Weinstadt. Eine Rekordverschuldung von 39 Millionen Euro im Jahr 2013 – dagegen macht nun offiziell die Initiative „Kein Bad auf Pump“ in Weinstadt mobil. Bis Ende Juni muss die Initiative nun mindestens 2000 Unterschriften sammeln – dann könnte der erste Bürgerentscheid der Remstalkommune über die Bühne gehen.
13 zu 13 – so stimmten die Weinstädter Gemeinderäte am 19. Mai 2010 über den Bau eines Sport- und Familienhallenbads ab. Die Stimme von OB Jürgen Oswald gab letztendlich den Ausschlag für den Bau eines neuen Hallenbades, das sechs Millionen Euro kosten soll.
Ziel des Bürgerbegehrens ist, dass ein Bürgerentscheid über die Frage stattfindet: Soll die weitere Planung und Ausführung des Bauvorhabens "Mineralbad Weinstadt" gestoppt werden?
Bei einer erfolgreichen Unterschriftensammlung dürfen dann alle wahlberechtigten Bürger von Weinstadt über den Bau des umstrittenen Mineralhallenbades im Ortsteil Endersbach entscheiden.
Weinstadt droht eine Rekordverschuldung in Höhe von 39 Mio. Euro – so die Sprecher des Bürgerbegehrens, Volker Gaupp und Doris Groß aus Weinstadt. Gleichzeitig sollen über 20 Jahre lang jährlich 800.000,– Euro als Zuschuss für das neue Bad fließen, obwohl bereits jetzt das Geld für dringende Sanierungen an Schulen und Hallen in Weinstadt fehlt. Ziel der Initiative ist es, den Badbau zu verschieben und Weinstadt vor einer weiteren dauerhaft prägenden Verschuldung zu retten.
Die Bürgerinitiative, getragen von Bürgern aller Ortsteile ist unabhängig und bürgernah. Große Unterstützung, so Volker Gaupp, habe sie schon auf den ersten Metern zum Bürgerbegehren in Weinstadt von Bürgern aus allen Altersgruppen erfahren. Die Bürger wollen jetzt mitentscheiden, wenn die finanzielle Zukunft unserer Stadt auf dem Spiel steht.
Über die Ziele, Unterschriftslisten und Sammelorte wird laufend auf der Homepage www.kein-bad-auf-pump.de informiert. Dort besteht auch die Möglichkeit, zum Druck von Unterschriftslisten.