht nur für den Verkauf seiner Apparate, sondern auch mit dem Ziel, das Wissen über deren zweckmäßige Anwendung zu verbreiten. Seine Pionierarbeit auf dem medizintechnischen Gebiet erlangte internationale Anerkennung.

Der VDE-Rhein-Main e.V.:
Preise und Ehrungen sind ein wichtiger Bestandteil der Innovations- und Nachwuchsförderung des VDE Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V., einem der großen technisch-wissenschaftlichen Verbände Europas mit rund 36.000 Mitgliedern. Der VDE-Rhein-Main ist mit rund 2.500 Mitgliedern einer der größten VDE-Bezirksvereine. Dazu zählen Ingenieurinnen und Ingenieure, Techniker/-innen und Studierende sowie rund 120 Unternehmen aus der Elektro- und Informationstechnik und verwandten Branchen. Weitere Informationen unter: www.vde-rhein-main.de.

Kontakt: Frankfurt University of Applied Sciences, Fachbereich 2: Informatik und Ingenieurwissenschaften,
Prof. Dr. Ulrich Trick, Telefon: +49 69 1533-2228, E-Mail: E-Mail und Prof. Dr. Karsten Schmidt, Telefon: +49 69 1533-2219, E-Mail: E-Mail

Weitere Informationen zum Master-Studiengang Information Technology unter: www.frankfurt-university.de/informationtech; mehr zum Bachelor-Studiengang Mechatronik unter: www.frankfurt-university.de/ba-mechatronik

Bildunterschrift: Gregor Frick (l.) und Jerome Fietz (r.) haben den Friedrich-Dessauer Preis von Thomas Beiderwieden (m.), stv. Vorsitzender des VDE Rhein-Main, erhalten.
Bildquelle: Frankfurt UAS/Friederike Mannig

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