Seit dem Jahr 1682 besteht im Klostergut die Klosterbrennerei. Die Zisterzienser-Nonnen führten die Brennkunst ein. Heute werden in der Klosterbrennerei erlesene Liköre, bekömmliche Magenbitter und holzfassgelagerte Edelkorn-Spezialitäten hergestellt. Die Klosterbrennerei Wöltingerode stellt mit dem Wissen aus Jahrhunderten - nach spezieller Rezeptur - handwerklich gebrannte, hochprozentige Brände und Liköre her. Stärkehaltiger Weizen von klostereigenen Ländereien, klares Wasser aus der klostereigenen Quelle, Gerstenmalz und selbst fermentierte Reinzuchthefe werden zunächst miteinander vergoren und dann zweifach destilliert. Die Roh- und Feinbrände finden dabei seit jeher traditionell in kupfernen Brenngeräten statt, so dass die Aromen nicht nur freigesetzt, sondern in das Destillat weitergegeben werden. Jährlich besuchen bis zu 250.000 Besucher die eindrucksvolle Klosterbrennerei, die auf einer Fläche von zirka 400 Hektar klostereigene Ländereien besitzt, auf denen u.a. Weizen und Gerste angebaut wird.