African Children’s Choir
Inspiriert durch den Gesang eines kleinen Jungen gründete der Bürgerrechtsaktivist Ray Barnett den 'African Children’s Choir' für arme und bedürftige Kinder. Während des blutigen Bürgerkriegs in Uganda haben mehrere tausend Kinder ein oder beide Elternteile aufgrund von Kämpfen, Hungersnöten oder Krankheiten verloren. Seit 1984 hilft die Organisation Kinder in Uganda, Süd Afrika, Sudan, Nigeria, Ghana, Rwanda und Kenia ihren alltäglichen Kreislauf von Armut und Krankheit zu durchbrechen und durch die Musik auf andere Gedanken zu kommen.
Alle Kinder (in der Regel zwischen 7 und 11 Jahren), die in den Chor aufgenommen werden, durchlaufen vorher das ‚Music of Life Camp’. In diesen Kursen steht Spaß und die Förderung von Kreativität im Mittelpunkt. Sie bieten einen Gegenpol zu den alltäglichen Nöten der Kinder. Mitarbeiter des Chors besuchen die Kinder zu Hause, um zu erfahren, welche Bedürfnisse sie haben und inwiefern sie für das Tourleben des Chores geeignet sind. Danach erfolgt die schwierige Aufgabe, die Kinder auszuwählen, die den nächsten African Children’s Chor bilden.
In einem 5-monatigen Workshop in Kampala/Uganda lernen die Kinder alle Songs und Tänze, darüber hinaus bekommen sie Schulunterricht und geben bereits Konzerte. Bildung ist der Schlüssel zu einer positiven Entwicklung Afrikas. In der Hoffnung, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen, bringen die Familien viele Opfer, um ihre Kinder zur Schule zu schicken. Dabei sind die afrikanischen Schulen nur spärlich ausgestattet und benötigen dringend Unterstützung.
Weitere Informationen:
www.myspace.com/itbeganinafrica
www.africanchildrenschoir.com
It Began In Africa / Kittball Records
In Kooperation mit der Wohltätigkeitsorganisation 'The African Children's Choir' initiierten die Labelbetreiber von Kittball Records, Tube & Berger und Juliet Sikora, die Compilation 'It began In Africa'. Auf der Grundlage von 15 Songs des Kinderchores lieferten namhafte Künstler wie Turntablerocker, Lützenkirchen, Dapayk, Delicious, Daniel Steinberg, Ante Perry & Kolombo und andere spannende Remixe und leisteten somit ihren Beitrag für das Projekt. Eine gute Sache also, da der Erlös an die Organisation übergeht. Zu hören ist lupenreiner Afro House mit Gesangselementen und Trommeleinlagen. Der unverkennbar traditionell gehaltene Charakter des Sounds bekommt durch die minimalistischen Arrangements etwas Mystisches, irgendwie fremd und doch nicht ungewohnt. Die Ursprünglichkeit der Stimmen wird vermischt mit modernen musikalischen Elementen. Die Synthetik der Musik einerseits und die Natürlichkeit der Kinderstimmen andererseits schaffen einen tollen Kontrast. Um so mehr, wenn man sich bewusst macht, dass originäre afrikanische Musik bestimmte Funktionen in der Gesellschaft erfüllt, während elektronische Tanzmusik hierzulande einfach Spaß machen soll. Fazit: Elektrisch, ekstatisch, exzellent!