… CUBE, einem Zentrum für wissenschaftliche Politikberatung, das Forschungsergebnisse der Mitgliedshochschulen für Politik und Verwaltung aufbereitet. Das neue Zentrum arbeitet bereits an Projekten für zwei Schweizer Kantone sowie für die Städte Lindau und Bregenz – in Form von Studien, Briefings, Beratungen und Workshops. CUBE bringt damit rund 20.000 Forschende aus 25 Hochschulen mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik und Verwaltung zusammen. HTWG-Präsidentin Prof. Dr. Sabine Rein, die als W4-Vorsitzende die Gründung von CUBE unterstützt hat, sieht …
… Fluid-Gestein-Reaktionen gekoppelt. Anstatt theoretische Maximalpotenziale abzuschätzen, modelliert die Studie somit tatsächliche Raten, mit denen Wasserstoff unter realen geologischen Bedingungen erzeugt wird – unter Berücksichtigung physikalischer und chemischer Einschränkungen, die in früheren Studien weitgehend unbeachtet blieben. Das Ergebnis ist ein realistischeres, aber auch handlungsorientierteres Bild von natürlichem Wasserstoff als Ressource.Mehrere hundert Tonnen pro Jahr – doch weniger als erwartetFür die westlichen Pyrenäen gibt die …
Wie orientieren sich Mikroorganismen, um den optimalen Lebensraum zu finden? Dass sogenannte magnetotaktische Bakterien das Magnetfeld der Erde als biologischen Kompass nutzen, ist bereits gut untersucht. Einige eukaryotische Einzeller – also komplexere Organismen wie Wimperntierchen, die im Gegensatz zu Bakterien einen Zellkern besitzen – haben diese Fähigkeit ebenfalls. Wie sie aber dazu kommen, blieb bisher weitgehend ein Rätsel. Ein internationales Team um Professor William Orsi vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften der LMU hat…
Pfade zur Rohstoff-Transformation der Chemie
Die Studie nennt drei Kohlenstoffquellen, die fossiles Naphtha und Erdgas künftig ersetzen sollen: CO₂ aus unvermeidbaren Punktquellen wie Zement- und Kalkwerken und biogenen Quellen wie Biogasanlagen, biogene Rest- und Abfallstoffe sowie Kunststoffabfälle. Für die genannten Quellen werden Prozessketten beschrieben – von der Aufbereitung der Rohstoffe bis zur Herstellung der großvolumigen petrochemischen Plattformchemikalien. Es gibt mehrere technische Wege, um dieselben chemischen Grundstoffe kün…
… und konkreter Praxisbeispiele zeigt Funke, wie sich Fokus im Führungsalltag entwickeln lässt und was Ablenkung neurobiologisch auslöst. Er setzt damit an der Ursache an, statt nur an die Motivation zu appellieren. In seiner Keynote verbindet er Studienergebnisse mit Übungen, die Zuhörende direkt ausprobieren können.Die Studie liefert einen weiteren bemerkenswerten Befund: Der Trainingseffekt zeigt sich über alle Altersgruppen hinweg, nicht nur bei jüngeren Teilnehmenden. Das ist besonders für Organisationen relevant, in denen Führungskräfte unterschiedlicher …
… führen könne. Wie das Zeta-Potenzial von Nanoplastik bestimmt, ob Zellen die Partikel aufnehmenDer Zusammenhang zwischen der Oberflächenladung von Mikroplastik und biologischen Wechselwirkungen ist laut dem Bericht auch auf zellulärer Ebene bestätigt. Experimentelle Studien zeigen, dass das Zeta-Potenzial der Partikel, das ihre elektrokinetischen Eigenschaften widerspiegelt, deren Wechselwirkung mit Zelloberflächen erheblich beeinflusst.Eine im Bericht zitierte Studie aus dem Jahr 2024, veröffentlicht in Nature Communications, untersuchte Unterschiede …
