Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist ein päpstlicher Laienorden, der auch Geistliche aufnimmt. Entstanden aus einer spätmittelalterlichen Pilgerbewegung, übernimmt diese katholische Gemeinschaft aus Ordensdamen und Rittern seit 150 Jahren als päpstliche Institution unter der Leitung eines Kardinal-Großmeisters Aufgaben im Heiligen Land. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf Israel, Jordanien, Zypern und Palästina. 1868 ist das offizielle Gründungsjahr des Ordens, dem bereits seit 1888 Frauen als gleichberechtigte Mitglieder angehören. 30.000 Mitglieder weltweit, davon 1.500 in Deutschland, sorgen durch Gebete, Pilgerfahrten, Jahresbeiträge und Spenden
• für die Sicherung der religiösen Heimat der Christen, vor allem im Lateinischen
Patriarchat von Jerusalem: Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem
trägt maßgeblich bei zur Finanzierung des Betriebes und der Arbeit von 51 Pfarreien und zahlreichen anderen Einrichtungen,
• für die Sicherung einer guten Zukunft der Christen im Heiligen Land, gerade auch mit Blick auf das Zusammenleben mit ihren muslimischen und jüdischen Nachbarn: Der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem unterstützt Erziehung, Bildung und Ausbildung in Kindergärten, Schulen (u. a. 41 Schulen des Patriarchats mit 19.000 Schülern) und Universitäten,
• für die Sicherung eines menschenwürdigen Lebens: Die Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem leisten soziale Hilfe für
Krankenhäuser, Altenheime und Menschen in Not; in jüngerer Zeit vor allem auch für die zahllosen Flüchtlinge der Auseinandersetzungen in der Region und für die vielen Migranten in Israel.
Ihren Glauben bekennen die Mitglieder des Ordens öffentlich durch Gottesdienste, bei denen sie ihre Mäntel mit dem roten Jerusalemkreuz tragen. Gesellschaft und Kirche dient jedes Ordensmitglied an seinem jeweiligen Platz in den 38 örtlichen Gruppen (Komtureien) und sechs Provinzen. Alle arbeiten eng mit der lokalen Kirche und öffentlichen Einrichtungen zusammen. Politische Ziele verfolgt der Orden nicht.