Ein wichtiges Instrumentarium für eine erfolgreiche Public Relation Kampagne kann eine Medienkooperation sein. Bei dieser handelt es sich um eine klassische Win-win-Situation sowohl für die Medien als auch für das Unternehmen, das seine Produkte an den Markt bringen will. Das Medienunternehmen stellt seine Leserschaft oder Zuhörer beziehungsweise Zuschauer zur Verfügung. Das Unternehmen dagegen bringt Leistungen, interessante Themen oder geldwerten Vorteil mit ein. So gewinnen beide Seiten mit einer Medienkooperation.
Wie funktioniert eine Medienkooperation?
Bei der klassischen Schaltung von Werbung in den Medien zahlt das Unternehmen für die Werbung und das Medienunternehmen veröffentlicht es entsprechend. Werbung ist wichtig für die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens. Die Medienkooperation dagegen ist eine Partnerschaft zwischen einem Unternehmen und einer Zeitung oder Zeitschrift beziehungsweise einem Radio- oder Fernsehsender. Die Kooperation beruht hier auf gegenseitigen Nutzen. Die einen möchten ihre Auflage oder ihre Quote steigern, die anderen ihre Umsätze. Eine Medienkooperation bietet dem Unternehmen eine andere Art, an die Öffentlichkeit zu treten. Das Image wird positiv gefördert und das Publikum nimmt das Unternehmen anders wahr, als über klassischer Werbung
Klassische Beispiele für eine Medienkooperation
Eine Medienkooperation kann so aussehen, dass ein Immobilienexperte Tipps zum Thema Wohnen und Bauen gibt und dafür sein Name bekannt wird. Dabei kann es sich um einen Artikel für ein Printmedium handeln, eine Doku-Soap zum Thema Immobilien im Fernsehen oder Beratungszeiten im Rundfunk gleichermaßen. Ein alternatives Beispiel ist ein Küchenhersteller, der Tipps zum Kochen gibt oder für Kochsendungen seine Küchen kostenlos zur Verfügung stellt. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Gewinnbringende Medienkooperation zugunsten der Leser
Gewinnspiele, Sponsoring und im Internet Backlinks sind ebenfalls bewährte Methoden für Medienkooperationen. Da spendet ein Hotel freie Zimmerkapazitäten an die Leser einer Zeitschrift und erhält dafür einen umfangreichen, redaktionellen Artikel. Die Präsentation ist glaubwürdiger, als bei einer Werbeanzeige. Die Redaktion kann im Gegenzug ihren Lesern auflagensteigernde Gewinne in Form von Reisen anbieten, ohne dafür zu bezahlen. Das Hotel stellt nur die Zimmer zur Verfügung, muss aber keine Barmittel aufwenden. Es erreicht zudem seine Zielgruppe, nämlich reisefreudige Interessenten. Das Gleiche können auch Produzenten mit Restposten oder überschüssigen Waren kostengünstig den Medien anbieten.
Moderne Medienkooperationen in Printmedien und im Internet
Auch das Native Advertising ist eine Form der Medienkooperation. Dafür bieten Unternehmen Werbung in Form von interessantem Content an, den das Medienunternehmen wie einen redaktionellen Artikel mit passender Werbung verbaut. Alternativen gibt es im Bereich Internet und Social Media. Das Influencer Marketing ist eine moderne Medienkooperation. Das Unternehmen stellt die Produkte und leistet oftmals auch eine Zahlung, der Blogger wirbt auf seine Art bei seinen Fans für die Produkte. Häufig nehmen die Anhänger die Werbung dadurch nicht sofort als solche wahr.
Medienkooperation – hoher Nutzen auf beiden Seiten
Die Medien müssen bei einer Medienkooperation nichts für den Beitrag oder andere Leistungen bezahlen und können ihren Lesern oder Zuschauern trotzdem etwas bieten. Bei einer Medienkooperation verschwimmen zumeist die Grenzen zwischen Werbung und redaktionellem Beitrag. Das Unternehmen bekommt einen höheren Bekanntheitsgrad und wird in der Öffentlichkeit anders wahrgenommen. Zudem verbessert sich auch das Image des Unternehmens, denn es steht als Experte auf seinem Gebiet da. Der Vorteil liegt somit bei einer Medienkooperation immer auf beiden Seiten gleichermaßen