Der Weg als virtuoser Blockflötist war für Michael Schneider zunächst nicht vorgezeichnet, denn zunächst studierte er zwischen 1973 und 1978 moderne Querflöte, zeitweilig auch Violoncello an der Kölner Musikhochschule. Ein Interesse an der Blockflöte entwickelte sich erst später, sodass nach erfolgreich abgelegtem Konzertexamen im Fach Blockflöte 1978 diese Ausrichtung auch in seiner Ausbildung akzentuiert wurde.
Er lernte bei Günther Höller, der nicht nur in hohem Maße seine musikalischen Vorstellungen prägte, sondern ihm auch beruflich ein Vorbild war, in einer gelungenen und ausgewogenen Kombination von Hochschulprofessor, gefragtem Solisten auf verschiedenen Flöteninstrumenten, Mitglied in freiberuflichem Orchestern und Kammermusikgruppen.
Entscheidende Impulse für ein modernes und avanciertes Blockflötenspiel erhielt Michael Schneider dann noch ab 1978 durch ein Privatstudium bei Walter v. Hauwe in Amsterdam.
Neben der Alten Musik, die Michael Schneider mit Leidenschaft erforscht und ergründet, ist auch die Neue Musik für sein Instrument wesentlich. Er spielte Uraufführungen u.a. von Werken K. Serockis ("Arrangements" 1978) und G. Müller-Hornbachs ("Sisyphos" 2005). Standardwerke der Neuen Musik für Blockflöte wie M. Shinoharas "Fragmente", L.Berios "Gesti" oder Kh. Stockhausens "Tierkreis" gehören zum festen Bestandteil seiner Solorecitals und seiner Unterrichtstätigkeit.