… der TU Austria weiterverfolgen.“TU Austria-Präsident Rektor Horst Bischof und -Vizepräsident Rektor Jens Schneider resümieren unisono: „Der kollegiale Austausch über u. a. die Veränderung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft durch KI, aktuelle Themen im Bereich der MINT-Studien sowie den Fachkräftemangel im MINT-Bereich, vor allem im Umfeld drohender Budgetkürzungen bei den Universitäten, waren von enormem Mehrwert. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass die Studierendenverteter*innen aus Österreich und Deutschland angereist sind, um die Anliegen …
… Nervenschäden infolge einer Chemotherapie oder bei Krankheiten, die eine abnormale Kälteempfindlichkeit hervorrufen. „Zu verstehen, wie die gesunde Temperaturempfindung funktioniert, ist eine Voraussetzung dafür, um zu begreifen, was bei einer Erkrankung schiefläuft“, sagt Whitmire.In weiteren Studien wollen die Forschenden jetzt herausfinden, wie die Signale der untersuchten Neuronen im Rückenmark verarbeitet werden, wie das Nervensystem schmerzhafte Temperaturen verarbeitet und ob die bei Mäusen entdeckten Mechanismen denen des Menschen ähneln.Max Delbrück …
Fragen der Versorgungssicherheit mit kritischen Rohstoffen und bislang viel zu wenig regenerative Wärmenutzung – das sind nur zwei der Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft bei der Umstellung auf eine CO2-arme Energieversorgung steht. Eine Zwei-in-Eins-Lösung hierfür bietet die gemeinsame Gewinnung von kritischen Rohstoffen und Wärme aus den mineralhaltigen Thermalwässern geothermischer Anlagen. Dass es hierfür auch im Norddeutschen Becken vielversprechende Potenziale gibt, zeigt ein Perspektivenpapier verschiedener Forschungszentren …
Perowskit-Solarzellen sind nicht nur außergewöhnlich preisgünstig in der Herstellung, sondern erreichen auch sehr hohe Wirkungsgrade. So wandeln einzelne Perowskit-Zellen bereits über 27% des Sonnenlichts in elektrische Energie um, und Perowskit-Silizium-Tandemzellen schaffen sogar schon über 35%. Um Elektronen abzutransportieren, wurde bislang eine Schicht aus so genannten Fullerenen (C60) verwendet, die auch unter dem Namen Fußballmoleküle bekannt sind. Allerdings geht an der Grenzfläche zwischen C60 und dem Perowskit-Absorber ein erheblich…
Eine internationale Forschungsgruppe unter Beteiligung des Sonderforschungsbereichs WETSCAPES2.0, der Universität Greifswald und des Greifswald Moor Centrums (GMC) hat dafür nun erstmals eine hochauflösende Karte der natürlichen und naturnahen europäischen Feuchtgebiete erstellt: unter Nutzung von Künstlicher Intelligenz. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, welche Feuchtgebiete besonders viel Kohlenstoff speichern, wie stark sie durch menschliche Nutzung beeinträchtigt wurden und wo Wiederherstellungsmaßnahmen beso…
Knuspriges Brot, gebratenes Fleisch oder gerösteter Kaffee verdanken ihren typischen Geschmack und ihre Bräunung chemischen Reaktionen, die beim Erhitzen von Lebensmitteln ablaufen. Dabei reagieren in der sogenannten Maillard-Reaktion Eiweißbausteine – die Aminosäuren – mit Zuckern, wobei veränderte Formen natürlicher Nahrungsbestandteile entstehen. Deren Einfluss auf Darmbakterien ist bisher nur wenig verstanden. Ein interdisziplinäres Team um PD Dr. Jürgen Lassak (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Professor Michael Hellwig (TU Dre…
