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SPP NRW: Integration von strategischer Planung in den Mittelstand von NRW

14.09.200617:42 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: SPP NRW: Integration von strategischer Planung in den Mittelstand von NRW
Screenshot einer Methode bei innovations-wissen.de
Screenshot einer Methode bei innovations-wissen.de

(openPR) Um kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Einstieg in die strategische Produktplanung zu erleichtern, steht nach Abschluss des Forschungsprojektes „Strategische Produkt- und Prozessplanung SPP“ das Wissen der beteiligten Forschungsinstitute im Internet zur Verfügung. Zehn Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen nutzen das Methoden-Coaching Portal SPP.



Mangel an Strategiekompetenz
„Zu viel Bauch, zu wenig strategische Planung.“ Dies sind die Kernaussagen der Studie „Unternehmertum Deutschland“, für die die Unternehmensberatung McKinsey, der Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Enterpreneurship der Universität Bremen und der Lehrstuhl für Unternehmensentwicklung der Wirtschaftshochschule Vallendar 5000 Unternehmen befragt haben. (Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 8-2005, „Unternehmertum Deutschland“. Mehr denn je kommt es im Maschinen- und Anlagenbau auf Innovationskraft und Strategiekompetenz an, d.h. auf das frühzeitige Erkennen und Erschließen der Erfolgspotentiale von Morgen. Die überwiegend mittelständisch geprägten Unternehmen sind dafür schlecht gerüstet.

Kein Mangel an Methoden
Es herrscht aber kein Mangel an Methoden der strategischen Planung; das Problem liegt beim „gewusst wie“. Insbesondere fällt es den meisten Unternehmen schwer, die für ihre Situation relevanten Informationen auszuwählen und die passenden Methoden verfügbar zu machen. In vielen Unternehmen ist auch der Prozess der Strategischen Produktplanung nicht definiert. KMU sind gegenüber großen Unternehmen, die entsprechende Abteilungen bzw. Stäbe haben, im Nachteil. Dies ist zu ändern, indem die strategische Planung auf eine Weise in den Führungsprozess integrieren wird, dass der Aufwand gering und die Wirkung auf den Unternehmenserfolg hoch ist.

BMBF-Verbundprojekt SPP
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts SPP wurde in Kooperation mit sechs repräsentativen Mitgliedsfirmen des VDMA ein Basisinstrumentarium für die strategische Planung in KMU entwickelt und exemplarisch eingeführt. Das Instrumentarium steht nach Projektende in Form des Internet-Portals www.innovations-wissen.de der Öffentlichkeit zur Verfügung. In dem Portal sind Leitfäden und Methoden zur strategischen Produkt- und Prozessplanung systematisch abgelegt.

Der besondere Clou an dem Portal sind Hilfsmittel wie Excel-Vorlagen, Checklisten und Fallbeispiele, mit denen der Anwender direkt mit der Planung beginnen kann. Die SPP GmbH betreibt das Fachportal für Strategie- und Innovationswissen und wird von den Projektpartnern dem Heinz Nixdorf Institut, der Universität Paderborn (Prof. Gausemeier), dem Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen (Prof. Schuh), dem Lehrstuhl für Produktentwicklung der TU München (Prof. Lindemann) und der UNITY AG unterstützt. Die Inhalte des Forschungsprojekts SPP sind in Form einer Jahresmitgliedschaft in Höhe von 49 Euro für alle Interessenten verfügbar.

SPP NRW
Als nächster Schritt, nach dem BMBF-Projekt, ist nun die Multiplikation der Projektergebnisse in den deutschen Mittelstand erforderlich, um die Wettbewerbs- und Innovationskraft einer größeren Anzahl von Unternehmen durch eine Steigerung der Strategiekompetenz zu stärken.

Aus diesem Grund haben das Heinz Nixdorf Institut (Prof. Gausemeier) und die UNITY AG in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen (Prof. Schuh) das vom Land NRW geförderte Verbundprojekt SPP NRW initiiert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Anwendung eines Umsetzungsleitfadens, mit dem KMU des Maschinen- und Anlagenbaus strategische Produkt- und Prozessplanung effizient in das eigene Unternehmen einführen können. Dabei sind vor allem die spezifischen Restriktionen kleinerer Unternehmen zu berücksichtigen. Zehn Pilotunternehmen, bevorzugt aus den Netzwerken OWL MASCHINENBAU e.V. (Region Ostwestfalen-Lippe) und PROTECA (Region Aachen) sind in dem Projekt beteiligt.
Die in der Wissensbasis vorhandenen Leitfäden, Methoden und Hilfsmittel werden den Anforderungen der Unternehmen angepasst. Jede Unternehmensleitung erhält einen speziellen Leitfaden und Methoden-Mix zum Erkennen von Chancen, aber auch von Bedrohungen für das heutige und zukünftige Geschäft. Ergebnisse sind Handlungsoptionen, die dem Unternehmen ermöglichen, sich eine herausragende Stellung im Wettbewerb zu schaffen. Nach einer Einführungs- und Coachingphase werden die Unternehmen befähigt, strategische Planung eigenständig durchzuführen.

Erwartete Ergebnisse
Die in diesem Verbundprojekt erarbeiteten Erkenntnisse werden verallgemeinert und Dritten verfügbar gemacht. Ergebnis wird ein Handbuch sein, mit dem SPP in das eigene Unternehmen konkret eingeführt werden kann. Dieses Handbuch wird nach Projektende über das Fachportal www.innovations-wissen.de verfügbar sein. Aber auch während des Projekts können interessierte Unternehmen an den Projektergebnissen partizipieren. In regelmäßig veranstalteten Industriesymposien werden die Ergebnisse der Pilotprojekte vorgestellt und diskutiert. Dadurch kann der effiziente Knowhow-Transfer in weitere Unternehmen aus NRW vollzogen werden, so dass die Strategiekompetenz von KMU langfristig gesteigert werden kann.

Ansprechpartner innovations-wissen.de

Geschäftsführer
Dipl.-Wirt.-Ing. Arnt Vienenkötter
Heinz Nixdorf Institut
Rechnerintegrierte Produktion
Fürstenallee 11
33102 Paderborn
Tel: +49 2955 743-560
Mobil: +49 175 2945119
E-Mail: E-Mail

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