Wolfgang Wagner-Kutschker:
Der in Bremen lebende Künstler schafft abstrakte, mit Schellack überzogene Holzplastiken. Seine Arbeiten waren schon u.a. auf der Triennale für Kleinplastik (1983 und 2001) und in mehreren Museen und Galerien zu sehen – zuletzt in einer Einzelausstellung im Atelierhaus in der Bremer Friesenstraße (2006). Der Ausgangspunkt seiner Werke ist die Wahrnehmung. Skulpturen sind die Dimension des 60-Jährigen. Ihn interessiert das Zusammentreffen und Ablauf der Gefüge im Raum. „Die Skulpturen haben eine klar definierte Beziehung zum Raum. Gleichzeitig setze ich eine dunkle Oberfläche ein, die dies wieder auflöst. Die tiefe Schwärze und die Spiegelungen lassen die Grenzen verschwimmen, verunklären die festen Flächen.“ In Bremen findet er ein Biotop von Bezügen. Ein Beispiel: Die Umzugskartons einer Möbelspedition, die er täglich im Hof seines Ateliers sieht. Das Umhüllen, Schützen, Lagern und Stapeln findet sich häufig in seinen Skulpturen wieder. „Die Umzugskartons entwinden sich den Händen in der gleichen Weise wie meine Skulpturen im Anfangsstadium – bevor es mir gelingt diese zu stabilisieren. Auch wegen meiner Vergangenheit als Kunstturner reizt mich das Moment des labilen Gleichgewichts.“