Das Team analysierte eisenreiche, mikrobiell gebildete Sedimentstrukturen auf der Erde, sogenannte Mikrobialithe. Diese zählen zu den ältesten Zeugnissen des irdischen Lebens. Die Proben stammen aus dem Río Tinto im Südwesten Spaniens – einem Ort mit extrem sauren, eisenreichen Bedingungen, wie sie zweitweise auch auf der Oberfläche des frühen Mars geherrscht haben könnten. Deshalb könnten vergleichbare Sedimentstrukturen auch auf dem Roten Planeten existieren, die in Zeiten flüssigen Wassers dort durch mögliches Leben gebildet worden sein kö…
»Wir wollen Geothermie doppelt wertvoll machen: Sie kann saubere Wärme und gleichzeitig strategische Rohstoffe wie Lithium liefern«, sagt Dr. Katharina Alms vom Fraunhofer IEG. Wasser aus mehreren Kilometern Tiefe enthalte nicht nur Energie, sondern auch gelöste Metalle. Die Studie zeigt am Beispiel des Norddeutschen Beckens, wie sich diese Ressourcen gemeinsam erschließen lassen. Für Betreiber von Geothermieanlagen entstünde langfristig ein zweites Standbein durch zusätzliche Erlöse aus bestehender Infrastruktur durch die Produktion von Lith…
Ein internationales Forschungsteam, dem auch die MPIA-Forschenden Elisabeth Matthews und Iain Hammond angehören, hat einen dritten Planeten entdeckt, der den Stern Beta Pictoris umkreist. Der neue Planet Beta Pictoris d ist einhundertmal lichtschwächer als Beta Pictoris b – der erste in diesem System nachgewiesene Planet – und gehört zu den leichtesten Exoplaneten, die jemals von der Erde aus direkt abgebildet werden konnten.
Nachdem das Team den Planeten mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (VLT der ESO) und dessen ne…
Die Arbeit befasst sich mit einer Herausforderung in der Perowskit-Photovoltaik, die seit langem bekannt ist und darin besteht, dass Restmengen an Bleijodid (PbI₂) nach der Filmbildung an der Oberfläche des Perowskits verbleiben. Obwohl moderate Mengen an PbI₂ während der Kristallisation vorteilhaft sein können, kann eine inhomogene Verteilung an der endgültigen Grenzfläche lokale Schwankungen des Oberflächenpotenzials verursachen, das Einfangen von Ladungen begünstigen und die nichtstrahlende Rekombination verstärken. Nun hat eine internatio…
Ein wissenschaftliches Team der LMU konnte erstmals zeigen, dass sauerstoffbildende Photosynthese auch mit nur einem einzigen Photosystem möglich ist – und stellt damit eines der grundlegenden Paradigmen der Biologie infrage. Die Ergebnisse wurden jetzt im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht.
Es gibt nur wenige biologische Konzepte, die als so gesichert gelten, dass sie seit Jahrzehnten nahezu unverändert in jedem Lehrbuch stehen. Eines davon lautet: Für die sauerstoffbildende Photosynthese werden zwingend zwei Photosysteme benö…
Im Gegensatz zu Kühlschrankmagneten sind Elektromagneten nur dann magnetisch, wenn ein elektrischer Strom durch sie fließt. Diese vorübergehende – und damit steuerbare – Form des Magnetismus ist in zahlreichen Anwendungen unverzichtbar, etwa bei Industriekränen, Elektromotoren, MRT‑Geräten und anderen elektronischen Vorrichtungen.
