(openPR) Auch auf dem Salzburgring hält die Pechsträhne von Harald Proczyk an – Thomas Kappeler überzeugt erneut und etabliert sich in der Gesamtwertung im Spitzenfeld
Einen starken Eindruck hinterließ das Vizethum-Racing-Trio Harald Proczyk, Thomas Kappeler und Patrick Winter beim Qualifying am Samstagvormittag, bei dem die Startplätze für das erste Rennen auf dem Salzburgring im Rahmen der Beru Top 10 ermittelt wurden: Trotz frühen Ausfalls wegen eines technischen Defekts überzeugte Winter voll und holte sich am Ende Startplatz drei. Dahinter platzierten sich Kappeler auf sechs und „Speerspitze“ Proczyk auf zehn.
Nachmittags erfolgte dann wie gewohnt der erste Lauf der von Ford Motorsport gesponserten Serie. Bei ihrem „Heimspiel“ auf einer Strecke, bei der wegen vieler langen Geraden vor allem die Kunst des „Windschatten-Fahrens“ gefragt ist, hatten sich dann Proczyk und Winter ihren Auftritt am Rennwochenende am 17. und 18. September sicherlich anders vorgestellt: Proczyks Pechsträhne sollte nämlich zum Leidwesen des Österreichers und natürlich auch des Vizethum Teams aus dem fränkischen Betzenstein anhalten: Bereits in der Einführungsrunde musste der Spitzenfahrer seinen Boliden wegen Zündaussetzern wieder abstellen.
Und auch Winter, in der Juniorwertung vor diesem Wochenende sehr aussichtsreich platziert, war das Glück nicht hold – nach einem Zweikampf mit Konkurrent Leipert erwischte es den Youngster mit einem vor allem für das Fahrzeug schmerzhaften Ausflug in die Leitplanken. Winter überstand den „Crash“ zum Glück unbeschadet, doch sein Renner war nahe am Totalschaden.
Blieb von den Spitzenfahrern des Teams noch Kappeler, der die Fahne des Teams hochhielt und nach spannenden Positionskämpfen Rang vier sicherte. Eine gute Vorstellung bot auch Routinier Jürgen Bretschneider als 14. Ganz vorne holte Grunert vor dem Führenden in der Gesamtwertung, Seifert, sowie Martin den Sieg.
Einmal mehr in dieser Saison waren die Mechaniker der Franken gefragt, die die ganze Nacht durchackerten, um zum einen Winters Auto wieder in einen rennfähigen Zustand zu bringen, und zum anderen den technischen Defekt von Proczyk Fiesta auszumerzen. Dank des unermüdlichen Einsatzes gelang dies, und die beiden Österreicher konnten nach dem Ausfall vom Vortag zwar von ganz hinten, wenigstens aber überhaupt an den Start gehen.
Für Proczyk lief es auch im zweiten Lauf am Sonntag nicht. Der Pilot aus St. Margrethen kämpfte sich Platz für Platz nach vorne, doch die Aufholjagd des Vizemeisters der Vorsaison endete jäh, als ein ins Schleudern geratenes Konkurrenzfahrzeug direkt vor seine Motorhaube katapultiert wurde, was in einem Crash endete und das erneute vorzeitige Aus bedeutete.
Was möglich gewesen wäre, verdeutlichte Landsmann Winter, der vom 30. Rang 18 (!) Plätze gutmachte und als Zwölfter noch wichtige Punkte für die Juniorwertung einfuhr. Kappeler schließlich überzeugte auch am Sonntag mit Platz fünf. Der Bad Saulgauer ist in seinem ersten Jahr bei Vizethum schnell zu einer festen Größe geworden – der vierte Rang im Gesamtklassement knapp hinter Proczyk manifestiert dies.
Bretschneider wiederholte seine gute Platzierung vom Vortag als erneuter 14. Und auch Mario Dablander hat sich nach seiner krankheitsbedingten Pause von Assen auf Rang 20 am Samstag zurückgemeldet. Am Sonntag brachte auch ihm dann der „Heimvorteil“ kein Glück, denn auch er fiel aus. Genau umgekehrt lief es bei seinem Landsmann und dem „Küken“ im Team, Patrick Tiller. Nach einem Ausfall am Samstag gelang dem 18-Jährigen eine prima Aufholjagd, die in einem guten 20. Rang mündete. Rennen Nummer zwei lieferte einen ähnlichen Einlauf: Grunert vor Seifert und als Dritter durchfuhr Martin die Ziellinie.
Eine bemerkenswerte Leistung sei zum Schluss nicht unerwähnt: Christian Gebhardt, Redakteur von Stern-online, erreichte als VIP-Gaststarter der Kooperation Ford Motorsport/Vizethum Racing Team im zweiten Rennen einen tollen 15. Rang. Damit wäre Gebhardt also in die Punkte gefahren!
Das Resümee: Pechvogel Harald Proczyk muss nach nur acht Zählern aus den letzten fünf Wertungsläufen seine Titelhoffnungen endgültig begraben. Wo der natürlich wenig frohe, aber gefasste Spitzenmann liegen könnte, verdeutlicht die Tatsache, dass er trotzdem noch insgesamt auf Platz rangiert. An Proczyk herangepirscht hat sich Thomas Kappeler als Vierter, Patrick Winter ist Achter und in der Juniorwertung Dritter (Luger, 90 Punkte, Leipert, 86, Winter 74).
Gemeinsames Ziel des Teams ist nun ein gelungener Saisonabschluss beim letzen Rennen in Oschersleben vom 30. September bis 1. Oktober. Wie Rudi Vizethum jun. versicherte, ist die Stimmung bei der ganzen Mannschaft weiterhin riesig – was sollte da einem guten Ende noch entgegenstehen?
Informationen rund um das Team unter www.vizethum-racing.de
Matthias Rost
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