(openPR) Bremer Künstler Wolfgang Wagner-Kutschker eröffnet neue Ausstellungsreihe „Ausgewählt“ in der Akademie der Künste (Berlin)
Ausgerechnet am Hanseatenweg 10 startet mit dem Bremer Künstler Wolfgang Wagner-Kutschker am 18. Juni 2010, 18 Uhr die neue Ausstellungsreihe „Ausgewählt“ in der Akademie der Künste in Berlin. Die Idee: Ein Mitglied der Sektion Bildende Kunst stellt eine aktuelle künstlerische Position vor – im Vordergrund steht nicht die eigene Arbeit, sondern das Werk eines Künstlerkollegen.
Kunsttheoretiker Robert Kudielka, seit 1997 Akademie-Mitglied und Direktor der Sektion Bildende Kunst, wählte zum Auftakt Plastiken des Bremer Künstlers Wolfgang Wagner-Kutschker. „Ich kenne die Entwicklung seiner Arbeit und habe sie in den vergangenen 15 Jahren mit wachsender Anteilnahme und Zuneigung verfolgt. Die Plastiken sind dinghafter geworden. Dinge sind keine Apparate, die wegbleiben, wenn man den Stecker rauszieht; keine Objekte, die man vor sich haben muss, um seinen Augen zu trauen; deren Wirkung verpufft sobald man sich umdreht. Kunstwerke, die diese Art von Resistenz gegenüber dem raschen Verschleiß aufweisen verdienen eine größere Aufmerksamkeit, als sie von sich aus erheischen.“
Der in Bremen lebende Künstler schafft abstrakte, mit Schellack überzogene Holzplastiken. Seine Arbeiten waren schon u.a. auf der Triennale für Kleinplastik (1983 und 2001) und in mehreren Museen und Galerien zu sehen – zuletzt in einer Einzelausstellung im Atelierhaus in der Bremer Friesenstraße (2006). Der Ausgangspunkt seiner Werke ist die Wahrnehmung. Skulpturen sind die Dimension des 60-Jährigen. Ihn interessiert das Zusammentreffen und Ablauf der Gefüge im Raum. „Die Skulpturen haben eine klar definierte Beziehung zum Raum. Gleichzeitig setze ich eine dunkle Oberfläche ein, die dies wieder auflöst. Die tiefe Schwärze und die Spiegelungen lassen die Grenzen verschwimmen, verunklären die festen Flächen.“ In Bremen findet er ein Biotop von Bezügen. Ein Beispiel: Die Umzugskartons einer Möbelspedition, die er täglich im Hof seines Ateliers sieht. Das Umhüllen, Schützen, Lagern und Stapeln findet sich häufig in seinen Skulpturen wieder. „Die Umzugskartons entwinden sich den Händen in der gleichen Weise wie meine Skulpturen im Anfangsstadium – bevor es mir gelingt diese zu stabilisieren. Auch wegen meiner Vergangenheit als Kunstturner reizt mich das Moment des labilen Gleichgewichts.“
Ausgewählt: Wolfgang Wagner-Kutschker, 19.06. – 18.07.2010, Halle 2
Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten, Tel. 030 200 57-2000
dienstags bis sonntags 11-20 Uhr, Eintritt frei
Ausstellungseröffnung: Freitag, 18. Juni 2010, ab 18 Uhr
Homepage: www.wagner-kutschker.de