Im Nanomaßstab – also in einem Bereich von nur einigen Milliardstel Metern – können Wissenschafter:innen einzelne Moleküle so konstruieren, dass sie sich wie winzige Elektromagneten verhalten. Ein technologischer D…
Ob in Haushaltswaren, Elektrogeräten, Textilien, Kosmetika, Medikamenten oder Nahrungsmitteln – menschengemachte Chemikalien und Substanzen sind allgegenwärtig. Sie leisten unverzichtbare Dienste in Industrie, Landwirtschaft, Transport-, Energie- oder Gesundheitswesen. Weltweit werden rund 350.000 chemische Substanzen genutzt. Doch Chemikalien, ihre Mischungen und andere menschengemachte Substanzen können sich auch negativ auf unsere Gesundheit und die Umwelt auswirken. Sie gelangen in alle Sphären des Erdsystems, können sich dort anreichern …
… 2027 auch wieder das Vereinigte Königreich sowie erstmals die Schweiz zählen. Bis zu 20 Prozent der Mittel dürfen Hochschulen zudem für weltweite Mobilität außerhalb der Programmländer einsetzen. Das Erasmus-Programm wird damit auch für Studien- und Praktikaaufenthalte außerhalb Europas immer wichtiger.Hochschulen planen rund 61.500 Mobilitäten ins AuslandMit den bereitgestellten Geldern können die Hochschulen voraussichtlich rund 61.500 Personen bei einem Auslandssemester, einem internationalen Praktikum oder einem Lehr- oder Weiterbildungsaufenthalt …
Aus dem Alltag sind die Aggregatzustände fest, flüssig und gasförmig bekannt. Darüber hinaus existieren weitere Materiezustände, darunter Plasma und das Bose-Einstein-Kondensat (kurz „BEC“). Dazu sollte man wissen: In einem BEC verhalten sich sehr viele Quantenteilchen nicht mehr unabhängig voneinander, sondern nehmen gemeinsam einen einzigen makroskopischen Quantenzustand ein.
BEC wurden ursprünglich in kalten Atomgasen nahe dem absoluten Temperaturnullpunkt nachgewiesen. Vor 20 Jahren zeigte sich jedoch, dass ein vergleichbarer Phasenüberg…
… begleitet Interessierte von der ersten Idee bis zur professionell vorbereiteten wissenschaftlichen Publikation.Innovationen entstehen überall dort, wo Menschen bestehende Abläufe hinterfragen, neue Lösungen entwickeln und Erfahrungen systematisch auswerten. In Unternehmen, Weiterbildungen und Studienprojekten wächst täglich Wissen, das weit über den jeweiligen Einzelfall hinaus Bedeutung haben kann.Doch zwischen einer guten Idee und einem veröffentlichungsfähigen Beitrag liegen zahlreiche Schritte. Eine geeignete Forschungsfrage muss formuliert, der …
Der Klimawandel verändert die Tierhaltung – und das schneller, als viele erwarten. Häufigere und intensivere Hitzewellen belasten Milchkühe physiologisch stark. Wissenschaftler:innen des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie (FBN) konnten nun nachweisen, dass bereits moderater Hitzestress messbare Veränderungen im Blut von Holstein-Kühen bewirkt. Dazu zählen Anzeichen für Entzündungsprozesse sowie eine Aktivierung der Blutgerinnung. Gleichzeitig werden bestimmte Abwehrwege in peripheren mononukleären Blutzellen (PBMC) gedämpft. Diese Effek…
Wenn Wölfe in Brandenburg Schafe reißen, prallen Naturschutz und Landwirtschaft unmittelbar aufeinander. Ähnliche Konflikte gibt es weltweit – in Regionen wie der namibischen Sambesi-Region jedoch unter deutlich anderen Bedingungen: Menschen, Nutztiere und Wildtiere teilen sich nicht nur denselben Lebensraum, sondern viele Familien leben unmittelbar von Ackerbau und Viehhaltung. Werden Felder von Elefanten zerstört, Rinder von Löwen gerissen oder Menschen durch große Wildtiere gefährdet, kann dies die Lebensgrundlage ganzer Haushalte bedrohen…
