Susan Pieper Hutmode
Während die Queen mit Rücksicht auf Amt und Würde zumeist der schlichteren Eleganz den Vorzug gibt, darf es für die Damen beim Derby in Ascot gern etwas ausgefallener sein. Hut ist nicht gleich Hut – „zum Glück,“ sagt Modistin Susan Pieper aus Hamburg-Nienstedten, die zu den wenigen Meisterinnen ihres Fachs gehört, die schon für Königin Elizabeth von Großbritannien Hüte fertigte. Das war 1999, als Susan Pieper für ein Jahr zum Königlichen Hutmacher Frederick Fox nach London ging.
Zehn Jahre zuvor hatte sie in Heidenheim ihre Ausbildung zur Modistin abgeschlossen, anschließend eine Buchhändlerlehre absolviert und war nach ein paar Jahren im Buchhandel wieder ins Modistinnenhandwerk eingestiegen. Warum? „Das Thema Hut hat mich einfach nicht losgelassen.“
Susan Pieper arbeitete für so bekannte Häuser wie Helga Rabe, Irmer & Schnatmann und Daniel Bird. Nach dem Aufenthalt in England eröffnete sie ihr Hutgeschäft im Elbvorort Nienstedten und absolvierte 2003 ihre Meisterinnenprüfung. Mit ihrem Angebot hochwertiger Handwerkskunst ist sie regelmäßiger Gast auf Ausstellungen. Ein treuer Kundenstamm und ihre Mitgliedschaft in der Hamburger Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks (AdK) tragen bei zum Erfolg ihres kleinen, aber feinen Unternehmens.