Julian Gerhard (1984 in Stade geboren) lebt und arbeitet in Bochum. 2016 war er Stipendiat der Dramaturgischen Gesellschaft, 2017 erlangte er neben der Hamburger Fleetstreet-Residenz, das Stipendium zur individuellen künstlerischen Entwicklung des European Centre For Creative Economy.
2016 verwirklichte Gerhard das Bühnenessay „Die Vergessenen“ zum Thema Demenz, in welchem neben Gisbert zu Knyphausen die berüchtigte japanische Pflegerobbe Paro mitwirkte (u. a. am Prinz Regent Theater Bochum). Mit der Installation „Lighthouse Square“ im öffentlichen Raum widmete er sich auf unmittelbare Weise via One-To-One-Performances der aktuellen Flüchtlingsthematik.
Bei „Federkinder“ (2017) konzentrierte er sich auf Tagebücher von Kindern und Jugendlichen aus dem Zweiten Weltkrieg.
Neben Kompositionsaufträgen in Theaterkontexten, wie für Thomas Bartlings „Abramovic, Cher und ich“ am Theater Gießen, veröffentlichte er einige Solo-Platten beim Hamburger Musiklabel Omaha Records. Die Rheinische Post wählte Julian Gerhard 2011 zu einem der zehn besten Liedermacher Deutschlands.
Gerhard schreibt regelmäßig über Theater und Popkulturelles für Kaput Magazin, theater: pur und
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