Ab November 2026 können Führungskräfte an dem Programm des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO teilnehmen. Erfasst werden unter anderem neurophysiologische und körperliche Reaktionen in Situationen, die Aufmerksamkeit, Belastbarkeit und Entscheidungsverhalten beanspruchen. Im Programm werden solche Situationen trainiert und die kognitive Resilienz gestärkt. Die Veränderungen werden in einem individuellen »Brain Report« gebündelt, der kognitive Stärken, Belastungsmuster und Entwicklungspotenziale einordnet. »Ich bin…
… linearen Beziehung zwischen Populationsgröße und Lebensraumverlust, die durch empirische Daten nicht gestützt wird. Tatsächlich wurde festgestellt, dass bei wandernden Arten schon kleine Verluste im Lebens-raum bereits zu starken Populationsrückgängen führen.Weiterhin zeigen die Studienergebnisse, dass die derzeitigen Richtwerte für quantitative Ausster-berisiken, wie sie mithilfe von räumlich expliziten Populationsmodellen (SEPMs) berechnet werden können, zu konservativ sind und daher zu spät warnen, um noch effektive Schutzmaßnahmen zu ergreifen. …
Mikroalgen sind unsichtbare Motoren des Lebens: Durch Fotosynthese binden sie einen erheblichen Teil des planetaren Kohlendioxids und bilden die Basis aquatischer Nahrungsketten. Doch wenn es zu heiß oder zu kalt wird, dann beginnt dieser Motor zu stottern. An der Grünalge Chlamydomonas reinhardtii sind diese Auswirkungen bestens untersucht. Denn die Mikroalge fungiert als Modellorganismus: Weil sie sich besonders gut kultivieren und mit genetischen Methoden untersuchen lässt, studieren Forschende an ihr allgemeinere biologische Prinzipien vo…
… in das Verhalten von wildlebenden Tieren. Die bereits existierende globale Forschungsdatenbank Movebank enthält solche Daten für hunderttausende Individuen und wird kontinuierlich nahezu in Echtzeit aktualisiert. Allerdings werden diese Daten bisher kaum für Studien genutzt, um Verhaltensvielfalt als wichtige Dimension von Biodiversität im globalen Wandel zu verstehen und vorherzusagen.“Genau hier setzt der neue LOEWE-Schwerpunkt „Verhaltensplastizität im Wandel: Biologging als Schlüssel zur Erfassung tierischer Anpassungsfähigkeit (VEBITA)“ an. …
Bewaffnete Konflikte hinterlassen nicht nur menschliches Leid und zerstörte Infrastruktur, sondern verursachen auch tiefgreifende Schäden an der Umwelt. Besonders betroffen sind die Böden: Ihre Degradation beeinträchtigt zentrale Ökosystemleistungen – von der landwirtschaftlichen Produktion über die Regulierung des Klimas und die Wasserqualität bis hin zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Das Ausmaß dieser Schäden lässt sich jedoch in Kriegsgebieten meist nur schwer erfassen, da der Zugang zu den betroffenen Regionen häufig eingeschränkt ode…
Bakterien in der Umwelt, etwa in Böden oder Gewässern, spielen für Ökosysteme eine wichtige Rolle. Unter ihnen gibt es auch Bakterien, die darauf spezialisiert sind, Schadstoffe abzubauen. „Das Schwermetall Uran, das für uns Menschen toxisch ist, können manche Bakterienarten für ihren Stoffwechsel nutzen“, sagt Dr. Evelyn Krawczyk-Bärsch, Wissenschaftlerin in der Arbeitsgruppe Terrestrische Mikrobiologie des HZDR und Co-Autorin der Studie. „Aus Untersuchungen unserer Arbeitsgruppe war bereits bekannt, dass Bakterien in Wasser gelöstes Uran fü…
Ein internationales Team unter maßgeblicher Beteiligung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE) hat erstmals eine beobachtbare Signatur gefunden, die mit ambipolarer Diffusion in einem prestellaren Kern vereinbar ist. Mit hochauflösenden spektralen Beobachtungen am IRAM-30-Meter-Teleskop detektierten die Forschenden einen kleinen, aber systematischen Geschwindigkeitsunterschied zwischen ionisiertem und neutralem Gas in L1544, einem prototypischen dichten Kern in der Taurus-Molekülwolke.
