Rupa Marya – musikalische Globalistin
San Francisco, das ist die Stadt der Flower-Power, der politischen Songs und auch die Heimat von Rupa Marya. Hier praktiziert sie die Hälfte des Jahres als Internistin am San Francisco General Hospital, und hier gründete sie die Band mit den lustigen Namen „The April Fishes“, eine bunte Truppe, die eine musikalische Brücke zwischen den Kulturen und Musikrichtungen schlägt.
Rupa Marya kam Kalifornien als Tochter wahrhaft kosmopolitischer Eltern zur Welt. Die Eltern – Amerikaner indischer Herkunft - lebten abwechselnd in den USA, in Indien, Frankreich und Spanien. So verwundert es nicht, dass Rupas Songtexte in makellosem Französisch, Englisch, Spanisch, Hindi und sogar Roma vorgetragen werden. Die polyglotte Sängerin hat einen Musikstil, der sich in keine Schublade stecken lässt. Indische Ragas, französische Chansons, amerikanischer Folk und Pop – von allem ist etwas dabei. Nicht selten verarbeitet sie Erfahrungen aus ihrer medizinischen Tätigkeit in ihren Texten. Zum Beispiel die Geschichte einer alten Frau, die ihre große Liebe nach 40 Jahren an Krebs verlor. „Eine solche Traurigkeit zu spüren, und dann nach Hause zu gehen und sie meiner Gitarre anzuvertrauen, ist für mich eine unglaublich energetische Erfahrung“. Diese Energie, so glaubt sie, kommt auch ihren Patienten zu Gute.