Über das Museum:
In der Moderne entwickelt sich das „Nichts“ zu einer ebenso eigenstandigen asthetischen Kategorie wie das Schone oder das Hassliche. In der kunstlerischen Auseinandersetzung mit dem (Nicht-)Phanomen „Nichts“ werden traditionelle Mittel der Formgebung in Frage gestellt und neue Moglichkeiten der raumlichen, zeitlichen und materiellen Gestaltung erprobt. Dabei wird das Nichts meist als Negation von Sein und Gegenstandlichkeit verstanden, obwohl sich das Nichts streng genommen nicht definieren lasst. Dass jeder Versuch der Beschreibung oder Versinnlichung zum Scheitern verurteilt ist, hat viele Kunstler des 20. Jahrhunderts umso mehr angespornt, sich intensiv mit Nichts und den Fragen seiner Darstellbarkeit zu beschaftigen. Das Resultat ist eine verbluffende Vielzahl von kunstlerischen Annaherungen, Zugangen, Strategien, Positionen und Werken. Die vielfaltigen Beitrage zum Nichts werden vom NO SHOW MUSEUM gesammelt, historisch aufgearbeitet und an Ausstellungen und Veranstaltungen prasentiert. So soll das Nichts als hochst facettenreiche und produktive Kategorie des Denkens und der Asthetik fur eine breite Offentlichkeit erlebbar werden.
Das Museum existiert nicht nur virtuell, sondern verfugt uber einen realen Prasentationsraum in Form eines umgebauten, begehbaren Busses. Das mobile Museum ist das Ergebnis des Versuchs, einen mobilen Kunstkontext zu (er)schaffen, der sich einerseits an etablierte Institutionen andocken kann, andererseits auch autonom besteht. Zudem bietet das mobile Museum die Moglichkeit, neue Regionen und Raume fur die Kunst des Nichts zu erschliessen. Es hat dann die Funktion eines Markierungselementes, mit dem ein beliebiger Ort als Ausstellungsgelande gekennzeichnet werden kann.