Der Befund adressiert eine der zent…
Perowskit-basierte Photovoltaikzellen können hohe Wirkungsgrade (PCE) erreichen. Kombiniert man zwei oder mehr unterschiedliche Perowskit-Halbleiter mit unterschiedlichen Bandlücken zu einer Perowskit-Mehrfachsolarzelle, wird das Sonnenspektrum noch besser genutzt, so dass der Wirkungsgrad steigt. All-Perowskit-Mehrfachsolarzellen punkten nicht nur mit potenziell sehr niedrigen Herstellungskosten, sondern auch mit geringem Gewicht und der Option, sie auf flexiblen Trägerstrukturen aufzubringen.
Ein komplexer "Big Mac"
Das HZB-Team verwendet…
Pflanzen können nicht vor Gefahren davonlaufen oder auf etwas zulaufen, das sie haben wollen. Stattdessen passen sie die Richtung an, in die sie wachsen. Triebe biegen sich dem Licht zu (ein bekanntes Phänomen namens Phototropismus), Wurzeln und Triebe nutzen die Schwerkraft, um nach unten bzw. nach oben zu wachsen (Gravitropismus) und Wurzeln können sich auch in Richtung Wasser biegen (Hydrotropismus). Diese richtungsabhängigen Wachstumsreaktionen, bekannt als Pflanzentropismen, helfen Pflanzen, in sich verändernden Umgebungen zurechtzukomme…
… des maschinellen Lernens bisher verborgene Signale in großen geophysikalischen Datensätzen aufdecken können.Die Forschenden gehen davon aus, dass ähnliche kurzzeitige langsame Gleitereignisse weltweit auch an anderen Verwerfungen auftreten könnten und dass zukünftige Studien unter Verwendung dichter geodätischer Überwachungsnetze weitere Beispiele aufdecken könnten.„Viele wichtige Verwerfungsprozesse finden statt, ohne Schaden-bringende Erdbeben zu verursachen“, sagt Zahra Zali. „Durch die Erkennung dieser verborgenen Signale können wir ein vollständigeres …
… alle Technologien wurde der zukünftige Rohstoffbedarf in den verschiedenen Szenarien ermittelt. Dann verglichen die Fraunhofer-Forschenden den für 2045 ermittelten Bedarf mit der Rohstoffproduktion im Jahr 2023.Hintergrund zur StudieDie neue Studie aktualisiert die Ergebnisse aus den Studien der Jahre 2009, 2016 und 2021, die ebenfalls im gleichen Studiendesign erstellt wurden. Die Studie ist ein wichtiger Bestandteil des DERA-Rohstoffmonitorings, das in der Rohstoffstrategie der Bundesregierung 2010 Erwähnung findet und seitdem umgesetzt wird. Die …
Zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim kombinierte das Bochumer Team diesen Ansatz nun mit einem elektrokatalytischen Verfahren, das Strom aus nachhaltigen Quellen als zusätzliche Triebkraft verwendet. Die Gruppe um Prof. Dr. Martin Muhler, Prof. Dr. Ferdi Schüth und Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann beschreibt die Methode in der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ vom 18. Juni 2026.
„Die Kopplung elektrischer mit thermischer Energie bei gleichzeitig erhöhter Effizienz ist ein generelles Prinzip, das auf vielfältige Proze…
Auf einen Blick:
- Forschende am Max-Planck-Institut für Terrestrische Mikrobiologie haben eine künstliche biologische Energieversorgung entwickelt: eine minimale Atmungskette nach dem Vorbild der Mitochondrien.
- Diese synthetisch-biologische Batterie gewinnt Energie zurück, die bei oxidativen Reaktionen sonst verloren ginge, und verringert so die Abhängigkeit von externen Energiequellen.
- Gekoppelt an den synthetischen CETCH-Zyklus, der Kohlendioxid in organische Verbindungen umwandelt, beschleunigt die synthetisch-biologische Batterie di…
Nanokristalle werden bereits heute millionenfach in Fernsehern, Laptops und Displays eingesetzt und gelten als Schlüsselmaterialien für die nächste Generation von Quanten-, Sensor- und Solartechnologien. Ihr volles Potenzial können sie bislang jedoch noch nicht entfalten. Ein zentraler Grund: Die winzigen Partikel sind uneinheitlich. In einer einzigen Lösung befinden sich Milliarden Nanokristalle mit teils stark unterschiedlichen Eigenschaften. Obwohl sich die Partikel charakterisieren lassen, sind wichtige Qualitätsparameter nur als Durchsch…
Das junge und unfertige Planetensystem des 23 Millionen Jahre alten Sterns Beta Pictoris (kurz: Beta Pic) hat sich zu einem Paradebeispiel für zirkumstellare Staubscheiben entwickelt und beherbergt mindestens drei Riesen-Gasplaneten. Beta Pic b wurde bereits 2008 mittels direkter Bildgebung entdeckt und ist mit etwa 11 Jupitermassen der massereichste dieser Planeten. Er umkreist seinen Zentralstern auf einer weiten Umlaufbahn und benötigt dafür etwa 23 Jahre.
Astronominnen und Astronomen des Max-Planck-Instituts für Astronomie (MPIA) in Heid…
… unerreichter Detailtiefe zu erfassen, kombinierten die Forschenden Beobachtungen von zwei der weltweit leistungsstärksten Radioteleskope: dem Karl G. Jansky Very Large Array (VLA) in den USA und dem Five-hundred-meter Aperture Spherical Radio Telescope (FAST) in China.Komplexe SchalenstrukturFrühere Studien gingen davon aus, dass die den Orion umgebende Schale etwa die tausendfache Sonnenmasse enthält. Die neuen Wasserstoffbeobachtungen deuten jedoch auf eine nahezu zehnmal geringere Masse hin. "Masse zu messen ist grundlegend", sagt Juan Diego Soler …
Das Forscherteam hat Tüpfelhyänen (Crocuta crocuta) in freier Wildbahn beim Spielen beobachtet und dabei festgestellt, dass ihre präzise Kommunikation durchaus mit der vieler Primatenarten vergleichbar ist. Hyänen spielen und raufen miteinander in allen Lebensphasen. Zwar spielen Jungtiere häufiger als erwachsene Tiere, doch auch bei ihnen ist die Freude am Spiel zu beobachten. Interessanterweise mögen adulte Hyänen offenbar besonders Spiele im Wasser.
Komplexe Kommunikation ist Grundlage für spielerische Kämpfe
Das spielerische Raufen ist …
Berlin, 08.07.2026. Deutschland verfügt über erhebliche Potenziale in sicherheits- und verteidigungsrelevanter Forschung. Leistungsfähige Hochschulen, außeruniversitäre Forschung, starke Industrie, innovative Start-ups und regionale Technologiecluster bilden eine breite Ausgangsbasis. Allein von den 419 untersuchten Hochschulen ist mehr als die Hälfte in Forschungsfeldern aktiv, die für sicherheits- und verteidigungsrelevante Anwendungen nutzbar sind. Doch aus diesem Potenzial entsteht bislang zu selten konkrete Wirkung für Sicherheit, techno…
Wie funktionieren Stromnetze mit 100 Prozent erneuerbaren Energien? Wie können wir Energie in einer klimaneutralen Zukunft bereitstellen, speichern und verteilen? Wie lassen sich technische Innovation und Nachhaltigkeit sinnvoll verbinden? Der neue Studiengang „Nachhaltige Energiesysteme“ an der TU Ilmenau beantwortet all diese Fragen. Im Zeitalter der Energiewende bildet er nachgefragte Expertinnen und Experten aus.„Die nachhaltige und zugleich wirtschaftliche Bereitstellung von Energie ist eine der großen Zukunftsaufgaben unserer Gesellschaft“, …
Wie entstehen einige der rätselhaftesten Eisenerzlagerstätten der Erde? Diese Frage beschäftigt die Geowissenschaften seit mehr als einem Jahrhundert. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Stefan Peters vom Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) hat herausgefunden, dass große Eisenerzlagerstätten Spuren von Sauerstoff enthalten, der aus der frühen Erdatmosphäre stammt. Die jetzt in „Nature Communications“ veröffentlichte Ergebnisse zeigen, dass die Sauerstoffanreicherung der Atmosphäre durch Photos…
Das Kuratorium der Studienstiftung setzt sich aus elf entsandten Mitgliedern – Vertretern des Bundes, der Länder und sechs großer Wissenschaftsorganisationen – sowie bis zu zehn zugewählten Mitgliedern zusammen. Letztere werden von den entsandten Kuratoriumsmitgliedern auf Vorschlag des Vorstands der Studienstiftung gewählt. Zu den Aufgaben des Kuratoriums gehören die Wahl und jährliche Entlastung des Vorstands, die Beratung in grundsätzlichen inhaltlichen Fragen sowie die Entscheidung über neue Programme. Die in der Regel vierjährige Amtszeit der …
Warum überstehen manche Korallenriffe marine Hitzewellen besser als andere? Eine neue Studie in Scientific Reports zeigt, dass die Antwort nicht allein in lokalen ozeanographischen Bedingungen liegt, sondern wesentlich von Klimamustern geprägt wird, die ganze Ozeanbecken beeinflussen. Forschende, darunter auch Erstautorin Dr. Hana Camelia und Dr. Thomas Felis vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen, haben für die neue Studie langjährige ozeanographische Messreihen mit chemischen Archiven in Korallenskelet…
Supramolekulare Käfige gehören zu den faszinierendsten Strukturen der modernen Chemie. Sie bestehen aus einzelnen Molekülbausteinen, die sich selbst zu dreidimensionalen Architekturen organisieren. Solche Nanostrukturen werden unter anderem als molekulare Reaktionsräume, Sensoren oder potenzielle Wirkstofftransporter in Medikamenten erforscht. Während ihre gezielte Herstellung heute gut verstanden ist, ist der gezielte Abbau herausfordernd.
Genau hier setzt die Düsseldorfer Arbeit an, die nun in der renommierten Fachzeitschrift Nature Commun…
„Der Zukunftsvertrag ist ein strukturpolitisch enorm wichtiges und zugleich effizientes Programm. Trotz der erst kurzen Laufzeit ist er bereits zu einem unverzichtbaren Instrument der Verbesserung von Studien- und Lehrbedingungen im deutschen Hochschulsystem geworden. Er leistet einen wesentlichen Beitrag zur Fachkräftesicherung für den Innovationsstandort Deutschland“, sagt der Vorsitzende des WR, Wolfgang Wick.Aus Sicht des WR ist der ZSL ein essenzielles und zukunftsfähiges Fördermodell von Bund und Ländern, das die nötige Qualitätsorientierung …
… bietet eine wirklich spannende Gelegenheit, die Zusammensetzung eines anderen Planetensystems zu untersuchen, das sich lange bevor unsere Sonne und unser Sonnensystem überhaupt existierten, gebildet hat“, sagt Mitautorin Rosemary Dorsey, Forscherin an der Universität Helsinki in Finnland. Die Ergebnisse der Studien verschiedener Teams deuten darauf hin, dass 3I/ATLAS mehr als doppelt so alt wie die Sonne ist.Da sich 3I/ATLAS von der Sonne entfernt und zunehmend schwächer wird, neigen sich auch die Beobachtungen am VLT ihrem Ende zu. Das künftige …